18.08.2002
- Meisterschaft von Zürich
In
der Meisterschaft von Zürich feierte Dario Frigo seinen ersten
Erfolg in einem klassischen Eintagesrennen. Einen Monat vor seinem
29. Geburtstag landete der Italiener im oberen Teil des letzten
Aufstieges zum Pfannenstiel den entscheidenden Angriff.
[Si] - Frigo behauptete eine Führung von einer knappen Minute
bis ins Ziel. Seinen zuvor bedeutendsten Sieg in dieser Saison hatte
Frigo in der Tour de France mit dem Gewinn der 17. Etappe errungen.
Das
achte Weltcuprennen stand im Zeichen der italienischen Radprofis,
die bei allen Fluchtversuchen gut vertreten waren und die auch Einfluss
auf die Vorentscheidung nahmen. Mit seinem 2. Platz gelang es Paolo
Bettini, Johan Museeuw die Führung im Weltcup abzujagen. Der
Belgier gab schon früh auf und musste akzeptieren, dass Bettini
nun bei noch zwei ausstehenden Rennen zwei Punkte mehr aufweist.

Bild:
Keropress
Im
schweren Rennen über 236,6 km vermochten von den Schweizer
Berufsfahrern nur Oscar Camenzind und Laurent Dufaux mit den stärksten
Gegnern mitzuhalten. Camenzind versuchte mit der Brechstange, zum
Erfolg zu kommen, verpuffte dabei aber auch viel Kraft. Dufaux konzentrierte
sich auf dem letzten Kilometer auf den Schlusspsurt der Verfolger
und schien bis wenige Meter vor dem Ziel den 2. oder 3. Platz in
Griffnähe zu haben. Schliesslich resultierte für den Romand
der 10. Platz, Camenzind wurde Achter. Auf den letzten zwei Runden
hatte der Schweizer Meister Alexandre Moos viel Führungsarbeit
für Camenzind und sein Phonak-Team geleistet, damit eine Ausreissergruppe
mit den Italienern Michele Bartoli und Paolo Valoti sowie den Spaniern
David Canada und Juan Flecha wieder gestellt werden konnte.
Obwohl
die Sportgruppe Fassa Bartolo auf den letzten Kilometern in der
Verfolgergruppe mit drei Fahrern vertreten war, fand sie gegen Dario
Frigo kein Rezept. Der gleichen Mannschaft hatte der in Saronno
bei Varese wohnende Frigo auch letzte Saison angehört. Nachdem
bei der Polizei-Razzia in San Remo im letztjährigen Giro d'Italia
im Gepäck des Italieners Dopingmittel gefunden worden waren,
wurde der Radprofi von seiner Teamleitung drei Tage vor Abschluss
der Rundfahrt nach Hause geschickt und entlassen. Frigo verbüsste
eine Sperre von sechs Monaten und kehrte erst zu Beginn dieses Jahres
in den Rennbetrieb zurück.
1
Dario Frigo (Ita) Tacconi Sport 5.56.53 (39.778 km/h)
2 Paolo Bettini (Ita) Mapei-Quick Step 1.07
3 Lance Armstrong (USA) US Postal Service
4 Massimiliano Gentili (Ita) Acqua e Sapone
5 Carlos Sastre (Spa) CSC-Tiscali
6 Michele Bartoli (Ita) Fassa Bortolo
7 Davide Rebellin (Ita) Gerolsteiner
8 Oscar Camenzind (Swi) Phonak
9 Ivan Basso (Ita) Fassa Bortolo
10 Laurent Dufaux (Swi) Alessio
11 Serguei Ivanov (Rus) Fassa Bortolo
12 Danilo Di Luca (Ita) Saeco-Longoni Sport
13 Paolo Valoti (Ita) Index-Alexia 1.25
14 Beat Zberg (Swi) Rabobank 1.34
15 Gianluca Bortolami (Ita) Tacconi Sport
16 Fabio Sacchi (Ita) Saeco-Longoni Sport
17 Richard Virenque (Fra) Domo-Farm Frites
18 Marco Serpellini (Ita) Lampre-Daikin
19 Marcus Zberg (Swi) Rabobank
20 Dave Bruylandts (Bel) Domo-Farm Frites

Bild:
Keropress
„Zürimetzgete
wird zur „Phonak-Metzgete“
Keine
Angst. Der weltweit dominante Hörgerätehersteller Phonak
wird am Sonntag nicht „gemetzget“. Dennoch avanciert
die traditionelle „Zürimetzgete“ aus verschiedenen
Gründen zur „Phonak-Metzgete“. Noch nie haben in
einer Weltcup-Konkurrenz so viele Profis und Hobbycracks ein Phonak-Trikot
getragen. Das Heer von Phonäklern hat deshalb hervorragende
Aussichten, auf das Podest zu steigen. Die Mitmachenden absolvieren
gewissermassen ein Heimspiel und dürften zu einer speziellen
Leistung fähig sein. Am Montag wird Verwaltungsrats-Präsident
Andy Rihs von seinen Geschäftsfreunden, Kunden und Mitarbeitern
nur noch mit Mister Phonak begrüsst werden. Doch darauf wartet
er eigentlich schon lange. Phonak, we race for better hearing. Teamchef
Urs Freuler dagegen wird zur besseren Unterscheidung von Andy Rihs
als Rad-Phonak-Manager mit Schnauz betitelt. Eine Version, die ihm
ebenfalls nicht mehr unbekannt ist.
Die
Oesi-Fans werden eine Begeisterungswelle auslösen.
Auf
der Forch und auf am Pfannenstiel, den beiden Friedensrichtern der
Meisterschaft von Zürich, werden vor allem die Oesi-Fans eine
wahre Begeisterungswelle auslösen und versuchen, ihren Phonak-Star
buchstäblich ins Ziel am Zürcher Utoquai zu schreien.
Sie werden den sonntäglichen Frieden im wahrsten Sinne des
Wortes stören und einen internen Wettbewerb über die eigene
Lautstärke austragen.
Alle
Phonak-Helden stehen im Mittelpunkt
Oscar
Camenzind weiss zur Genüge, was es heisst, von seinen unzähligen
Anhängern und von der breiten Bevölkerung optimal unterstützt
zu werden. „Das bringt die Kampfstimmung gewissermassen zum
Siedepunkt. Das versetzt mich erst recht in die Lage, alles zu unternehmen,
um den grossen Coup für meinen grosszügigen Sponsor zu
landen. Ich versuche jetzt das nachzuholen, wozu ich gesundheitlich
bedingt, lange Zeit nicht in der Lage war“, verspricht Oesi.
Die
Phonak-Mannschaft besteht aber nicht nur aus Oscar Camenzind. Auch
Reto Bergmann, Roger Beuchat, Matthias Buxhofer, Martin Elmiger,
Alexandre Moos, Benoit Salmon und Dani Schnider werden ihre Haut
so teuer wie nur möglich verkaufen. Vor allem dem grossen Kämpferherz
Moos scheint der Parcours des einzigen Schweizer Weltcuprennens
zu liegen. Hier möchte er deshalb seine Exploits fortsetzen,
mit denen er an der Tour de Romandie, vor allem an der Tour de Suisse,
aber auch an den Schweizer Meisterschaften in Elgg, verblüfft
hat.
Rihs
ist für den Ansturm neuer Kunden gerüstet
Andy
Rihs hat längst alle Vorkehren getroffen, um für den Ansturm
neuer Kunden gewappnet zu sein. Kunden, die von den grossen Vorzügen
der führenden Hörgeräte von Phonak profitieren und
sich sofort eine bessere Lebensqualität sichern wollen. Aero
als Senkrechtstarter und Supero als Höhenflieger sind dabei
in aller Munde.
Im
Hause Phonak wird sodann für die bevorstehende Firmentour auf
Biegen und Brechen auf dem Rennvelo trainiert. Der zehnfache Weltmeister
Urs Freuler darf im hobbymässigen Umfeld verständlicherweise
nur ausser Konkurrenz gewertet werden. Andy Rihs notiert Zeiten,
die rekordverdächtig sind. Markus Tomasi wird als grosser Geheimtip
bezeichnet. Heinz Niklaus will am Sonntag so viele Rennfahrer-Sets
mit Phonak-Rennleibchen, Rennhose und Rennmütze samt Phonak-Rucksäcklein
verkaufen, dass er quasi über Nacht automatisch in Topform
kommt.
PM,
Phonak

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