Giro 2001

 

84. Giro d'Italia - 19. Mai bis 10. Juni 2001

Giro-Bilder von Keropress

Sonntag, 10. Juni: 21. Etappe, Arona - Mailand (121 km).

Triumph-Fahrt für Gilberto Simoni

Als 59. Italiener in der Geschichte der 1909 erstmals ausgetragenen Rundfahrt hat Gilberto Simoni den Giro d'Italia gewonnen. Die Schlussetappe von Arona nach Mailand endete mit einem Spurtsieg von Mario Cipollini.

[TA/si] - «Super-Mario» feierte in dieser Rundfahrt damit seinen vierten Teilerfolg. Die gesamte Zahl seiner Etappensiege im Giro erhöhte der Sprinter auf 34. Cipollini gewann schon 1990, 1991 und 1997 die Schlussetappe des Giro.

Der Gesamtsieg von Gilberto Simoni stand überhaupt nie in Gefahr. Auf das Podium kamen die beiden Spanier Abraham Olano (Zweiter) und Unai Osa (Dritter). Die 7:31 Minuten Vorsprung Simonis auf Olano stellen eine seit 1973 nie mehr verzeichnete Differenz dar. Vor 28 Jahren hatte Eddy Merckx (Be) den Italiener Felice Gimondi um 7:42 Minuten hinter sich gelassen.

Es mutet paradox an, dass ein Kletterer wie Simoni in einem Giro der bescheidensten Höhendifferenz seit Jahren so klar siegte. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. Einerseits erwies sich die bescheidene Schar der Mitbewerber auf den Gesamtsieg als in den Bergen klar limitiert, oder sie schied wegen Unfall (Francesco Casagrande), Krankheit (Marco Pantani, Stefano Garzelli), Unbeherrschtheit (Faustschlag Wladimir Bellis gegen einen Zuschauer) oder wegen des Besitzes von Dopingmitteln (Dario Frigo) vorzeitig aus.

Anderseits wartete der Gesamtsieger im Zeitfahren von Salò mit einer überraschend starken Leistung auf. Simoni legte die 55,5 km sogar schneller zurück wie Spezialisten vom Format eines Olano oder eines Sergej Gontschar (Ukr). Prompt tauchten erste Vermutungen auf, der Trentiner habe mit unerlaubten Mitteln nachgeholfen. Doch, so schwer es auch derzeit im Profiradsport fällt, gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.

Simoni widerfuhr das Pech, nach dem Dopingskandal einen Giro der Schande für sich entschieden zu haben, bei dem in den letzten Tagen mehr von den betrüblichen Ereignissen als vom Gesamtsieger die Rede war.

Der Stern Gilberto Simonis als Radprofi ist erst in den letzten beiden Jahren richtig aufgegangen. Der vorerst erfolgreiche Amateur wurde in seiner Laufbahn durch den Schicksalsschlag zurückgeworfen, dass sein Vater und sein ältester Bruder im gleichen Jahr an Krebs starben.

Auf seinem Weg zum grössten Triumph seiner Laufbahn durfte der Trentiner auf ein starkes Team zählen, in dem sich alle Fahrer - unter ihnen auch Oscar Camenzind - bedingungslos für ihren Captain einsetzten.

1. Mario Cipollini (Ita/Saeco) 3 h 05:01. (40,536 km/h) 
2. Danilo Hondo (All) gl.Z. 
3. Marco Zanotti (Ita) gl.Z.
43. Gilberto Simoni (Ita) gl.Z. 
44. Oscar Camenzind (Sui) gl.Z
.-- 136 Fahrer am Start, 136 gewertet. 

Giro-Gesamtwertung (Endstand nach der 21.Etappe) 
1. Gilberto Simoni (Ita/Lampre) 89 h 02:58. 2. Abraham Olano (Esp) + 7:31. 3. Unai Osa (Esp) 8:37. 4. Serhiy Honchar (Ukr) 9:25. 5. Jose Azevedo (Por) 9:44. 6. Andrea Noè (Ita) 10:50. 7. Ivan Gotti (Ita) 10:54. 8. Carlos Contreras (Col) 11:44. 9. Pietro Caucchioli (Ita) 13:34. 10. Giuliano Figueras (Ita) 14:08. 11. Marco Velo (Ita) 14:34. 12. Peter Luttenberger (Aut) 15:36. 13. Hernan Buenahora (Col) 16:22. 14. Paolo Savoldelli (Ita) 18:42. 15. Joaquim Castelblanco (Col) 23:02. 16. Marzio Bruseghin (Ita) 25:13. 17. Mauro Zanetti (Ita) 27:16. 18. Marco Magnani (Ita) 33:04. 19. Gianni Faresin (Ita) 33:14. 20. Juan Garate (Esp) 33:24. 21. Daniele de Paoli (Ita) 33:55. 22. Massimiliano Gentili (Ita) 36:21. 23. Matthias Kessler (All) 40:41. 24. Danilo Di Luca (Ita) 41:28. 25. Aleksandr Shefer (Kzk) 41:47. ... 27. Oscar Camenzind (Sui) 46:15. 52. Jan Ullrich (All) 1h31:22. 107. Mario Cipollini (Ita) 2h22:56. 136. Michele Coppolillo (Ita) 3h01:17. --

 180 am Start des Prologs, 136 Fahrer im Ziel der 21.Etappe


 

Samstag, 9. Juni: 20. Etappe, Busto Arsizio - Arona (181 km).

Gilberto Simoni demoralisiert seine Gegner

In der 20. und zweitletzten Etappe des Giro d'Italia hat der Gesamterste Gilberto Simoni allen Gegnern den Meister gezeigt. Im letzten schweren Teilstück griff der Italiener im zweiten Aufstieg zum Mottarone an und erreichte das Ziel solo.

1. Gilberto Simoni (It) 5:03:38 (35,766 km/h), 12 Sekunden Bonifikation.
2. Paolo Savoldelli (It) 2:25, 8 Sek. Bon.
3. Giuliano Figueras (It) 2:43, 4 Sek. Bon.
4. Daniele De Paoli (It), gleiche Zeit.
5. Matteo Tosatto (It) 3:03.
6. Marco Velo (It).
7. Sergej Gontschar (Ukr).
8. Wladimir Duma (Ukr).
9. Unai Osa (Sp).
10. Andrea Noé (It).
11. Peter Luttenberger (Ö). 12. Ivan Gotti (It). 13. Abraham Olano (Sp). 14. Carlos Contreras (Kol). 15. José Azevedo (Por). 16. Alexander Schäfer (Kas). 17. Pietro Caucchioli (It), alle gleiche Zeit. 18. Marzio Bruseghin (It) 4:03. 19. Giuseppe Guerini (It) 4:11. 20. Matthias Kessler (De), gleiche Zeit.
Ferner:
32. Jan Ullrich (De) 8:12.
36. Oscar Camenzind (Sz), gleiche Zeit.
70. Laurent Dufaux (Sz) 20:48.
136 gestartet, 133 klassiert.
Nicht gestartet: Dario Frigo (It), Giuseppe Di Grande (It).
Aufgegeben: Frédéric Mainguenaud (Fr), Fabio Sacchi (It), Pascal Déramé (Fr).

Gesamtklassement:
1. Simoni 85:57:57.
2. Olano 7:31.
3. Osa 8:37.
4. Gontschar 9:25.
5. Azevedo 9:44.
6. Andrea Noé (It) 10:50.
7. Gotti 10:54.
8. Contreras 11:35.
9. Caucchioli 13:25.
10. Figueras 14:08.
11. Velo 14:34. 12. Luttenberger 15:36. 13. Hernan Buenahora (Kol) 16:13. 14. Savoldelli 18:42. 15. José Castelblanco (Kol) 22:53. 16. Bruseghin 25:04. 17. Mauro Zanetti (It) 27:16. 18. Marco Magnani (It) 33:04. 19. Gianni Faresin (It) 33:14. 20. Juan Garate (Sp) 33:24.
Ferner:
28. Camenzind 46:15.
40. Dufaux 1:14:11.
52. Ullrich 1:31:13.

 


Freitag, 8. Juni: 19. Etappe, Alba - Busto Arsizio (163 km).

Dario Frigo nach Hause geschickt

Der Gesamtzweite des Giro d'Italia wurde von seiner Sportgruppe Fassa Bortolo entlassen und nach Hause geschickt. Die Polizei hatte bei der Razzia in San Remo im Hotelzimmer des Italieners verbotene Substanzen gefunden.

[TA/si] - Die Mitteilung der Polizei soll der Teamchef Giancarlo Ferretti schon am Donnerstagabend erhalten haben. Somit stellt sich die Frage, weshalb Frigo noch die 19. Etappe bestritt. Der Fahrer soll teamintern zugegeben haben, über verbotene Medikamente zu verfügen. Dieses Eingeständnis hatte den Bestimmungen innerhalb der Sportgruppe die sofortige Entlassung zur Folge.

Dario Frigo galt nach seinen Siegen in Paris - Nizza sowie in der Tour de Romandie als einer der Aufstieger dieser Saison. Der Mailänder hatte im Giro insbesondere in den Bergen mit seinen starken Leistungen überrascht. Nach der ersten Bergankunft auf Montevergine hatte Frigo die Maglia rosa übernommen und während neun Tagen getragen. Während dieser Periode musste er sich jeden Tag zur Dopingkontrolle begeben. Entweder sind diese Tests noch nicht ausgewertet oder die Kontrollen weisen Schlupflöcher auf.

Mit lediglich 15 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung hätte Dario Frigo heute Samstag im zweitletzten Teilstück seine letzte Chance wahrnehmen können, den Gesamtersten Gilberto Simoni noch zu entthronen. Auf den 161 km von Busto Arsizio nach Arona müssen die Fahrer zwei Mal den Mottarone erklimmen, dessen Scheitelpunkt 1369 Meter über Meer liegt. Doch nach dem Ausscheiden Frigos sind die Abstände hinter Simoni zu gross, als dass der Teamcaptain auf dem Weg zum Gesamtsieg noch gefährdet sein könnte.

In dieser Italien-Rundfahrt ist Frigo bereits der vierte Fahrer, der von den Teamverantwortlichen wegen Vergehen gegen die Dopingbestimmungen zurückgezogen wurde. Vor dem Mailänder hatte es Sergio Barbero (It), Pascal Hervé (Fr) und Riccardo Forconi (It) getroffen.


 

Donnerstag, 7. Juni: 18. Etappe, Imperia - Sant'Anna di Vinadio (230 km).

Camenzind: «So kann man nicht mehr Rennen fahren.»

Für Oscar Camenzind dauerte die Razzia der italienischen Dopingfahndungsbehörde in San Remo am Mittwoch von 20.30 Uhr bis knapp vor Mitternacht. Der Schweizer zeigte sich fassungslos über das Vorgehen.

[TA/si] - Camenzind wollte nach beendetem Nachtessen den Speisesaal verlassen, um zu telefonieren. Er wurde jedoch von Polizeibeamten aufgefordert, sich hinsetzen und und vom Handy keinen Gebrauch zu machen. Dann wurde der Schwyzer einen Stock tiefer zu vier Polizisten geführt, die seinen Ausweis behändigten und seine Personalien aufnahmen.

Schliesslich wurde auch das Zimmer, das Camenzind mit Maximilian Sciandri (Gb) teilt, untersucht. Der Schwyzer: «Die Polizisten nahmen das Hinterste und Letzte hervor und auseinander. Ich hatte Tabletten und Ampullen mit Vitaminen und Aminosäuren dabei.»

Nach der Durchsuchung wurde Camenzind wieder zur Récéption begleitet. «Es dauerte ewig lang», erklärte er, ehe er seine Vitamintabletten zurückerhielt, nicht aber die Ampullen. Diese waren deutsch angeschrieben und von den Beamten in ihrem Verzeichnis im Computer nicht identifizierbar. Zum Schluss musste Camenzinds fünf verschiedene Formulare unterschreiben.

Für Camenzind stand sofort fest, dass die Fahrer nicht zur 18. Etappe starten werden. «Acht Stunden bummeln auf dem Rennvelo bringt auch nichts. Aber so kann es nicht weitergehen. Wir Fahrer müssen auf die Barrikaden steigen.»


Mittwoch, 6. Juni: 17. Etappe, San Remo - San Remo (119 km).

Ullrich meldet sich zurück, Pantani gibt auf

Mit einem dritten Rang in der 17. Giro-Etappe sorgte Jan Ullrich erstmals für positive Schlagzeilen, nachdem er bisher unter den Erwartungen geblieben war. Etappensieger wurde zum zweiten Mal Pietro Caucchioli. Gesamtleader bleibt Simoni.


Montag, 4. Juni: 16. Etappe, Erbusco - Parma (142 km).

Cipollini unterlag Quaranta

In der 16. Etappe des Giro d'Italia übernahmen wieder die Sprinter das Kommando. Ivan Quaranta errang in Parma seinen zweiten Tagessieg. Der Italiener verwies seine Landsleute Endrio Leoni und Mario Cipollini auf die Ehreplätze.

[TA/si] - Im Giro d'Italia ist eine Vorentscheidung gefallen. Nur noch die im Gesamtklassement durch 15 Sekunden getrennten Gilberto Simoni und Dario Frigo kommen für den Gesamtsieg in Frage.

 


16. Etappe, Erbusco - Parma (142 km):
1. Ivan Quaranta (It) 3:52:55 (36,579 km/h), 12 Sek. Bon.
2. Endrio Leoni (It), 8 Sek. Bon.
3. Mario Cipollini (It), 4 Sek. Bon.
4. Danilo Hondo (De).
5. Marco Zanotti (It).
6. Massimo Strazzer (It).
7. Stefano Zanini (It).
8. Andrej Hauptmann (Sln).
9. Mauro Gerosa (It).
10. Guido Trenti (USA).
Ferner:
91. Camenzind.
92. Dufaux.
100. Pantani, alle gleiche Zeit.

Gesamtklassement:
1. Simoni 73:41:44.
2. Frigo 0:15.
3. Olano 4:32.
4. Osa 5:22.
5. Gontschar 6:10.
6. Azevedo 7:14.
7. Noé 7:35.
8. Gotti 7:39.
9. Buenahora 7:41.
10. Contreras 8:20.
Ferner:
29. Camenzind 34:13.
46. Dufaux 50:54.
74. Ullrich 1:22:45.

Sonntag, 3. Juni: 15. Etappe, Einzelzeitfahren Sirmione - Salò (55 km).

Simoni bleibt Giro-Leader

Der Italiener Gilberto Simoni behauptete sich in der 15. Etappe des Giro d'Italia, dem 55,5 km langen Zeitfahren, als Gesamt-Leader. Die Schweizer fielen zurück.

[TA/si] - Im Giro d'Italia hat Dario Frigo zwar das Zeitfahren über 55,5 km von Sirmione nach Salò für sich entschieden. Weil der Gesamterste Gilberto Simoni nach einer imponierenden Leistung aber nur 29 Sekunden einbüsste, behielt der Teamcaptain von Oscar Camenzind die Maglia rosa. Der Vorsprung Simonis ist allerdings auf 15 Sekunden geschwunden.

Beim Prolog in Pescara vor zwei Wochen war Frigo 24 Sekunden schneller gewesen als Simoni. Damals hatte es sich jedoch um völlig flache 7,6 Kilometer mit einer einzigen, leicht zu steuernden Rechtskurve gehandelt.

Diesmal waren die Voraussetzungen am Südwest-Ufer des Gardasees völlig anders. Die Strecke war mit zahlreichen Richtungsänderungen technisch schwierig und mit zwei Steigungen anspruchsvoll. Nach 10 km lag Simoni lediglich vier Sekunden hinter Frigo; nach 23 km machte die Differenz neun Sekunden aus.

Nach 36 km belief sich der Vorsprung Frigos allerdings auf 37 Sekunden, und alle Beobachter rechneten mit einem Leaderwechsel. Doch im Kurvengewirr des Schlussteils vermochte Simoni, der in der Maglia rosa die beste Prüfung gegen die Uhr seiner Karriere bestritt, noch acht Sekunden aufzuholen. Anderthalb Sekunden pro Kilometer oder etwa 1:20 Minuten ingesamt, so hatte Frigo am Vortag spekuliert, würde er Simoni abnehmen.

Zwar gewann Dario Frigo erstmals in seiner Laufbahn ein Zeitfahren, nachdem er in dieser Saison je Zweiter des Prologs und der Prüfung gegen die Uhr in der Tour de Romandie sowie des Giro-Prologs geworden war. Doch der Sieg des früheren Leaders der Italien-Rundfahrt ist zugleich auch eine Niederlage.

Das Duell der beiden Gesamtersten verlief auf einem derart hohen Niveau, dass sogar Zeitfahren-Spezialisten wie Abraham Olano und Sergej Gontschar um 1:16 resp. 1:32 Minuten geschlagen blieben. In der Gesamtwertung sind die Abstände so gross geworden, dass kaum ein anderer Fahrer mehr Ansprüche auf den Gesamtsieg erheben kann.

1. Dario Frigo (It) 1:11:35.
2. Gilberto Simoni (It) 0:29 zurück.
3. Abraham Olano (Sp) 1:16.
4. Sergej Gontschar (Ukr) 1:32.
5. José Azevedo (Por) 2:25.
6. Marco Velo (It) 2:45.
Ferner:
11. Unai Osa (Sp) 4:07.
75. Oscar Camenzind (Sz) 8:20.
143. Laurent Dufaux 14:20.

Gesamtklassement:
1. Simoni.
2. Frigo 0:15.
3. Olano 4:32.
4. Osa 5:22.
5. Gontschar 6:10.
6. Azevedo 7:14.
Ferner:
29. Camenzind 34:13.
46. Dufaux 50:34.

 


Samstag, 2. Juni: 14. Etappe, Cavalese - Arco (163 km).

Simoni souveräner Giro-Leader

Im schweren Schlussteil der 14. Etappe des Giro d’Italia bestimmte der Gesamterste Gilberto Simoni die Gangart und hielt so seine Gegner klar unter Kontrolle. Spurtsieger der Etappe wurde der Kolumbier Carlos Contreras.

[TA/si] - «Tag der Arbeit» hiess es für Oscar Camenzind, der als Aufpasser für den Gesamtersten aus seiner Mannschaft bei den Vorstössen der ersten Rennhälfte mitging und der zusammen mit Massimo Codol und Juan Manuel Garate zu Beginn der erstmals vom Giro befahrenen Steigung zum Colle Snata Barbara das Tempo hoch hielt.

Der Schwyzer konterte auch einen Angriff Marco Pantanis, womit zugleich auch angedeutet ist, wie flügellahm der Kletterer im Vergleich zu früheren Jahren geworden ist. Mit seinem Versuchsballon übernahm sich Pantani. Im Ziel wies er einen Rückstand von 3:17 Minuten ein.

Im oberen Teil der Steigung mit einem Steilstück von 23 Prozent erwies sich die Befürchtung um einen isolierten Leader als unbegründet. Nach einem Vorstoss des Gesamtvierten Unai Osa wuchs der Vorsprung des Spaniers nur dank des genenerösen Einsatzes des Gesamtersten nicht zu stark an.

Gleichzeitig kam es zu einer Selektion, der unter anderen Ivan Gotti (It) und Abraham Olano (Sp) zum Opfer fielen. Danilo Di Luca (It) war schon vorher weit zurück gefallen.

Nach einer halsbrecherischen Abfahrt kam es in Arco zum Spurt einer sechs Fahrer umfassenden Gruppe. Aus der letzten Position erwischte Carlos Contreras den richtigen Augenblick, um zum ersten Saisonsieg zu gelangen.

Nicht mehr zur 14. Etappe gestartet war Giro-Vorjahressieger Stefano Garzelli. Nachdem er am Freitag bei der Vier-Pässe-Fahrt in den Dolomiten 14 Minuten Rückstand verzeichnet und sich über Hals- und Atembeschwerden bekalgt hatte, trat Garzelli krankheitshalber nicht mehr an.

1. Carlos Contreras (Col/Selle Italia) 5 h 13:30. (31,770 km/h) 2. Wladimir Belli (Ita) gl.Z. 3. Unai Osa (Esp) gl.Z. 4. Dario Frigo (Ita) gl.Z. 5. Gilberto Simoni (Ita) gl.Z. 6. Hernan Buenahora (Col) gl.Z. 7. Serhiy Honchar (Ukr) 04. 8. Paolo Savoldelli (Ita) 04. 9. Peter Luttenberger (Aut) 22. 10. Andrea Noè (Ita) 22. 11. Jose Azevedo (Por) 22. 12. Ivan Gotti (Ita) 22. 13. Abraham Olano (Esp) 22. 14. Giuliano Figueras (Ita) 22. 15. Joaquim Castelblanco (Col) 53. 16. Marco Velo (Ita) 53. 17. Pietro Caucchioli (Ita) 1:17. 18. Mauro Zanetti (Ita) 1:58. 19. Giuseppe Di Grande (Ita) 2:24. 20. Marzio Bruseghin (Ita) 2:24. 21. Pascal Hervé (Fra) 2:24. . 22. Matthias Kessler (All) 3:17. ... 24. Marco Pantani (Ita) 3:17. 40. Danilo Di Luca (Ita) 7:19. 48. Oscar Camenzind (Sui) 11:12. 68. Jan Ullrich (All) 20:52. 142. Mario Cipollini (Ita) 21:25. 144. Laurent Desbiens (Fra) 21:25. 145. Rik Verbrugghe (Bel) 21:47. -- 148 Fahrer am Start, 147 gewertet. Nicht am Start: Stefano Garzelli (Ita), Manuel Beltran (Esp), Davide Rebellin (Ita) Aufgabe: Jean-Cyril Robin (Fra)

Gesamtklassement:
1. Gilberto Simoni (Ita/Lampre) 68 h 36:45. 2. Dario Frigo (Ita) + 48. 3. Wladimir Belli (Ita) 1:19. 4. Unai Osa (Esp) 1:48. 5. Hernan Buenahora (Col) 2:19. 6. Carlos Contreras (Col) 2:24. 7. Ivan Gotti (Ita) 2:36. 8. Abraham Olano (Esp) 3:45. 9. Andrea Noè (Ita) 4:15. 10. Serhiy Honchar (Ukr) 5:07. 11. Jose Azevedo (Por) 5:18. 12. Giuliano Figueras (Ita) 7:00. 13. Pietro Caucchioli (Ita) 7:18. 14. Joaquim Castelblanco (Col) 7:42. 15. Peter Luttenberger (Aut) 7:43. 16. Paolo Savoldelli (Ita) 8:20. 17. Marco Velo (Ita) 9:03. 18. Marco Pantani (Ita) 11:21. 19. Pascal Hervé (Fra) 11:40. 20. Mauro Zanetti (Ita) 12:07. ... 23. Danilo Di Luca (Ita) 14:48. 31. Oscar Camenzind (Sui) 26:22. 69. Rik Verbrugghe (Bel) 1h05:36. 79. Jan Ullrich (All) 1h15:34. 112. Laurent Desbiens (Fra) 1h35:03. 116. Mario Cipollini (Ita) 1h39:13.

Belli vom Giro ausgeschlossen
Der Italiener Wladimir Belli ist am Samstag abend vom Giro d'Italia ausgeschlossen worden. Belli hatte in der 14. Etappe im Schlussaufstieg nach Arco einem Zuschauer die Faust ins Gesicht geschlagen. Nach dem Studium der TV-Aufzeichnung disqualifizierte die Jury den in der Gesamtwertung auf dem dritten Rang liegenden Italiener.

Freitag, 1. Juni: 13. Etappe, Montebelluna - Passo Pordoi (225 km).

Simoni der neue Held auf dem Pordoi

Nach einer bewundernswerten Gegenwehr musste Dario Frigo die Maglia rosa an Gilberto Simoni abtreten. Sieger der 13. Giro-Etappe über 225 km von Montebelluna auf den Pordoi-Pass wurde der Mexikaner Julio Perez.

[TA/sda] - Am Donnerstag war Gilberto Simoni dem Gesamtersten Dario Frigo bis auf eine Sekunde nahe gerückt. Bei der Vier-Pässe-Fahrt eröffnete der Teamcaptain von Oscar Camenzind die Offensive am Fedaia-Pass. Im zweiten Aufstieg zum Pordoi attackierte der Radprofi aus dem Trentino wiederholt, bis Frigo 8 km unterhalb der Passhöhe klein beigeben musste. Am Schluss resultierte für Simoni ein Vorsprung von 45 Sekunden, der zusammen mit der Zeitgutschrift für den 2. Etappenrang in der Gesamtwertung eine Führung mit 48 Sekunden Reserve bewirkte.

Nachdem er die Italien-Rundfahrt in den letzten beiden Jahren als Dritter beendet hatte, trägt Simoni erstmals die Maglia rosa des Giro. Neben der Bewährung in der vom Schwierigkeitsgrad her nicht zu unterschätzenden Etappe vom Samstag muss der Italiener insbesondere am Sonntag im Zeitfahren - Prüfungen gegen die Uhr gelten als sein schwacher Punkt - beweisen, ob er so stark gereift ist, wie behauptet wird.

Nach einer Woche hat Dario Frigo das Leadertrikot nach einer Leistung abgeben müssen, die ihm kaum zugetraut worden war. Der Mailänder wehrte sich mit einem bemerkenswerten Einsatz. Das Tempo, das Frigo im Schlussaufstieg zum Pordoi bei der Verfolgung Simonis anschlug, war so hoch, dass weder sein stärker eingestufter Teamkollege Wladimir Belli noch die anderen Fahrer der kleinen Gruppe zu folgen vermochten.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: nach diesem Motto überliess Simoni Julio Perez den Etappensieg. Perez ist der erste Mexikaner, der sich in einem Giro-Teilstück durchzusetzen vermochte.

«Mit der Übernahme der Maglia rosa durch Simoni haben wir unser Ziel erreicht», lautete das Fazit von Oscar Camenzind, der zu Beginn des Fedaia mit einer Tempoverschärfung eine erste Selektion herbeigeführt hatte. Danach nahm es der Schwyzer ruhiger. Mit 15:10 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung dürften ihm die Gegner jetzt eher Freiraum zugestehen, wenn er auf einen Etappensieg ausgehen will.

«Kein Atem und keine Beine» hielt Laurent Dufaux zu seinem Rückstand von 13:55 Minuten im Ziel fest, genau gleich viel wie Camenzind.

Klassement
84. Giro d'Italia. 13. Etappe, Montebelluna - Passo Pordoi (225 km):

1. Julio Perez (Mex) 7:24:48
2. Gilberto Simoni (It), gleiche Zeit
3. Dario Frigo (It) 0:45,
4. Hernan Buenahora (Kol) 0:48.
5. Carlos Contreras (Kol) 0:49.
6. Unai Osa (Sp) 0:57.
7. Wladimir Belli (It) 1:01.
8. Ivan Gotti (It) 1:03.
9. José Castelblanco (Kol) 2:16.
10. Abraham Olano (Sp) 3:02.

Ferner: 32. Marco Pantani (It) 6:46. 47. Stefano Garzelli (It) 13:52. 48. Laurent Dufaux (Sz). 51. Oscar Camenzind (Sz), beide gl. Zt. 108. Jan Ullrich (De) 30:31.

Gesamtklassement: 1. Simoni 63:23:15.
2. Frigo 0:48.
3. Belli 1:27.
4. Osa 1:52.
5. Gotti 2:14.
6. Buenahora 2:19.
7. Contreras 2:36.
8. Olano 3:23.
9. Noé 3:53.
10. Azevedo 4:56.
11. Gontschar 5:03.
12. Caucchioli 6:01.
13. Figueras 6:38.
14. Schäfer 6:47.
15. Castelblanco 6:49.
16. Luttenberger 7:21.
17. Di Luca 7:29.
18. Pantani 8:04.
19. Magnani 8:05.
20. Velo 8:10.

Ferner: 32. Garzelli 14:58. 33. Camenzind 15:10. 36. Dufaux 16:11. 80. Ullrich 54:42.


 

Donnerstag, 31. Mai: 12. Etappe, Gradisca - Montebelluna (139 km).

Noch eine Sekunde Vorsprung für Dario Frigo

Tagessieger wurde in der 12. Etappe des Giro d'Italia der Italiener Matteo Tosatto. In der Gesamtwertung liegt Dario Frigo nun genau noch eine winzige Sekunde vor Gilberto Simonis, der am Donnerstag auf Platz 3 kam.

[TA/si] - Die letzte Flachetappe, bevor die Dolomitenpässe erklettert werden, brachte zwei Erkenntnisse. Erstens ist es schlecht, ausschliesslich den Plänen der Veranstalter zu vertrauen. Die kurze, aber knifflige Steigung kurz vor dem Etappenziel war in der Karte nicht ersichtlich.

Zweitens: Angriffe lassen sich im Strassenrennsport auch in den Abfahrten einleiten. Auf der nach einem heftigen Gewitter nassen Strasse ging Simoni enorme Risiken ein. Der Captain des Teams von Oscar Camenzind holte 10 Sekunden Vorsprung auf die Gegner heraus; der 3. Etappenrang trug ihm 4 Sekunden Zeitgutschrift ein. So reduzierte sich Simonis Rückstand im Gesamtklassement von 15 auf 1 Sekunde. Camenzind hingegen erreichte das Ziel in einer zweiten Gruppe mit 19 Sekunden Rückstand, was im Gesamtklassement den Verlust zweier Positionen bedeutete. Der Schwyzer ist jetzt auf Platz 13 zu finden.

1. Matteo Tosatto (Ita) Fassa Bortolo 3.33.17 (39.102 km/h) 2. Zoran Klemencic (Slo) Tacconi Sport 3. Gilberto Simoni (Ita) Lampre-Daikin 4. Massimo Strazzer (Ita) Mobilvetta Design 0.10 5. Marco Zanotti (Ita) Liquigas-Pata 6. Ivan Quaranta (Ita) Alexia Alluminio 7. Giovanni Lombardi (Ita) Team Deutsche Telekom 8. Endrio Leoni (Ita) Alessio 9. Davide Rebellin (Ita) Liquigas-Pata 10. Giuseppe Di Grande (Ita) Tacconi Sport  45. Oscar Camenzind (Swi) Lampre-Daikin

Gesamtklassement:

1. Dario Frigo (Ita) Fassa Bortolo 55.58.34 2. Gilberto Simoni (Ita) Lampre-Daikin 0.01 3. Jose' Azevedo (Por) O.N.C.E.-Eroski 0.03 4. Abraham Olano Manzano (Spa) O.N.C.E.-Eroski 0.14 5. Wladimir Belli (Ita) Fassa Bortolo 0.19 6. Jan Hruska (Cze) O.N.C.E.-Eroski 0.39 7. Andrea Noe' (Ita) Mapei-Quick Step 0.44 8. Giuliano Figueras (Ita) Ceramiche Panaria-Fiordo 0.45 9. Unai Osa Eizaguirre (Spa) iBanesto.com 0.48 10. Danilo Di Luca (Ita) Cantina Tollo 0.57 11. Stefano Garzelli (Ita) Mapei-Quick Step 0.59 12. Ivan Gotti (Ita) Alessio 1.04 13. Oscar Camenzind (Swi) Lampre-Daikin 1.08 14. Pietro Caucchioli (Ita) Alessio 15. Marco Pantani (Ita) Mercatone Uno-Stream TV 1.11


Mittwoch, 30. Mai: 11. Etappe, Bled - Gorizia (187 km).

Spanier überlistete Fluchtgefährten am Giro

Der Spanier Pablo Lastras gewann die 11. Etappe des Giro d'Italia, die auf slowenischem Boden über 192 km von Bled nach Gorizia führte. An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderungen.

[TA/si] - Lastras entwischte 4 km vor dem Ziel einer zehnköpfigen Spitzengruppe, die während rund 100 km vorne gelegen hatte.

Das Feld mit allen Gesamtersten und den beiden Schweizern Oscar Camenzind und Laurent Dufaux traf mit 5:14 Minuten Rückstand im Ziel ein.

Leader blieb der Italiener Dario Frigo, der weiterhin 3 Sekunden vor dem Portugiesen José Azevedo an der Spitze liegt. Camenzind ist mit 59 Sekunden Rückstand unverändert Elfter, Dufaux liegt 2:09 Minuten zurück auf Platz 29.

[TA] - 1. Pablo Lastras (Sp) 4:38:31 (41,361 km/h), 12 Sekunden Bonifikation.
2. Giovanni Lombardi (It) 0:10, 8 Sek. Bon.
3. Uros Murn (Sln), 4 Sek. Bon.
5. Alexis Rodriguez (Sp).
6. Giuseppe Di Grande (It).
7. Antonio Varriale (It).
8. Fortunato Baliani (It).
9. Joaquim Lopez (Sp), alle gleiche Zeit.
10. Alberto Elli (It) 0:14.
11. Andrea Peron (It) 5:14. 12. Matteo Tosatto (It). 13. Roberto Petito (It). 14. Dario Frigo (It). 15. Davide Bramati (It). 16. Wladimir Belli (It). 17. Tadej Valjavec (Sln). 18. Paolo Bossoni (It). 19. José Azevedo (Por). 20. Pascal Hervé (Fr).
Ferner: 22. Abraham Olano (Sp). 25. Stefano Garzelli (It). 27. Gilberto Simoni (It). 30. Laurent Dufaux (Sz). 37. Paolo Savoldelli (It). 40. Jan Ullrich (De). 46. Marco Pantani (It). 72. Oscar Camenzind (Sz), alle gl. Zt.
157 gestartet, 156 klassiert. Aufgegeben: Enrico Degano (It).

Gesamtklassement:
1. Frigo 52:25:07.
2. Azevedo 0:03.
3. Olano 0:14.
4. Simoni 0:15.
5. Belli 0:19.
6. Jan Hruska (Tsch) 0:30.
7. Andrea Noé (It) 0:44.
8. Giuliano Figueras (It) 0:45.
9. Unai Osa (Sp) 0:48.
10. Danilo Di Luca (It), gl. Zt.
11. Camenzind 0:59. 12. Garzelli. 13. Pietro Caucchioli (It), beide gl. Zt. 14. Ivan Gotti (It) 1:04. 15. Pantani 1:11. 16. Hernan Buenahora (Kol) 1:15. 17. Marco Velo (It) 1:17. 18. Paolo Lanfranchi (It) 1:27. 19. Carlos Contreras (Kol) 1:31. 20. Manuel Beltran (Sp) 1:37.
Ferner: 29. Dufaux 2:09. 34. Savoldelli 3:23. 66. Ullrich 23:37


Dienstag, 29. Mai: 10. Etappe, Lido di Jesolo - Ljubliana (212 km).

«Nobody» gewinnt 10. Giro-Etappe

Der Italiener Denis Zanette hat in der slowenischen Hauptstadt Ljubliana die 10. Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Das Feld gönnte sich einen Rückstand von 10:06 Minuten. Dennoch geriet Dario Frigos Leaderposition nicht in Gefahr.

Ganz am Schluss kam es im Feld noch zu einer Aufsplitterung. Oscar Camenzind machte dabei den Fehler, dem hinteren Teil anzugehören, der mit 22 zusätzlichen Sekunden Rückstand gestoppt wurde. Er büsste mit diesem Lapsus in der Gesamtwertung vier Positionen ein und wird nun an 11. Stelle geführt.

1. Denis Zanette (Ita/Liquigas) 5 h 16:21. (40,208 km/h) 2. Mario Manzoni (Ita) + 03. 3. Isidro Nozal (Esp) 03. 4. Fabio Sacchi (Ita) 15. 5. Andrej Hauptman (Slo) 15. 6. Davide Casarotto (Ita) 15. 7. Eddy Serri (Ita) 15. 8. Michele Gobbi (Ita) 15. 9. David Navas (Esp) 15. 10. Renzo Mazzoleni (Ita) 5:17.
124. Oscar Camenzind (Sui) 10:28. 

Gesamtwertung nach der 10.Etappe: 

1. Dario Frigo (Ita/Fassa Bortolo) 47 h 41:22. 2. Jose Azevedo (Por) + 03. 3. Abraham Olano (Esp) 14. 4. Gilberto Simoni (Ita) 15. 5. Wladimir Belli (Ita) 19. 6. Jan Hruska (Tch) 30. 7. Andrea Noè (Ita) 44. 8. Giuliano Figueras (Ita) 45. 9. Unai Osa (Esp) 48. 10. Danilo Di Luca (Ita) 48. 11. Oscar Camenzind (Sui) 59. 12. Stefano Garzelli (Ita) 59. 13. Pietro Caucchioli (Ita) 59. 14. Ivan Gotti (Ita) 1:04. 15. Marco Pantani (Ita) 1:11


 

Montag, 28. Mai: 9. Etappe, Reggio Emilia - Rovigo (142 km).

Zweiter Etappensieg für Cipollini

Der Italiener Mario Cipollini hat im Duell der Sprintkönige gegen Danilo Hondo (De) die neunte Etappe des Giro d'Italia gewonnen.

[TA/si] - Der 34-jährige Cipollini vom Team Saeco setzte sich nach 144 km von Reggio Emilia nach Rovigo im Massensprint des Hauptfeldes nach 3:27:41 Stunden überraschend klar durch. Dritter wurde der Slowene Andrej Hauptmann. Oscar Camenzind und Laurent Dufaux kamen zeitgleich auf die Ränge 41 und 55.

1. Mario Cipollini (Ita/Saeco) 3 h 27:41. (41,023 km/h) 2. Danilo Hondo (All) gl.Z. 3. Andrej Hauptman (Slo) gl.Z. 4. Alberto Ongarato (Ita) gl.Z. 5. Guido Trenti (USA) gl.Z. 6. Zoren Klemencic (Slo) gl.Z. 7. Ivan Quaranta (Ita) gl.Z. 8. Dimitri Konyshev (Rus) gl.Z. 9. Massimo Strazzer (Ita) gl.Z. 10. Matteo Tosatto (Ita) gl.Z. 11. Abraham Olano (Esp) gl.Z. 12. Michele Gobbi (Ita) gl.Z. 13. Stefano Casagranda (Ita) gl.Z. 14. Davide Casarotto (Ita) gl.Z. 15. Alexis Rodriguez (Esp) gl.Z. 16. Stefano Zanini (Ita) gl.Z. 17. Maximilian Sciandri (GBR) gl.Z. 18. Stefano Garzelli (Ita) gl.Z. 19. Wladimir Belli (Ita) gl.Z. 20. Ief Verbrugghe (Bel) gl.Z. ... 23. Dario Frigo (Ita) gl.Z. 24. Pascal Hervé (Fra) gl.Z. 29. Marco Pantani (Ita) gl.Z. 32. Gilberto Simoni (Ita) gl.Z. 34. Ivan Gotti (Ita) gl.Z. 40. Paolo Savoldelli (Ita) gl.Z. 41. Oscar Camenzind (Sui) gl.Z.

Gesamtwertung nach der 8.Etappe: 

1. Dario Frigo (Ita/Fassa Bortolo) 42 h 14:55. 2. Jose Azevedo (Por) + 03. 3. Abraham Olano (Esp) 14. 4. Gilberto Simoni (Ita) 15. 5. Wladimir Belli (Ita) 19. 6. Jan Hruska (Tch) 30. 7. Oscar Camenzind (Sui) 37. 8. Andrea Noè (Ita) 44. 9. Giuliano Figueras (Ita) 45. 10. Unai Osa (Esp) 48. 11. Danilo Di Luca (Ita) 48. 12. Stefano Garzelli (Ita) 59. 13. Pietro Caucchioli (Ita) 59. 14. Ivan Gotti (Ita) 1:04. 15. Marco Pantani (Ita) 1:11.


 

Sonntag, 27. Mai: 8. Etappe, Montechatini Terme - Reggio Emilia (185 km).

Frigo blieb knapp vorne

Beinahe wäre Dario Frigo auf den letzten Kilometern der 8. Etappe als Giro-Gesamterster entthront worden. Ohne seine Helfer an seiner Seite rettete der Italiener in Reggio Emilia gegenüber José Azevedo (Por) drei Sekunden.

[TA/si] - Die Überquerung des Appennins schien am Sonntag vorerst nach dem gewohnten Muster zu verlaufen. In zwei Wellen bildete sich eine Fluchtgruppe von 17 für das Gesamtklassement untergeordneten Fahrern. Hinter ihnen hielt die Mannschaft des Leaders das Geschehen unter Kontrolle.

Diese Situation änderte blitzartig, als am letzten Tageshindernis das Team von Gilberto Simoni ein horrendes Tempo anschlug. «Ich habe keine Ahnung, weshalb unsere Fahrer plötzlich die Gangart bestimmten. Ich weiss auch nicht, wer allenfalls eine Anweisung gegeben hat. Plötzlich fuhren alle nach vorne,» wunderte sich im nachhinein Oscar Camenzind.

1. Pietro Caucchioli (Ita/Alessio) 4 h 54:23. (37,705 km/h) 2. Davide Rebellin (Ita) + 33. 3. Fredy Gonzalez (Col) 33. 4. Giuliano Figueras (Ita) 33. 5. Unai Osa (Esp) 33. 6. Jose Luis Arrieta (Esp) 33. 7. Jose Azevedo (Por) 35. 8. Hernan Buenahora (Col) 35. 9. Julio Perez Cuapio (Mex) 38. 10. Danilo Di Luca (Ita) 51. 11. Dario Frigo (Ita) 51. 12. Vladimir Duma (Ukr) 51. 13. Gianni Faresin (Ita) 53. 14. Serhiy Honchar (Ukr) 53. 15. Abraham Olano (Esp) 53. 16. Aleksandr Shefer (Kzk) 53. 17. Pascal Hervé (Fra) 53. 18. Ivan Gotti (Ita) 53. 19. Juan Garate (Esp) 53. 20. Marco Velo (Ita) 53. 21. Stefano Garzelli (Ita) 53. ... 23. Paolo Savoldelli (Ita) 53. 26. Oscar Camenzind (Sui) 53.

Gesamtwertung nach der 8.Etappe: 

1. Dario Frigo (Ita/Fassa Bortolo) 38 h 47:14. 2. Jose Azevedo (Por) + 03. 3. Abraham Olano (Esp) 14. 4. Gilberto Simoni (Ita) 15. 5. Wladimir Belli (Ita) 19. 6. Jan Hruska (Tch) 30. 7. Oscar Camenzind (Sui) 37. 8. Andrea Noè (Ita) 44. 9. Giuliano Figueras (Ita) 45. 10. Unai Osa (Esp) 48. 11. Danilo Di Luca (Ita) 48. 12. Stefano Garzelli (Ita) 59. 13. Pietro Caucchioli (Ita) 59. 14. Ivan Gotti (Ita) 1:04. 15. Marco Pantani (Ita) 1:11


 

Samstag, 26. Mai: 7. Etappe, Rieti - Montevarchi (239 km).

Zanini Sieger im Spurt - Oscar Camenzind Elfter

Der Italiener Stefano Zanini gewann im Spurt einer grösseren Spitzengruppe die 7. Etappe des Giro d'Italia, die von Rieti nach Montevarchi führte. Leader bleibt sein Landsmann Dario Frigo.

[TA/si] - In der mit 239 km längsten Etappe des Giro d'Italia flackerte das Feuer erst auf den letzten 25 km auf. Nach einem Angriff von Davide Rebellin und Stefano Garzelli kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd, an deren Ende Stefano Zanini (It) in Montevarchi den Spurt der 49 zählenden Hauptmacht gewann.

Oscar Camenzind (Sz) rückte im Gesamtklassement auf den 7. Platz vor. Der Schwyzer hatte in der Abfahrt vom einzigen Tageshindernis, dem Monte Luco, leicht den Kontakt mit der Spitzengruppe eingebüsst. 4 km vor dem Ziel konnte der Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich wieder aufatmen.

Nicht zuletzt dank der Nachführarbeit von Jan Ullrich (De) kam es zum Zusammenschluss. Camenzind kam auf den 11. Etappenrang und machte in der Gesamtwertung zwei Positionen gut, weil die zuvor vor ihm klassierten Wladimir Duma (Ukr) und Giuseppe Di Grande (It) zurück fielen.

1. Stefano Zanini (It) 6:48:02 (35,144 km/h), 12 Sekunden Bonifikation.
2. Gabriele Missaglia (It), 8 Sek. Bon.
3. Jan Ullrich (De), 4 Sek. Bon.
4. Matthias Kessler (De).
5. Wladimir Belli (It).
6. Mickaël Pichon (Fr).
7. José Arrieta (Sp).
8. Paolo Savoldelli (It).
9. Davide Rebellin (It).
10. Rinaldo Nocentini (It). 
11. Oscar Camenzind (Sz).
16. Laurent Dufaux (Sz).
18. Dario Frigo (It).
20. Marco Pantani (It).
23. Abraham Olano (Sp).
34. Stefano Garzelli (It).
170 gestartet, 168 klassiert.
Nicht gestartet: Gianni Gobbini (It).
Aufgegeben: Rafael Mateos Perez (Sp), Filippo Simeoni (It).

Gesamtklassement:
1. Frigo 33:52:00.
2. Olano 0:12.
3. Simoni 0:13.
4. Belli 0:17.
5. Azevedo 0:19.
6. Jan Hruska (Tsch) 0:28.
7. Camenzind 0:35.
14. Pantani 1:09.
28. Dufaux 2:07.


Freitag, 25. Mai: 6. Etappe, Nettuno - Rieti (150 km).

Endlich ein Sieg für Cipollini

Der durch ein Motorrad der Organisation ausgelöste Sturz von sechs Fahrern hat in der 6. Etappe des Giro zu einem Bummelstreik geführt, an dessen Ende Mario Cipollini (It) den Massenspurt gewann. Leader Dario Frigo (It) und Oscar Camenzind auf seinem neunten Rang im Gesamtklassement blieben ungefährdet.

1. Mario Cipollini (It) 4:13:23 (35,992 km/h), 12 Sekunden Bonifikation.
2. Danilo Hondo (De), 8 Sek. Bon.
3. Massimo Strazzer (It), 4 Sek. Bon.
4. Mauro Gerosa (It).
5. Jeroen Blijlevens (Ho).
6. Endrio Leoni (It).
7. Marco Zanotti (It).
8. Alexis Rodriguez (Sp).
9. Gabriele Missaglia (It).
10. Giuliano Figueras (It).
Ferner:
23. Gilberto Simoni (It).
25. Abraham Olano (Sp).
27. Marco Pantani (It).
33. Stefano Garzelli (It).
36. Dario Frigo (It).
48. Laurent Dufaux (Sz).
51. Oscar Camenzind (Sz).
77. Jan Ullrich (De), alle gleiche Zeit.
173 gestartet, 171 klassiert.
Nicht gestartet: Nathan O'Neill (Au), Leonardo Piepoli (It), Gustavo Otero (Sp).
Aufgegeben: Jesus Manzano (Sp), Carlos Garcia (Sp).

Gesamtklassement:
1. Frigo 27:03:58.
2. Olano 0:12.
3. Simoni 0:13.
4. Wladimir Belli (It) 0:17.
5. José Azevedo (Por) 0:19.
6. Giuseppe Di Grande (It) 0:25.
7. Jan Hruska (Tsch) 0:28.
8. Duma 0:33.
9. Camenzind 0:35.
10. Gabriele Colombo (It) 0:38.
Ferner:
33. Dufaux 2:07.
73. Ullrich 10:57.


Donnerstag, 24. Mai: 5. Etappe, Avellino - Nettuno (229 km).

Quaranta schlägt Cipollini im Spurt

Ivan Quaranta errang in Nettuno im Spurt des Feldes den Sieg in der 5. Etappe des Giro d'Italia. Der 26-Jährige verwies auf der Zielgeraden seinen Landsmann Mario Cipollini auf Platz 2. Im Gesamtklassement ist Oscar Camenzind weiterhin auf Platz 9.

1. Ivan Quaranta ITA 5: 29'17"
2. Mario Cipollini ITA
3. Moreno Di Biase ITA
4. Jeroen Blijlevens NED
5. Zoran Klemencic SLO
6. Marco Zanetti ITA
7. Damien Nazon FRA
8. Endrio Leoni ITA
93. Oscar Camenzind.

Im Gesamtklassement gibt es keine Änderungen:
1. Frigo.
2. Abraham Olano (Sp) 0:12.
3. Simoni 0:13.
4. Vladimir Belli (It) 0:17.
5. Jose Azevedo (Por) 0:19.
6. Giuseppe di Grande (It) 0:25.
9. Camenzind 0:35.
14. Garzelli 0:57.
18. Pantani 1:09.
33. Dufaux 2:07.

Die beiden Giro-Schweizer Camenzind und Dufaux

Bild: keropress


 

Mittwoch, 23. Mai: 4. Etappe, Potenza - Montevergine di Mercolignano (169 km).

Frigo neuer Giro-Leader

Der Italiener Danilo Di Luca gewann die erste Bergankunft des diesjährigen Giro d'Italia. In der Schlusssteigung der vierten Etappe holte sich sein Landsmann Dario Frigo das Leadertrickot. Oscar Camenzind ist unter die top Ten vorgestossen.

1. Danilo di Luca (It)
2. Gilberto Simoni (It).
3. Stefano Garzelli (It).
4. Giuliano Figueras (It).
5. Davide Rebellin (It), alle gleiche Zeit.
6. Sergej Gontschar (Ukr), 0:03 zurück.
7. Dario Frigo (It), gl. Zt.
23. Oscar Camenzind (Sz) 0:16.
25. Laurent Dufaux (Sz), gl. Zt. Pantani (It) 0:32. Savoldelli (It) 2:31. Verbrugghe (Be) 4:39.

Gesamtklassement:
1. Frigo.
2. Abraham Olano (Sp) 0:12.
3. Simoni 0:13.
4. Vladimir Belli (It) 0:17.
5. Jose Azevedo (Por) 0:19.
6. Giuseppe di Grande (It) 0:25.
9. Camenzind 0:35.
14. Garzelli 0:57.
18. Pantani 1:09.
33. Dufaux 2:07.


Dienstag, 22. Mai: 3. Etappe, Lucera - Potenza (149 km).

Verbrugghe trotz Sturz Giro-Leader

Auch beim zweiten Massenspurt des Giro d'Italia haben die italienischen Sprinter kein Rezept gegen Danilo Hondo gefunden. Leader Rik Verbrugghe stürzte zwar 50 km vor dem Ziel, verteidigte die Maglia rosa aber problemlos.

1. Danilo Hondo (All/Telekom) 3 h 44:30. (39,8 km/h) 2. Endrio Leoni (Ita) 3. Andrej Hauptman (Slo) 4. Massimo Strazzer (Ita) 5. Davide Rebellin (Ita) 6. Stefano Garzelli (Ita) 7. Mario Manzoni (Ita) 8. Mariano Piccoli (Ita) 9. Gabriele Missaglia (Ita) 10. Giuseppe Di Grande (Ita) 11. Vladimir Duma (Ukr) 12. Fortunato Baliani (Ita) 13. Andrea Noè (Ita) 14. Paolo Bossoni (Ita) 15. Jose Luis Arrieta (Esp) 16. Abraham Olano (Esp) 17. Dario Frigo (Ita) 18. Fredy Gonzalez (Col) 19. Paolo Savoldelli (Ita) 20. Ruben Marin (Col) 21. Danilo Di Luca (Ita)...31. Osacr Camenzind (Sui)

Gesamtwertung nach der 3.Etappe: 
1. Rik Verbrugghe (Bel/Lotto) 12 h 46:55. 2. Dario Frigo (Ita) + 09. 3. Jan Hruska (Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele Colombo (Ita) 18. 6. Mariano Piccoli (Ita) 20. 7. Wladimir Belli (Ita) 26. 8. Jose Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10. Ellis Rastelli (Ita) 30. 11. Oscar Camenzind (Sui) 31. 12. Gilberto Simoni (Ita) 33. 13. Giuseppe Di Grande (Ita) 34. 14. Jose Luis Arrieta (Esp) 39. 15. Danilo Hondo (All) 41


Montag, 21. Mai: 2. Etappe, Fossacesia - Lucera (167 km).

Danilo Hondo gewinnt den Spurt

Im Spurt des Feldes gewann der Deutsche Danilo Hondo aus dem Telekom-Team die 2. Etappe des Giro d'Italia, die über 167 vorwiegend flache Kilometer von Fossacesia nach Lucera führte.

1. Danilo Hondo (Cottbus/Telekom) 3 h 39:35. (44,538 km/h) 2. Rafael Mateos Perez (Esp) 3. Gabriele Missaglia (Ita) 4. Wladimir Belli (Ita) 5. Massimo Strazzer (Ita) 6. Gabriele Colombo (Ita) 7. Stefano Garzelli (Ita) 8. Massimiliano Gentili (Ita) 9. Fredy Gonzalez (Col) 10. Ivan Gotti (Ita) 11. Dario Frigo (Ita) 12. Andrej Hauptman (Slo) 13. Joaquim Lopez Torrella (Esp) 14. Laurent Dufaux (Sui) 15. Fortunato Baliani (Ita) 16. Mario Manzoni (Ita) 17. Andrea Noè (Ita) 18. Mario Cipollini (Ita) 19. Fabio Baldato (Ita) 20. Roberto Sgambelluri (Ita) alle gleiche Zeit, 48. Oscar Camenzind (Sui) 50. Gilberto Simoni (Ita) Nicht am Start: Francesco Casagrande (Ita)

Gesamtwertung nach der 2.Etappe: 1. Rik Verbrugghe (Bel/Lotto) 9 h 02:25. 2. Dario Frigo (Ita) + 09. 3. Jan Hruska (Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele Colombo (Ita) 18. 6. Mariano Piccoli (Ita) 22. 7. Wladimir Belli (Ita) 26. 8. Jose Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10. Ellis Rastelli (Ita) 30. 11. Oscar Camenzind (Sui) 31. 12. Gilberto Simoni (Ita) 33. 13. Giuseppe Di Grande (Ita) 34. 14. Jose Luis Arrieta (Esp) 39. 15. Marco Pantani (Ita) 49. 


Sonntag, 20. Mai: 1. Etappe, Giulianova - Francavilla al Mare (202 km)

Rik Verbrugghe weiter in Rosa

Mit dem Sieg des italienischen Aussenseiters Ellis Rastelli ging die 1. Etappe des Giro d'Italia von Giulianova nach Francavilla Al Mar zu Ende. Der belgische Prologsieger Rik Verbrugghe behauptete mit dem 5. Etappenrang sein Leadertrikot.

[TA/si] - Mit einer beinahe 3 km langen Zielgeraden war in Francavilla alles für den ersten Massenspurt der Rundfahrt hergerichtet worden. Der Regen verwandelte jedoch die ersten Kilometer der Abfahrt von Chieti in eine Rutschbahn, die über 20 Fahrer zu Boden riss. Das italienische Favoritentrio Francesco Casagrande, Stefano Garzelli und Paolo Savoldelli büsste dabei 37 Sekunden ein.

Zu jener glücklichen Schar von Fahrern, die ohne Bodenkontakt und erst noch mit den Besten ans Ziel kam, zählte Oscar Camenzind. Der Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich wurde als 14. klassiert und verbesserte sich in der Gesamtwertung nach seinem 44. Rang im Prolog auf die 11. Position der Gesamtwertung.

Tagesklassement
1. Etappe - Giulianova - Francavilla (202 km): 1. Ellis Rastelli (It) 5:15:06 (39,035 km/h), 12 Sekunden Bonifikation. 2. Wladimir Duma (Ukr), 8 Sek. Bon. 3. Gabriele Colombo (It), 4 Sek. Bon. 4. Olano. 5. Verbrugghe. 6. José Arrieta (Sp). 7. Piccoli. 8. Giuseppe Di Grande (It). 9. Pantani. 10. Hruska.
11. Ermanno Brignoli (It). 12. Frigo. 13. Gilberto Simoni (It). 14. Wladimir Belli (It). 15. Camenzind

Gesamtwertung nach der 1.Etappe
1. Rik Verbrugghe (Bel/Lotto) 5 h 22:50. 2. Dario Frigo (Ita) + 09. 3. Jan Hruska (Tch) 13. 4. Abraham Olano (Esp) 15. 5. Gabriele Colombo (Ita) 18. 6. Mariano Piccoli (Ita) 18. 7. Wladimir Belli (Ita) 26. 8. Jose Azevedo (Por) 28. 9. Vladimir Duma (Ukr) 29. 10. Ellis Rastelli (Ita) 30. 11. Oscar Camenzind (Sui) 31


Samstag, 19. Mai: Prolog (Einzelzeitfahren) in Pescara (8 km).

Rik Verbrugghe holt sich das Maglia rosa

Mit dem in einer grossen Landesrundfahrt noch nie verzeichneten Stundenmittel von 58,874 km ist Rik Verbrugghe der erste Träger der Maglia rosa des 84. Giro d'Italia.

[TA/si] - Der Belgier legte die 7,6 km des Prologs in Pescara in 7:44,72 Minuten zurück und liess Dario Frigo um 8,95 und René Andrle um 10,43 Sekunden zurück.

Mit seiner Rekordfahrt löschte Verbrugghe die Bestmarke aus, die seit 1998 in Nizza von Alex Zülle gehalten wurde. Der Ostschweizer hatte damals den Giro-Prolog über 7 km mit 53,053 km/h hinter sich gebracht. Rekordhalter in der Tour de France ist Chris Boardman, der sich 1994 in Lille auf einer ebenfalls völlig flachen Strecke ein Stundenmittel von 55,152 km notieren liess.

Zu den Geschlagenen des ersten Tages zählten nicht nur die beiden Schweizer Oscar Camenzind (44.) und Laurent Dufaux (79.), sondern auch Vorjahressieger Stefano Garzelli (67.), der an einer Erkältung leidende Jan Ullrich (85.) und auch Marco Pantani (128.).

Fotos: Keropress

Prolog - Einzelzeitfahren in Pescara (7,6 km):
1. Rik Verbrugghe (Be) 7:44,72 (58,874 km/h).
2. Dario Frigo (It) 0:09 Minuten zurück.
3. René Andrle (Tsch) 0:10.
4. Jan Hruska (Tsch) 0:13.
5. Andrea Peron (It), gleiche Zeit.
6. Andrea Noé (It) 0:14. 7. Ruslan Iwanow (Mold) 0:16.
8. Isidro Nozal (Sp) 0:18.
9. Marco Velo (It), gleiche Zeit.
10. Abraham Olano (Sp) 0:19.
21. Paolo Savoldelli (It), gl. Zt.
44. Oscar Camenzind (Sz) 0:31.
67. Stefano Garzelli (It) 0:36.
68. Francesco Casagrande (It) 0:37.
79. Laurent Dufaux (Sz) 0:38.
85. Jan Ullrich (De) 0:39.
128. Marco Pantani (It) 0:49.
180 gestartet und klassiert.


 

Etappen

Samstag, 19. Mai: Prolog (Einzelzeitfahren) in Pescara (8 km).
Sonntag, 20. Mai: 1. Etappe, Giulianova - Francavilla al Mare (202 km).
Montag, 21. Mai: 2. Etappe, Fossacesia - Lucera (167 km).
Dienstag, 22. Mai: 3. Etappe, Lucera - Potenza (149 km).
Mittwoch, 23. Mai: 4. Etappe, Potenza - Montevergine di Mercolignano (169 km).
Donnerstag, 24. Mai: 5. Etappe, Avellino - Nettuno (229 km).
Freitag, 25. Mai: 6. Etappe, Nettuno - Rieti (150 km).
Samstag, 26. Mai: 7. Etappe, Rieti - Montevarchi (239 km).
Sonntag, 27. Mai: 8. Etappe, Montechatini Terme - Reggio Emilia (185 km).

Montag, 28. Mai: 9. Etappe, Reggio Emilia - Rovigo (142 km).
Dienstag, 29. Mai: 10. Etappe, Lido di Jesolo - Ljubliana (212 km).
Mittwoch, 30. Mai: 11. Etappe, Bled - Gorizia (187 km).
Donnerstag, 31. Mai: 12. Etappe, Gradisca - Montebelluna (139 km).
Freitag, 1. Juni: 13. Etappe, Montebelluna - Passo Pordoi (225 km).
Samstag, 2. Juni: 14. Etappe, Cavalese - Arco (163 km).

Sonntag, 3. Juni: 15. Etappe, Einzelzeitfahren Sirmione - Salò (55 km).
Montag, 4. Juni: 16. Etappe, Erbusco - Parma (142 km).
Dienstag, 5. Juni: Ruhetag.
Mittwoch, 6. Juni: 17. Etappe, San Remo - San Remo (119 km).
Donnerstag, 7. Juni: 18. Etappe, Imperia - Sant'Anna di Vinadio (230 km).
Freitag, 8. Juni: 19. Etappe, Alba - Busto Arsizio (163 km).
Samstag, 9. Juni: 20. Etappe, Busto Arsizio - Arona (181 km).
Sonntag, 10. Juni: 21. Etappe, Arona - Mailand (121 km).

Totaldistanz: 3577 km.

Die wichtigsten Steigungen

1. Etappe: Valico di Capannelle (1299 m).
4. Etappe: Valico del Marmo (820 m), Montevergine (1263 m, Bergankunft).
7. Etappe: Monte Luco (834 m).
8. Etappe: Abetone (1388 m), Castello di Carpineti (805 m).
11. Etappe: Passo di Predil (1156 m).
13. Etappe: Passo di Rolle (1156 m), Passo Pordoi (2239 m), Passo Fedaia (2057 m), Passo Pordoi (2239 m, Bergankunft).
14. Etappe: Monte Bondone (1537 m), Colle Santa Barbara (1165 m).
17. Etappe: Passo di Ghimbegna (898 m), Monte Ceppo (1505 m).
18. Etappe: Col di Nava (941 m), Colle di Casotto (1381 m), Colle Fauniera (2511 m), Sant'Anna di Vinadio (2010 m, Bergankunft).
20. Etappe: Mottarone (1421 m, zweimal).


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