| 06.04.2003
- 87. Flandern-Rundfahrt (Bel), Weltcup
Brügge-Ninove, 255 km
Camenzind an der Tour de Flandres gestürzt
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Oscar
Camenzind ist bei der Tour de Flandres schwer gestürzt
und musste ins Spital eingewiesen werden.
Ungefähr bei Kilometer 120 entledigte sich einer
der Fahrer im Feld so ungeschickt seiner Regenjacke,
dass sie genau in Camenzinds Vorderrad flog und dieses
vollkommen blockierte. Camenzind überschlug sich
in der Folge und fiel schwer auf den Kopf. In ungewissem
Zustand wurde er in Oudenaarde ins Spital gebracht,
wo Gott sein Dank "nur" eine Stauchung des
8. Rückenwirbels diagnostiziert wurde. Ösi
wurde ständig vom Team-Arzt Daniele Tarsi und dem
anwesenden Team Manager Urs Freuler betreut und begleitet.
Camenzind, der ab morgen an der Baskenland-Rundfahrt
hätte teilnehmen sollen, wird diese Nacht im Spital
verbringen, und soll morgen - sofern es sein Zustand
es zulässt, in die Schweiz repatriiert werden.
Fotos:
Keropress
Oben:
Ösi vor dem Start voller Zuversicht und Tatendrang...
Unten:
...einmal mehr vom Pech verfolgt. |
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Das
Rennen wurde von Peter van Petegem (Lotto-Domo) vor Frank
Vandenbrouke (Quick.Step) und Stuart O'Grady (Crédit
Agricole). cb
www.blick.ch
- MEERBEKE – «Jetzt ist die halbe Saison futsch!»
Oscar Camenzind liegt im Spital von Oudenaarde, auf Zimmer
308. Wartet, bis ihn am späten Sonntagabend die Rega
von Brüssel in die Schweiz überführt.
Jede Bewegung schmerzt. Nach einem fürchterlichen Salto
an der Flandern-Rundfahrt hat er den achten Rückenwirbel
gestaucht. «So ein Idiot von einem Berufskollegen»,
ärgert sich der Innerschweizer.
«Irgendein
Belgier aus dem Team Marlux warf bei der Verpflegung seine
Regenjacke von links nach rechts durch die Luft.» Bei
Tempo 40 bis 45 km/h öffnete sich der zusammengerollte
Plastikschutz. Und fiel Oscar Camenzind auf den Lenker.
«Ich
versuchte ihn mit einer Hand wegzunehmen, da flog ich über
den Lenker.» Die Jacke hatte sich in den Speichen verheddert,
das Vorderrad blockierte. Der Ex-Weltmeister stürzte
auf den Kopf. Zum Glück geschützt mit einem Helm,
der in Belgien Pflicht ist. «Ohne Helm? Ich mag nicht
daran denken.» Erinnerungen wurden wach an den bei Paris-Nizza
tödlich verunglückten Andrej Kiwiliew, der ohne
Helm fuhr.
Als
Camenzind auf dem Asphalt lag, konnte er sich noch auf die
Seite drehen. «Ich hatte Angst, dass andere Rennfahrer
auf mich prallen. Mein erster Gedanke: Zum Glück spüre
ich meine Beine noch.»
Auf
eine spezielle Tragbahre gebettet, versehen mit einer Halskrause,
wurde der Leader der Schweizer Phonak-Equipe ins Spital von
Oudenaarde gebracht. «Jede Strassenunebenheit versetzte
mir einen höllischen Schmerz.» Nach dem Röntgen
die Entwarnung: keine Kopfverletzungen, kein Schlüsselbeinbruch.
Mindestens
drei Wochen muss Camenzind pausieren. Phonak-Teamarzt Daniele
Tarsi beruhigte Oscar. «Erinnere dich an die Tour de
Suisse 1997, mit dir als Gesamtzweiten hinter Christophe Agnolutto.
Der Franzose lag nach der Flandern-Rundfahrt im gleichen Spital
wie du. Wenn das kein gutes Omen ist.»
Camenzind
schwer gestürzt: Drei Wochen Pause
06.04.03 (rsn) - Eine Hiobsbotschaft gab es am Sonntag für
die Schweizer Phonak-Mannschaft, die sich über gute Resultate
noch einen der restlichen Einladungsplätze für die
Tour de France erkämpfen will. Oscar Camenzind ist bei
der Flandern-Rundfahrt schwer gestürzt und musste ins
Krankenhaus.
Camenzind
verletzte sich im Hals- und Nackenbereich, als er bei der
ersten Verpflegungskontrolle des Klassikers stürzte,
nachdem sich ein Teil seiner Bekleidung im Vorderrad verfing,
wie Phonak-Sportdirektor Jacques Michaud erläuterte.
Der Weltmeister von 1998, bei dem auch ein Verdacht auf ein
Schlüsselbeinbruch bestand, wurde ins Krankenhaus von
Oudenaarde gebracht. Phonak-Teamchef Urs Freuler und der Teamarzt
begleiteten Camenzind ins Krankenhaus, wo Untersuchungen näheren
Aufschluss über die Schwere der Verletzungen brachten.
Eine Fraktur wurde ausgeschlossen, Camenzind quetschte sich
den achten Halswirbel. Drei Wochen wird der 31-jährige
Eidgenosse pausieren müssen und damit für die weiteren
Klassiker ausfallen.
Phonak
hatte in der Saison bisher eher mäßige Resultate
und bräuchte noch einen großen Sieg, wenn sich
die Hoffnungen auf einen der letzten vier offenen Tour-Startplätze
erfüllen sollen. Camenzind, Sieger bei Lüttich-Bastogne
2001, hatte bei den Ardennenklassikern in zwei Wochen große
Ambitionen.
Die
Website:
http://www.rvv.be/ |