Als 59. Italiener in der Geschichte der 1909
erstmals ausgetragenen Rundfahrt hat Gilberto Simoni den Giro d'Italia
gewonnen. Die Schlussetappe von Arona nach Mailand endete mit einem
Spurtsieg von Mario Cipollini.
[TA/si] - «Super-Mario» feierte in dieser Rundfahrt
damit seinen vierten Teilerfolg. Die gesamte Zahl seiner Etappensiege
im Giro erhöhte der Sprinter auf 34. Cipollini gewann schon 1990,
1991 und 1997 die Schlussetappe des Giro.
Der Gesamtsieg von Gilberto Simoni stand überhaupt nie in Gefahr.
Auf das Podium kamen die beiden Spanier Abraham Olano (Zweiter)
und Unai Osa (Dritter). Die 7:31 Minuten Vorsprung Simonis auf Olano
stellen eine seit 1973 nie mehr verzeichnete Differenz dar. Vor
28 Jahren hatte Eddy Merckx (Be) den Italiener Felice Gimondi um
7:42 Minuten hinter sich gelassen.
Es mutet paradox an, dass ein Kletterer wie Simoni in einem Giro
der bescheidensten Höhendifferenz seit Jahren so klar siegte. Zwei
Gründe sind dafür ausschlaggebend. Einerseits erwies sich die bescheidene
Schar der Mitbewerber auf den Gesamtsieg als in den Bergen klar
limitiert, oder sie schied wegen Unfall (Francesco Casagrande),
Krankheit (Marco Pantani, Stefano Garzelli), Unbeherrschtheit (Faustschlag
Wladimir Bellis gegen einen Zuschauer) oder wegen des Besitzes von
Dopingmitteln (Dario Frigo) vorzeitig aus.
Anderseits wartete der Gesamtsieger im Zeitfahren von Salò mit
einer überraschend starken Leistung auf. Simoni legte die 55,5 km
sogar schneller zurück wie Spezialisten vom Format eines Olano oder
eines Sergej Gontschar (Ukr). Prompt tauchten erste Vermutungen
auf, der Trentiner habe mit unerlaubten Mitteln nachgeholfen. Doch,
so schwer es auch derzeit im Profiradsport fällt, gilt bis zum Beweis
des Gegenteils die Unschuldsvermutung.
Simoni widerfuhr das Pech, nach dem Dopingskandal einen Giro der
Schande für sich entschieden zu haben, bei dem in den letzten Tagen
mehr von den betrüblichen Ereignissen als vom Gesamtsieger die Rede
war.
Der Stern Gilberto Simonis als Radprofi ist erst in den letzten
beiden Jahren richtig aufgegangen. Der vorerst erfolgreiche Amateur
wurde in seiner Laufbahn durch den Schicksalsschlag zurückgeworfen,
dass sein Vater und sein ältester Bruder im gleichen Jahr an Krebs
starben.
Auf seinem Weg zum grössten Triumph seiner Laufbahn durfte der
Trentiner auf ein starkes Team zählen, in dem sich alle Fahrer -
unter ihnen auch Oscar Camenzind - bedingungslos für ihren Captain
einsetzten.
1. Mario Cipollini (Ita/Saeco) 3 h 05:01. (40,536
km/h)
2. Danilo Hondo (All) gl.Z.
3. Marco Zanotti (Ita) gl.Z. 43. Gilberto Simoni
(Ita) gl.Z.
44. Oscar Camenzind (Sui) gl.Z.-- 136 Fahrer am
Start, 136 gewertet.
Giro-Gesamtwertung (Endstand nach der 21.Etappe) 1. Gilberto Simoni
(Ita/Lampre) 89 h 02:58. 2. Abraham Olano (Esp)
+ 7:31. 3. Unai Osa (Esp) 8:37. 4. Serhiy Honchar (Ukr) 9:25. 5.
Jose Azevedo (Por) 9:44. 6. Andrea Noè (Ita) 10:50. 7. Ivan Gotti
(Ita) 10:54. 8. Carlos Contreras (Col) 11:44. 9. Pietro Caucchioli
(Ita) 13:34. 10. Giuliano Figueras (Ita) 14:08. 11. Marco Velo (Ita)
14:34. 12. Peter Luttenberger (Aut) 15:36. 13. Hernan Buenahora
(Col) 16:22. 14. Paolo Savoldelli (Ita) 18:42. 15. Joaquim Castelblanco
(Col) 23:02. 16. Marzio Bruseghin (Ita) 25:13. 17. Mauro Zanetti
(Ita) 27:16. 18. Marco Magnani (Ita) 33:04. 19. Gianni Faresin (Ita)
33:14. 20. Juan Garate (Esp) 33:24. 21. Daniele de Paoli (Ita) 33:55.
22. Massimiliano Gentili (Ita) 36:21. 23. Matthias Kessler (All)
40:41. 24. Danilo Di Luca (Ita) 41:28. 25. Aleksandr Shefer (Kzk)
41:47. ... 27. Oscar Camenzind (Sui) 46:15.
52. Jan Ullrich (All) 1h31:22. 107. Mario Cipollini (Ita) 2h22:56.
136. Michele Coppolillo (Ita) 3h01:17. --
180 am Start des Prologs, 136 Fahrer im Ziel
der 21.Etappe
In der 20. und zweitletzten Etappe des Giro d'Italia
hat der Gesamterste Gilberto Simoni allen Gegnern den Meister gezeigt.
Im letzten schweren Teilstück griff der Italiener im zweiten Aufstieg
zum Mottarone an und erreichte das Ziel solo.
1. Gilberto Simoni (It) 5:03:38 (35,766 km/h), 12 Sekunden
Bonifikation.
2. Paolo Savoldelli (It) 2:25, 8 Sek. Bon.
3. Giuliano Figueras (It) 2:43, 4 Sek. Bon.
4. Daniele De Paoli (It), gleiche Zeit.
5. Matteo Tosatto (It) 3:03.
6. Marco Velo (It).
7. Sergej Gontschar (Ukr).
8. Wladimir Duma (Ukr).
9. Unai Osa (Sp).
10. Andrea Noé (It).
11. Peter Luttenberger (Ö). 12. Ivan Gotti (It). 13. Abraham Olano
(Sp). 14. Carlos Contreras (Kol). 15. José Azevedo (Por). 16. Alexander
Schäfer (Kas). 17. Pietro Caucchioli (It), alle gleiche Zeit. 18.
Marzio Bruseghin (It) 4:03. 19. Giuseppe Guerini (It) 4:11. 20. Matthias
Kessler (De), gleiche Zeit.
Ferner:
32. Jan Ullrich (De) 8:12. 36. Oscar Camenzind
(Sz), gleiche Zeit.
70. Laurent Dufaux (Sz) 20:48.
136 gestartet, 133 klassiert.
Nicht gestartet: Dario Frigo (It), Giuseppe Di Grande (It).
Aufgegeben: Frédéric Mainguenaud (Fr), Fabio Sacchi (It), Pascal Déramé
(Fr).
Der Gesamtzweite des Giro d'Italia wurde von
seiner Sportgruppe Fassa Bortolo entlassen und nach Hause geschickt.
Die Polizei hatte bei der Razzia in San Remo im Hotelzimmer des
Italieners verbotene Substanzen gefunden.
[TA/si] - Die Mitteilung der Polizei soll der
Teamchef Giancarlo Ferretti schon am Donnerstagabend erhalten haben.
Somit stellt sich die Frage, weshalb Frigo noch die 19. Etappe bestritt.
Der Fahrer soll teamintern zugegeben haben, über verbotene Medikamente
zu verfügen. Dieses Eingeständnis hatte den Bestimmungen innerhalb
der Sportgruppe die sofortige Entlassung zur Folge.
Dario Frigo galt nach seinen Siegen in Paris - Nizza sowie in der
Tour de Romandie als einer der Aufstieger dieser Saison. Der Mailänder
hatte im Giro insbesondere in den Bergen mit seinen starken Leistungen
überrascht. Nach der ersten Bergankunft auf Montevergine hatte Frigo
die Maglia rosa übernommen und während neun Tagen getragen. Während
dieser Periode musste er sich jeden Tag zur Dopingkontrolle begeben.
Entweder sind diese Tests noch nicht ausgewertet oder die Kontrollen
weisen Schlupflöcher auf.
Mit lediglich 15 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung hätte
Dario Frigo heute Samstag im zweitletzten Teilstück seine letzte
Chance wahrnehmen können, den Gesamtersten Gilberto Simoni noch
zu entthronen. Auf den 161 km von Busto Arsizio nach Arona müssen
die Fahrer zwei Mal den Mottarone erklimmen, dessen Scheitelpunkt
1369 Meter über Meer liegt. Doch nach dem Ausscheiden Frigos sind
die Abstände hinter Simoni zu gross, als dass der Teamcaptain auf
dem Weg zum Gesamtsieg noch gefährdet sein könnte.
In dieser Italien-Rundfahrt ist Frigo bereits der vierte Fahrer,
der von den Teamverantwortlichen wegen Vergehen gegen die Dopingbestimmungen
zurückgezogen wurde. Vor dem Mailänder hatte es Sergio Barbero (It),
Pascal Hervé (Fr) und Riccardo Forconi (It) getroffen.
Camenzind: «So kann man nicht mehr Rennen fahren.»
Für Oscar Camenzind dauerte die Razzia der italienischen
Dopingfahndungsbehörde in San Remo am Mittwoch von 20.30 Uhr bis
knapp vor Mitternacht. Der Schweizer zeigte sich fassungslos über
das Vorgehen.
[TA/si] - Camenzind wollte nach beendetem Nachtessen
den Speisesaal verlassen, um zu telefonieren. Er wurde jedoch von
Polizeibeamten aufgefordert, sich hinsetzen und und vom Handy keinen
Gebrauch zu machen. Dann wurde der Schwyzer einen Stock tiefer zu
vier Polizisten geführt, die seinen Ausweis behändigten und seine
Personalien aufnahmen.
Schliesslich wurde auch das Zimmer, das Camenzind mit Maximilian
Sciandri (Gb) teilt, untersucht. Der Schwyzer: «Die Polizisten nahmen
das Hinterste und Letzte hervor und auseinander. Ich hatte Tabletten
und Ampullen mit Vitaminen und Aminosäuren dabei.»
Nach der Durchsuchung wurde Camenzind wieder zur Récéption begleitet.
«Es dauerte ewig lang», erklärte er, ehe er seine Vitamintabletten
zurückerhielt, nicht aber die Ampullen. Diese waren deutsch angeschrieben
und von den Beamten in ihrem Verzeichnis im Computer nicht identifizierbar.
Zum Schluss musste Camenzinds fünf verschiedene Formulare unterschreiben.
Für Camenzind stand sofort fest, dass die Fahrer nicht zur 18.
Etappe starten werden. «Acht Stunden bummeln auf dem Rennvelo bringt
auch nichts. Aber so kann es nicht weitergehen. Wir Fahrer müssen
auf die Barrikaden steigen.»
Mittwoch, 6. Juni: 17.
Etappe, San Remo - San Remo (119 km).
Ullrich meldet sich zurück, Pantani gibt auf
Mit einem dritten Rang in der 17. Giro-Etappe
sorgte Jan Ullrich erstmals für positive Schlagzeilen, nachdem er
bisher unter den Erwartungen geblieben war. Etappensieger wurde
zum zweiten Mal Pietro Caucchioli. Gesamtleader bleibt Simoni.
In der 16. Etappe des Giro d'Italia übernahmen
wieder die Sprinter das Kommando. Ivan Quaranta errang in Parma
seinen zweiten Tagessieg. Der Italiener verwies seine Landsleute
Endrio Leoni und Mario Cipollini auf die Ehreplätze.
[TA/si] - Im Giro d'Italia ist eine Vorentscheidung
gefallen. Nur noch die im Gesamtklassement durch 15 Sekunden getrennten
Gilberto Simoni und Dario Frigo kommen für den Gesamtsieg in Frage.
Der Italiener Gilberto Simoni behauptete sich
in der 15. Etappe des Giro d'Italia, dem 55,5 km langen Zeitfahren,
als Gesamt-Leader. Die Schweizer fielen zurück.
[TA/si] - Im
Giro d'Italia hat Dario Frigo zwar das Zeitfahren über 55,5 km von
Sirmione nach Salò für sich entschieden. Weil der Gesamterste Gilberto
Simoni nach einer imponierenden Leistung aber nur 29 Sekunden einbüsste,
behielt der Teamcaptain von Oscar Camenzind die Maglia rosa. Der Vorsprung
Simonis ist allerdings auf 15 Sekunden geschwunden.
Beim Prolog in Pescara vor zwei Wochen war Frigo 24 Sekunden schneller
gewesen als Simoni. Damals hatte es sich jedoch um völlig flache
7,6 Kilometer mit einer einzigen, leicht zu steuernden Rechtskurve
gehandelt.
Diesmal waren die Voraussetzungen am Südwest-Ufer des Gardasees
völlig anders. Die Strecke war mit zahlreichen Richtungsänderungen
technisch schwierig und mit zwei Steigungen anspruchsvoll. Nach
10 km lag Simoni lediglich vier Sekunden hinter Frigo; nach 23 km
machte die Differenz neun Sekunden aus.
Nach 36 km belief sich der Vorsprung Frigos allerdings auf 37 Sekunden,
und alle Beobachter rechneten mit einem Leaderwechsel. Doch im Kurvengewirr
des Schlussteils vermochte Simoni, der in der Maglia rosa die beste
Prüfung gegen die Uhr seiner Karriere bestritt, noch acht Sekunden
aufzuholen. Anderthalb Sekunden pro Kilometer oder etwa 1:20 Minuten
ingesamt, so hatte Frigo am Vortag spekuliert, würde er Simoni abnehmen.
Zwar gewann Dario Frigo erstmals in seiner Laufbahn ein Zeitfahren,
nachdem er in dieser Saison je Zweiter des Prologs und der Prüfung
gegen die Uhr in der Tour de Romandie sowie des Giro-Prologs geworden
war. Doch der Sieg des früheren Leaders der Italien-Rundfahrt ist
zugleich auch eine Niederlage.
Das Duell der beiden Gesamtersten verlief auf einem derart hohen
Niveau, dass sogar Zeitfahren-Spezialisten wie Abraham Olano und
Sergej Gontschar um 1:16 resp. 1:32 Minuten geschlagen blieben.
In der Gesamtwertung sind die Abstände so gross geworden, dass kaum
ein anderer Fahrer mehr Ansprüche auf den Gesamtsieg erheben kann.
1. Dario Frigo (It)
1:11:35.
2. Gilberto Simoni (It) 0:29 zurück.
3. Abraham Olano (Sp) 1:16.
4. Sergej Gontschar (Ukr) 1:32.
5. José Azevedo (Por) 2:25.
6. Marco Velo (It) 2:45.
Ferner:
11. Unai Osa (Sp) 4:07. 75. Oscar Camenzind
(Sz) 8:20.
143. Laurent Dufaux 14:20.
Im schweren Schlussteil der 14. Etappe des Giro
d’Italia bestimmte der Gesamterste Gilberto Simoni die Gangart und
hielt so seine Gegner klar unter Kontrolle. Spurtsieger der Etappe
wurde der Kolumbier Carlos Contreras.
[TA/si] - «Tag
der Arbeit» hiess es für Oscar
Camenzind, der als Aufpasser für den Gesamtersten
aus seiner Mannschaft bei den Vorstössen der ersten Rennhälfte mitging
und der zusammen mit Massimo Codol und Juan Manuel Garate zu Beginn
der erstmals vom Giro befahrenen Steigung zum Colle Snata Barbara
das Tempo hoch hielt.
Der Schwyzer konterte auch einen Angriff Marco Pantanis, womit
zugleich auch angedeutet ist, wie flügellahm der Kletterer im Vergleich
zu früheren Jahren geworden ist. Mit seinem Versuchsballon übernahm
sich Pantani. Im Ziel wies er einen Rückstand von 3:17 Minuten ein.
Im oberen Teil der Steigung mit einem Steilstück von 23 Prozent
erwies sich die Befürchtung um einen isolierten Leader als unbegründet.
Nach einem Vorstoss des Gesamtvierten Unai Osa wuchs der Vorsprung
des Spaniers nur dank des genenerösen Einsatzes des Gesamtersten
nicht zu stark an.
Gleichzeitig kam es zu einer Selektion, der unter anderen Ivan
Gotti (It) und Abraham Olano (Sp) zum Opfer fielen. Danilo Di Luca
(It) war schon vorher weit zurück gefallen.
Nach einer halsbrecherischen Abfahrt kam es in Arco zum Spurt einer
sechs Fahrer umfassenden Gruppe. Aus der letzten Position erwischte
Carlos Contreras den richtigen Augenblick, um zum ersten Saisonsieg
zu gelangen.
Nicht mehr zur 14. Etappe gestartet war Giro-Vorjahressieger Stefano
Garzelli. Nachdem er am Freitag bei der Vier-Pässe-Fahrt in den
Dolomiten 14 Minuten Rückstand verzeichnet und sich über Hals- und
Atembeschwerden bekalgt hatte, trat Garzelli krankheitshalber nicht
mehr an.
1.
Carlos Contreras (Col/Selle Italia) 5 h 13:30. (31,770 km/h) 2.
Wladimir Belli (Ita) gl.Z. 3. Unai Osa (Esp) gl.Z. 4. Dario Frigo
(Ita) gl.Z. 5. Gilberto Simoni (Ita) gl.Z. 6. Hernan Buenahora
(Col) gl.Z. 7. Serhiy Honchar (Ukr) 04. 8. Paolo Savoldelli (Ita)
04. 9. Peter Luttenberger (Aut) 22. 10. Andrea Noè (Ita) 22. 11.
Jose Azevedo (Por) 22. 12. Ivan Gotti (Ita) 22. 13. Abraham Olano
(Esp) 22. 14. Giuliano Figueras (Ita) 22. 15. Joaquim Castelblanco
(Col) 53. 16. Marco Velo (Ita) 53. 17. Pietro Caucchioli (Ita) 1:17.
18. Mauro Zanetti (Ita) 1:58. 19. Giuseppe Di Grande (Ita) 2:24.
20. Marzio Bruseghin (Ita) 2:24. 21. Pascal Hervé (Fra) 2:24. .
22. Matthias Kessler (All) 3:17. ... 24. Marco Pantani (Ita) 3:17.
40. Danilo Di Luca (Ita) 7:19. 48. Oscar Camenzind (Sui) 11:12.
68. Jan Ullrich (All) 20:52. 142. Mario Cipollini (Ita) 21:25. 144.
Laurent Desbiens (Fra) 21:25. 145. Rik Verbrugghe (Bel) 21:47. --
148 Fahrer am Start, 147 gewertet. Nicht am Start: Stefano Garzelli
(Ita), Manuel Beltran (Esp), Davide Rebellin (Ita) Aufgabe: Jean-Cyril
Robin (Fra)
Gesamtklassement: 1. Gilberto Simoni (Ita/Lampre) 68 h 36:45. 2. Dario Frigo
(Ita) + 48. 3. Wladimir Belli (Ita) 1:19. 4. Unai Osa (Esp) 1:48.
5. Hernan Buenahora (Col) 2:19. 6. Carlos Contreras (Col) 2:24.
7. Ivan Gotti (Ita) 2:36. 8. Abraham Olano (Esp) 3:45. 9. Andrea
Noè (Ita) 4:15. 10. Serhiy Honchar (Ukr) 5:07. 11. Jose Azevedo
(Por) 5:18. 12. Giuliano Figueras (Ita) 7:00. 13. Pietro Caucchioli
(Ita) 7:18. 14. Joaquim Castelblanco (Col) 7:42. 15. Peter Luttenberger
(Aut) 7:43. 16. Paolo Savoldelli (Ita) 8:20. 17. Marco Velo (Ita)
9:03. 18. Marco Pantani (Ita) 11:21. 19. Pascal Hervé (Fra) 11:40.
20. Mauro Zanetti (Ita) 12:07. ... 23. Danilo Di Luca (Ita) 14:48.
31. Oscar Camenzind (Sui) 26:22. 69. Rik Verbrugghe (Bel)
1h05:36. 79. Jan Ullrich (All) 1h15:34. 112. Laurent Desbiens (Fra)
1h35:03. 116. Mario Cipollini (Ita) 1h39:13.
Belli
vom Giro ausgeschlossen
Der Italiener Wladimir Belli ist am Samstag abend vom Giro d'Italia
ausgeschlossen worden. Belli hatte in der 14. Etappe im Schlussaufstieg
nach Arco einem Zuschauer die Faust ins Gesicht geschlagen. Nach
dem Studium der TV-Aufzeichnung disqualifizierte die Jury den in
der Gesamtwertung auf dem dritten Rang liegenden Italiener.
Nach einer bewundernswerten Gegenwehr musste
Dario Frigo die Maglia rosa an Gilberto Simoni abtreten. Sieger
der 13. Giro-Etappe über 225 km von Montebelluna auf den Pordoi-Pass
wurde der Mexikaner Julio Perez.
[TA/sda] - Am Donnerstag war Gilberto Simoni dem Gesamtersten
Dario Frigo bis auf eine Sekunde nahe gerückt. Bei der Vier-Pässe-Fahrt
eröffnete der Teamcaptain von Oscar Camenzind die Offensive am Fedaia-Pass.
Im zweiten Aufstieg zum Pordoi attackierte der Radprofi aus dem Trentino
wiederholt, bis Frigo 8 km unterhalb der Passhöhe klein beigeben musste.
Am Schluss resultierte für Simoni ein Vorsprung von 45 Sekunden, der
zusammen mit der Zeitgutschrift für den 2. Etappenrang in der Gesamtwertung
eine Führung mit 48 Sekunden Reserve bewirkte.
Nachdem er die Italien-Rundfahrt in den letzten beiden Jahren als
Dritter beendet hatte, trägt Simoni erstmals die Maglia rosa des
Giro. Neben der Bewährung in der vom Schwierigkeitsgrad her nicht
zu unterschätzenden Etappe vom Samstag muss der Italiener insbesondere
am Sonntag im Zeitfahren - Prüfungen gegen die Uhr gelten als sein
schwacher Punkt - beweisen, ob er so stark gereift ist, wie behauptet
wird.
Nach einer Woche hat Dario Frigo das Leadertrikot nach einer Leistung
abgeben müssen, die ihm kaum zugetraut worden war. Der Mailänder
wehrte sich mit einem bemerkenswerten Einsatz. Das Tempo, das Frigo
im Schlussaufstieg zum Pordoi bei der Verfolgung Simonis anschlug,
war so hoch, dass weder sein stärker eingestufter Teamkollege Wladimir
Belli noch die anderen Fahrer der kleinen Gruppe zu folgen vermochten.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: nach diesem Motto überliess
Simoni Julio Perez den Etappensieg. Perez ist der erste Mexikaner,
der sich in einem Giro-Teilstück durchzusetzen vermochte.
«Mit der Übernahme der Maglia rosa durch Simoni haben wir unser
Ziel erreicht», lautete das Fazit von Oscar Camenzind, der zu Beginn
des Fedaia mit einer Tempoverschärfung eine erste Selektion herbeigeführt
hatte. Danach nahm es der Schwyzer ruhiger. Mit 15:10 Minuten Rückstand
in der Gesamtwertung dürften ihm die Gegner jetzt eher Freiraum
zugestehen, wenn er auf einen Etappensieg ausgehen will.
«Kein Atem und keine Beine» hielt Laurent Dufaux zu seinem Rückstand
von 13:55 Minuten im Ziel fest, genau gleich viel wie Camenzind.
Tagessieger wurde in
der 12. Etappe des Giro d'Italia der Italiener Matteo Tosatto. In
der Gesamtwertung liegt Dario Frigo nun genau noch eine winzige
Sekunde vor Gilberto Simonis, der am Donnerstag auf Platz 3 kam.
[TA/si] - Die letzte Flachetappe, bevor die Dolomitenpässe
erklettert werden, brachte zwei Erkenntnisse. Erstens ist es schlecht,
ausschliesslich den Plänen der Veranstalter zu vertrauen. Die kurze,
aber knifflige Steigung kurz vor dem Etappenziel war in der Karte
nicht ersichtlich.
Zweitens: Angriffe lassen sich im Strassenrennsport auch in den
Abfahrten einleiten. Auf der nach einem heftigen Gewitter nassen
Strasse ging Simoni enorme Risiken ein. Der Captain des Teams von
Oscar Camenzind holte 10 Sekunden Vorsprung auf die Gegner heraus;
der 3. Etappenrang trug ihm 4 Sekunden Zeitgutschrift ein. So reduzierte
sich Simonis Rückstand im Gesamtklassement von 15 auf 1 Sekunde.
Camenzind hingegen erreichte das Ziel in einer zweiten Gruppe mit
19 Sekunden Rückstand, was im Gesamtklassement den Verlust zweier
Positionen bedeutete. Der Schwyzer ist jetzt auf Platz 13 zu finden.
1. Matteo Tosatto (Ita) Fassa Bortolo 3.33.17 (39.102
km/h) 2. Zoran Klemencic (Slo) Tacconi Sport 3. Gilberto Simoni
(Ita) Lampre-Daikin 4. Massimo Strazzer (Ita) Mobilvetta Design
0.10 5. Marco Zanotti (Ita) Liquigas-Pata 6. Ivan Quaranta (Ita)
Alexia Alluminio 7. Giovanni Lombardi (Ita) Team Deutsche Telekom
8. Endrio Leoni (Ita) Alessio 9. Davide Rebellin (Ita) Liquigas-Pata
10. Giuseppe Di Grande (Ita) Tacconi Sport
45. Oscar Camenzind (Swi) Lampre-Daikin
Gesamtklassement:
1. Dario Frigo (Ita) Fassa Bortolo 55.58.34 2. Gilberto
Simoni (Ita) Lampre-Daikin 0.01 3. Jose' Azevedo (Por) O.N.C.E.-Eroski
0.03 4. Abraham Olano Manzano (Spa) O.N.C.E.-Eroski 0.14 5. Wladimir
Belli (Ita) Fassa Bortolo 0.19 6. Jan Hruska (Cze) O.N.C.E.-Eroski
0.39 7. Andrea Noe' (Ita) Mapei-Quick Step 0.44 8. Giuliano Figueras
(Ita) Ceramiche Panaria-Fiordo 0.45 9. Unai Osa Eizaguirre (Spa)
iBanesto.com 0.48 10. Danilo Di Luca (Ita) Cantina Tollo 0.57 11.
Stefano Garzelli (Ita) Mapei-Quick Step 0.59 12. Ivan Gotti (Ita)
Alessio 1.04 13.
Oscar Camenzind (Swi) Lampre-Daikin 1.08
14. Pietro Caucchioli (Ita) Alessio 15. Marco Pantani (Ita) Mercatone
Uno-Stream TV 1.11
Der Spanier Pablo Lastras gewann die 11. Etappe
des Giro d'Italia, die auf slowenischem Boden über 192 km von Bled
nach Gorizia führte. An der Spitze des Gesamtklassements gab es
keine Veränderungen.
[TA/si] - Lastras
entwischte 4 km vor dem Ziel einer zehnköpfigen Spitzengruppe, die
während rund 100 km vorne gelegen hatte.
Das Feld mit allen Gesamtersten und den beiden Schweizern Oscar
Camenzind und Laurent Dufaux traf mit 5:14 Minuten Rückstand im
Ziel ein.
Leader blieb der Italiener Dario Frigo, der weiterhin 3 Sekunden
vor dem Portugiesen José Azevedo an der Spitze liegt. Camenzind
ist mit 59 Sekunden Rückstand unverändert Elfter, Dufaux liegt 2:09
Minuten zurück auf Platz 29.
[TA] - 1. Pablo Lastras (Sp) 4:38:31 (41,361
km/h), 12 Sekunden Bonifikation.
2. Giovanni Lombardi (It) 0:10, 8 Sek. Bon.
3. Uros Murn (Sln), 4 Sek. Bon.
5. Alexis Rodriguez (Sp).
6. Giuseppe Di Grande (It).
7. Antonio Varriale (It).
8. Fortunato Baliani (It).
9. Joaquim Lopez (Sp), alle gleiche Zeit.
10. Alberto Elli (It) 0:14.
11. Andrea Peron (It) 5:14. 12. Matteo Tosatto (It). 13. Roberto Petito
(It). 14. Dario Frigo (It). 15. Davide Bramati (It). 16. Wladimir
Belli (It). 17. Tadej Valjavec (Sln). 18. Paolo Bossoni (It). 19.
José Azevedo (Por). 20. Pascal Hervé (Fr).
Ferner: 22. Abraham Olano (Sp). 25. Stefano Garzelli (It). 27. Gilberto
Simoni (It). 30. Laurent Dufaux (Sz). 37. Paolo Savoldelli (It). 40.
Jan Ullrich (De). 46. Marco Pantani (It). 72.
Oscar Camenzind (Sz), alle gl. Zt.
157 gestartet, 156 klassiert. Aufgegeben: Enrico Degano (It).
Gesamtklassement:
1. Frigo 52:25:07.
2. Azevedo 0:03.
3. Olano 0:14.
4. Simoni 0:15.
5. Belli 0:19.
6. Jan Hruska (Tsch) 0:30.
7. Andrea Noé (It) 0:44.
8. Giuliano Figueras (It) 0:45.
9. Unai Osa (Sp) 0:48.
10. Danilo Di Luca (It), gl. Zt. 11. Camenzind 0:59.
12. Garzelli. 13. Pietro Caucchioli (It), beide gl. Zt. 14. Ivan
Gotti (It) 1:04. 15. Pantani 1:11. 16. Hernan Buenahora (Kol) 1:15.
17. Marco Velo (It) 1:17. 18. Paolo Lanfranchi (It) 1:27. 19. Carlos
Contreras (Kol) 1:31. 20. Manuel Beltran (Sp) 1:37.
Ferner: 29. Dufaux 2:09. 34. Savoldelli 3:23. 66. Ullrich 23:37
Der Italiener Denis Zanette hat in der slowenischen
Hauptstadt Ljubliana die 10. Etappe des Giro d'Italia gewonnen.
Das Feld gönnte sich einen Rückstand von 10:06 Minuten. Dennoch
geriet Dario Frigos Leaderposition nicht in Gefahr.
Ganz am Schluss kam es im Feld noch zu einer Aufsplitterung.
Oscar Camenzind machte dabei den Fehler, dem hinteren Teil anzugehören,
der mit 22 zusätzlichen Sekunden Rückstand gestoppt wurde. Er büsste
mit diesem Lapsus in der Gesamtwertung vier Positionen ein und wird
nun an 11. Stelle geführt.
Der Italiener Mario Cipollini hat im Duell der
Sprintkönige gegen Danilo Hondo (De) die neunte Etappe des Giro
d'Italia gewonnen.
[TA/si] - Der 34-jährige Cipollini vom Team Saeco
setzte sich nach 144 km von Reggio Emilia nach Rovigo im Massensprint
des Hauptfeldes nach 3:27:41 Stunden überraschend klar durch. Dritter
wurde der Slowene Andrej Hauptmann. Oscar Camenzind und Laurent
Dufaux kamen zeitgleich auf die Ränge 41 und 55.
1. Dario Frigo (Ita/Fassa Bortolo) 42 h 14:55. 2.
Jose Azevedo (Por) + 03. 3. Abraham Olano (Esp) 14. 4. Gilberto
Simoni (Ita) 15. 5. Wladimir Belli (Ita) 19. 6. Jan Hruska (Tch)
30. 7. Oscar Camenzind
(Sui) 37. 8. Andrea Noè (Ita) 44. 9. Giuliano
Figueras (Ita) 45. 10. Unai Osa (Esp) 48. 11. Danilo Di Luca (Ita)
48. 12. Stefano Garzelli (Ita) 59. 13. Pietro Caucchioli (Ita) 59.
14. Ivan Gotti (Ita) 1:04. 15. Marco Pantani (Ita) 1:11.
Sonntag, 27. Mai: 8. Etappe,
Montechatini Terme - Reggio Emilia (185 km).
Frigo blieb knapp vorne
Beinahe wäre Dario Frigo auf den letzten Kilometern
der 8. Etappe als Giro-Gesamterster entthront worden. Ohne seine
Helfer an seiner Seite rettete der Italiener in Reggio Emilia gegenüber
José Azevedo (Por) drei Sekunden.
[TA/si] - Die Überquerung des Appennins schien am
Sonntag vorerst nach dem gewohnten Muster zu verlaufen. In zwei
Wellen bildete sich eine Fluchtgruppe von 17 für das Gesamtklassement
untergeordneten Fahrern. Hinter ihnen hielt die Mannschaft des Leaders
das Geschehen unter Kontrolle.
Diese Situation änderte blitzartig, als am letzten Tageshindernis
das Team von Gilberto Simoni ein horrendes Tempo anschlug. «Ich
habe keine Ahnung, weshalb unsere Fahrer plötzlich die Gangart bestimmten.
Ich weiss auch nicht, wer allenfalls eine Anweisung gegeben hat.
Plötzlich fuhren alle nach vorne,» wunderte sich im nachhinein Oscar
Camenzind.
1. Pietro Caucchioli (Ita/Alessio) 4 h 54:23. (37,705
km/h) 2. Davide Rebellin (Ita) + 33. 3. Fredy Gonzalez (Col) 33.
4. Giuliano Figueras (Ita) 33. 5. Unai Osa (Esp) 33. 6. Jose Luis
Arrieta (Esp) 33. 7. Jose Azevedo (Por) 35. 8. Hernan Buenahora
(Col) 35. 9. Julio Perez Cuapio (Mex) 38. 10. Danilo Di Luca (Ita)
51. 11. Dario Frigo (Ita) 51. 12. Vladimir Duma (Ukr) 51. 13. Gianni
Faresin (Ita) 53. 14. Serhiy Honchar (Ukr) 53. 15. Abraham Olano
(Esp) 53. 16. Aleksandr Shefer (Kzk) 53. 17. Pascal Hervé (Fra)
53. 18. Ivan Gotti (Ita) 53. 19. Juan Garate (Esp) 53. 20. Marco
Velo (Ita) 53. 21. Stefano Garzelli (Ita) 53. ... 23. Paolo Savoldelli
(Ita) 53. 26. Oscar
Camenzind (Sui) 53.
Gesamtwertung nach der 8.Etappe:
1. Dario Frigo (Ita/Fassa Bortolo) 38 h 47:14. 2.
Jose Azevedo (Por) + 03. 3. Abraham Olano (Esp) 14. 4. Gilberto
Simoni (Ita) 15. 5. Wladimir Belli (Ita) 19. 6. Jan Hruska (Tch)
30. 7. Oscar Camenzind
(Sui) 37. 8. Andrea
Noè (Ita) 44. 9. Giuliano Figueras (Ita) 45. 10. Unai Osa (Esp)
48. 11. Danilo Di Luca (Ita) 48. 12. Stefano Garzelli (Ita) 59.
13. Pietro Caucchioli (Ita) 59. 14. Ivan Gotti (Ita) 1:04. 15. Marco
Pantani (Ita) 1:11
Der Italiener Stefano Zanini gewann im Spurt
einer grösseren Spitzengruppe die 7. Etappe des Giro d'Italia, die
von Rieti nach Montevarchi führte. Leader bleibt sein Landsmann
Dario Frigo.
[TA/si] - In
der mit 239 km längsten Etappe des Giro d'Italia flackerte das Feuer
erst auf den letzten 25 km auf. Nach einem Angriff von Davide Rebellin
und Stefano Garzelli kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd, an deren
Ende Stefano Zanini (It) in Montevarchi den Spurt der 49 zählenden
Hauptmacht gewann.
Oscar Camenzind (Sz) rückte im Gesamtklassement auf den 7. Platz
vor. Der Schwyzer hatte in der Abfahrt vom einzigen Tageshindernis,
dem Monte Luco, leicht den Kontakt mit der Spitzengruppe eingebüsst.
4 km vor dem Ziel konnte der Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich
wieder aufatmen.
Nicht zuletzt dank der Nachführarbeit von Jan Ullrich (De) kam
es zum Zusammenschluss. Camenzind kam auf den 11. Etappenrang und
machte in der Gesamtwertung zwei Positionen gut, weil die zuvor
vor ihm klassierten Wladimir Duma (Ukr) und Giuseppe Di Grande (It)
zurück fielen.
Der durch ein Motorrad der Organisation ausgelöste
Sturz von sechs Fahrern hat in der 6. Etappe des Giro zu einem Bummelstreik
geführt, an dessen Ende Mario Cipollini (It) den Massenspurt gewann.
Leader Dario Frigo (It) und Oscar Camenzind auf seinem neunten Rang
im Gesamtklassement blieben ungefährdet.
Ivan Quaranta errang in Nettuno im Spurt des
Feldes den Sieg in der 5. Etappe des Giro d'Italia. Der 26-Jährige
verwies auf der Zielgeraden seinen Landsmann Mario Cipollini auf
Platz 2. Im Gesamtklassement ist Oscar Camenzind weiterhin auf Platz
9.
1. Ivan Quaranta ITA 5: 29'17"
2. Mario Cipollini ITA
3. Moreno Di Biase ITA
4. Jeroen Blijlevens NED
5. Zoran Klemencic SLO
6. Marco Zanetti ITA
7. Damien Nazon FRA
8. Endrio Leoni ITA 93. Oscar Camenzind.
Im Gesamtklassement gibt es keine Änderungen:
1. Frigo.
2. Abraham Olano (Sp) 0:12.
3. Simoni 0:13.
4. Vladimir Belli (It) 0:17.
5. Jose Azevedo (Por) 0:19.
6. Giuseppe di Grande (It) 0:25. 9. Camenzind 0:35.
14. Garzelli 0:57.
18. Pantani 1:09.
33. Dufaux 2:07.
Der Italiener Danilo Di Luca gewann die erste
Bergankunft des diesjährigen Giro d'Italia. In der Schlusssteigung
der vierten Etappe holte sich sein Landsmann Dario Frigo das Leadertrickot.
Oscar Camenzind ist unter die top Ten vorgestossen.
Auch beim zweiten Massenspurt des Giro d'Italia
haben die italienischen Sprinter kein Rezept gegen Danilo Hondo
gefunden. Leader Rik Verbrugghe stürzte zwar 50 km vor dem Ziel,
verteidigte die Maglia rosa aber problemlos.
1. Danilo Hondo (All/Telekom) 3 h 44:30. (39,8 km/h)
2. Endrio Leoni (Ita) 3. Andrej Hauptman (Slo) 4. Massimo Strazzer
(Ita) 5. Davide Rebellin (Ita) 6. Stefano Garzelli (Ita) 7. Mario
Manzoni (Ita) 8. Mariano Piccoli (Ita) 9. Gabriele Missaglia (Ita)
10. Giuseppe Di Grande (Ita) 11. Vladimir Duma (Ukr) 12. Fortunato
Baliani (Ita) 13. Andrea Noè (Ita) 14. Paolo Bossoni (Ita) 15. Jose
Luis Arrieta (Esp) 16. Abraham Olano (Esp) 17. Dario Frigo (Ita)
18. Fredy Gonzalez (Col) 19. Paolo Savoldelli (Ita) 20. Ruben Marin
(Col) 21. Danilo Di Luca (Ita)...31.
Osacr Camenzind (Sui)
Gesamtwertung nach der 3.Etappe:
1. Rik Verbrugghe (Bel/Lotto) 12 h 46:55. 2. Dario Frigo (Ita) +
09. 3. Jan Hruska (Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele
Colombo (Ita) 18. 6. Mariano Piccoli (Ita) 20. 7. Wladimir Belli
(Ita) 26. 8. Jose Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10.
Ellis Rastelli (Ita) 30. 11.
Oscar Camenzind (Sui) 31. 12. Gilberto Simoni
(Ita) 33. 13. Giuseppe Di Grande (Ita) 34. 14. Jose Luis Arrieta
(Esp) 39. 15. Danilo Hondo (All) 41
Im Spurt
des Feldes gewann der Deutsche Danilo Hondo aus dem Telekom-Team
die 2. Etappe des Giro d'Italia, die über 167 vorwiegend flache
Kilometer von Fossacesia nach Lucera führte.
1. Danilo Hondo (Cottbus/Telekom) 3 h 39:35. (44,538
km/h) 2. Rafael Mateos Perez (Esp) 3. Gabriele Missaglia (Ita) 4.
Wladimir Belli (Ita) 5. Massimo Strazzer (Ita) 6. Gabriele Colombo
(Ita) 7. Stefano Garzelli (Ita) 8. Massimiliano Gentili (Ita) 9.
Fredy Gonzalez (Col) 10. Ivan Gotti (Ita) 11. Dario Frigo (Ita)
12. Andrej Hauptman (Slo) 13. Joaquim Lopez Torrella (Esp) 14. Laurent
Dufaux (Sui) 15. Fortunato Baliani (Ita) 16. Mario Manzoni (Ita)
17. Andrea Noè (Ita) 18. Mario Cipollini (Ita) 19. Fabio Baldato
(Ita) 20. Roberto Sgambelluri (Ita) alle gleiche Zeit,
48. Oscar Camenzind (Sui)
50. Gilberto Simoni (Ita) Nicht am Start: Francesco Casagrande (Ita)
Gesamtwertung nach der 2.Etappe: 1. Rik Verbrugghe
(Bel/Lotto) 9 h 02:25. 2. Dario Frigo (Ita) + 09. 3. Jan Hruska
(Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele Colombo (Ita) 18.
6. Mariano Piccoli (Ita) 22. 7. Wladimir Belli (Ita) 26. 8. Jose
Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10. Ellis Rastelli
(Ita) 30. 11. Oscar
Camenzind (Sui) 31. 12. Gilberto Simoni (Ita)
33. 13. Giuseppe Di Grande (Ita) 34. 14. Jose Luis Arrieta (Esp)
39. 15. Marco Pantani (Ita) 49.
Sonntag, 20. Mai: 1. Etappe,
Giulianova - Francavilla al Mare (202 km)
Rik Verbrugghe weiter in Rosa
Mit dem Sieg des italienischen Aussenseiters
Ellis Rastelli ging die 1. Etappe des Giro d'Italia von Giulianova
nach Francavilla Al Mar zu Ende. Der belgische Prologsieger Rik
Verbrugghe behauptete mit dem 5. Etappenrang sein Leadertrikot.
[TA/si] - Mit
einer beinahe 3 km langen Zielgeraden war in Francavilla alles für
den ersten Massenspurt der Rundfahrt hergerichtet worden. Der Regen
verwandelte jedoch die ersten Kilometer der Abfahrt von Chieti in
eine Rutschbahn, die über 20 Fahrer zu Boden riss. Das italienische
Favoritentrio Francesco Casagrande, Stefano Garzelli und Paolo Savoldelli
büsste dabei 37 Sekunden ein.
Zu jener glücklichen Schar von Fahrern, die ohne Bodenkontakt und
erst noch mit den Besten ans Ziel kam, zählte Oscar Camenzind. Der
Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich wurde als 14. klassiert und
verbesserte sich in der Gesamtwertung nach seinem 44. Rang im Prolog
auf die 11. Position der Gesamtwertung.
Gesamtwertung nach der 1.Etappe
1. Rik Verbrugghe (Bel/Lotto) 5 h 22:50. 2. Dario Frigo (Ita) +
09. 3. Jan Hruska (Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele
Colombo (Ita) 18. 6. Mariano Piccoli (Ita) 18. 7. Wladimir Belli
(Ita) 26. 8. Jose Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10.
Ellis Rastelli (Ita) 30. 11. Oscar Camenzind
(Sui) 31.
Samstag, 19. Mai: Prolog (Einzelzeitfahren) in Pescara
(8 km).
Rik Verbrugghe holt sich das Maglia rosa
Mit dem in einer grossen Landesrundfahrt noch
nie verzeichneten Stundenmittel von 58,874 km ist Rik Verbrugghe
der erste Träger der Maglia rosa des 84. Giro d'Italia.
[TA/si] - Der Belgier legte die 7,6 km des Prologs
in Pescara in 7:44,72 Minuten zurück und liess Dario Frigo um 8,95
und René Andrle um 10,43 Sekunden zurück.
Mit seiner Rekordfahrt löschte Verbrugghe die Bestmarke aus, die
seit 1998 in Nizza von Alex Zülle gehalten wurde. Der Ostschweizer
hatte damals den Giro-Prolog über 7 km mit 53,053 km/h hinter sich
gebracht. Rekordhalter in der Tour de France ist Chris Boardman,
der sich 1994 in Lille auf einer ebenfalls völlig flachen Strecke
ein Stundenmittel von 55,152 km notieren liess.
Zu den Geschlagenen des ersten Tages zählten nicht nur die beiden
Schweizer Oscar Camenzind (44.) und Laurent Dufaux (79.), sondern
auch Vorjahressieger Stefano Garzelli (67.), der an einer Erkältung
leidende Jan Ullrich (85.) und auch Marco Pantani (128.).
1. Etappe: Valico di Capannelle (1299 m).
4. Etappe: Valico del Marmo (820 m), Montevergine (1263 m, Bergankunft).
7. Etappe: Monte Luco (834 m).
8. Etappe: Abetone (1388 m), Castello di Carpineti (805 m).
11. Etappe: Passo di Predil (1156 m).
13. Etappe: Passo di Rolle (1156 m), Passo Pordoi (2239 m), Passo
Fedaia (2057 m), Passo Pordoi (2239 m, Bergankunft).
14. Etappe: Monte Bondone (1537 m), Colle Santa Barbara (1165 m).
17. Etappe: Passo di Ghimbegna (898 m), Monte Ceppo (1505 m).
18. Etappe: Col di Nava (941 m), Colle di Casotto (1381 m), Colle
Fauniera (2511 m), Sant'Anna di Vinadio (2010 m, Bergankunft).
20. Etappe: Mottarone (1421 m, zweimal).