24.12.99 - Saisonvorbereitung in Spanien
Das TEAM LAMPRE-DAIKIN bereitet die Saison 2000 ab 7. Januar
an der Costa Almeria vor. Nur wenige Tage blieben Oscar zwischen den
Trainingslagern in Bardolino (Dezember) und demjeningen an der Costa Almeria
(Spanien) zu Hause in Steinen. Kurz nach Neujahr bereitet er mit seiner
Mannschaft eine Saison vor, die neu ausgerichtet sein wird .
Primäres Saisonziel
Das hauptsächliche Ziel der Saison 2000 visiert Oscar als
Leader in den Klassikern, also den Rennen welche zum Weltcup zählen, an. Da
bereits am 18. März das erste Weltcuprennen Milano - San Remo stattfindet,
bestreitet Oscar ein sehr umfangreiches Rennprogramm im
Frühling.
Start an der Mittelmeerrundfahrt
Mit der vom 9. bis 13. Februar stattfindenden "Tour Méditerranéen"
beginnt für Oscar dann die Rennsaison in Frankreich.
Quelle: RO

22.11.99 - Erstes Trainingslager
Vom 9. bis 17. Dezember findet sich das neue LAMPRE-DAIKIN-Team erstmals
zur Saisonvorbereitung zusammen. Das Trainingslager wird in der Region Gardasee
durchgeführt.
Quelle: RO

17.11.99 - Ösi im WK
Vom 18. bis 29. November kommt Oscar seinen vaterländischen Pflichten nach
und absolviert seinen militärischen Wiederholungskurs. Unweit seiner Heimat, nämlich
in Altdorf wird Oscar nachmittags auch genügend Zeit zum Trainieren eingeräumt. Sein Vorgesetzter Adj Uof Fritz Stauffer ist bekennender Oesi-Fan und sorgt persönlich für ausreichende Trainingsmöglichkeiten.
Quelle: RO

12.11.99 - Oscar am Zürcher Sechstagerennen
Während dem diesjährigen Zürcher Sechstagerennen (29. November bis 4.
Dezember) erhalten wiederum einige Strassenprofis die Gelegenheit sich in
Dernyrennen zu messen.
Dabei ist die Crème de la Crème der Schweizer Profis
mit u.a. Alex Zülle, Niki Aebersold,
Markus und Beat Zberg am Start. Die
Einlageprüfungen für die Strassenfahrer finden am
Dienstag, 30. November,
Mittwoch, 1. Dezember, Donnerstag, 2. Dezember und Freitag,
3. Dezember statt.
Oesi-Fans und Gersauer - auf nach Zürich zum Sechstagerennen!!
Quelle: RO

10.11.99 - Einjahresvertrag mit LAMPRE-DAIKIN
Am 10. November unterzeichnete Oscar Camenzind in Usmate (MI) am Sitz der
Firma
LAMPRE einen Einjahresvertrag für das Jahr 2000. Beide Parteien fanden
eine beidseitig
befriedigende Lösung für eine weitere Zusammenarbeit auch im
kommenden Jahr. Nach
vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Team Saronni/Algeri gaben nebst einem finanziell attraktiven Angebot auch sportliche
Perspektiven den Ausschlag für einen neuen Vertrag für das 2000.
Weltcup im Vordergrund
Die sportliche Zielsetzung von Oscar fixiert sich im kommenden Jahr auf den
Weltcup, in
welchem Oscar eine Leaderrolle einnehmen kann. Das Saisonprogramm
wird im ersten Trainingslager im Dezember fixiert und beinhaltet sicherlich auch
die Bestreitung von zwei dreiwöchigen Rundfahrten.
Quelle: RO

08.11.99 - Immer noch kein neuer Vertrag
Ex-Strassenweltmeister Oscar Camenzind hat für die kommende Saison noch immer keinen Vertrag
unterschrieben. Dies haben Recherchen des Schweizer Radio DRS ergeben. Nachdem Camenzind und sein Manager Robert
Ochsner von der bisherigen italienischen Sportgruppe Lampre lange Zeit hingehalten wurde, traf nun ein Vorschlag zu deutlich geringeren Konditionen ein.
"Ein finanziell inakzeptabler Vertrag", erklärte der
Schwyzer, der in der vergangenen Saison noch über eine Million Franken erhalten hatte. Dennoch hofft
er, dass Lampre auf der Suche nach weiteren Sponsorengeldern erfolgreich bleibt und er in
dieser Mannschaft bleiben kann. Denn zum jetzigen, späten Zeitpunkt sind in allen grossen Teams die
Schlüsselpositionen (zu Lampre) Interesse am Schweizer bekundet, ebenso die spanische
Vitalicio-Mannschaft, die Weltmeister Oscar Freire zu Mapei ziehen lassen musste. Doch
während Ballan aus sportlicher Sicht (zu) wenig interessant für Leader-Aspirant Camenzind sein dürfte, ist das Fortbestehen von
Vitalicio nur noch für die kommende Saison gesichert. Anschliessend müsste sich Camenzind erneut auf Teamsuche
begeben.
Quelle: Radsport-News

17.10.99 - Kein Glück am Saisonende Ösi
Undankbarer 4. Rang, obwohl er das
Rennen bestimmte:
Ösi wieder ohne Glück
VON JOSEF KEEL AUS ITALIEN (Sonntagsblick)
BERGAMO - Die Lombardei-Rundfahrt wurde für Oscar Camenzind zum
Spiegelbild der
ganzen Saison als Weltmeister. Kein Glück - nur Pech und
Pannen! Gestern wurde er
nur Vierter.
Vor einer Woche hatte Camenzind den WM-Titel verloren. Obwohl er klar
der
Stärkste
im Feld gewesen war. Dazu lag er während des Rennens bewusstlos auf
der Strasse und
holte sich wieder Anrisse in den Rippen.
Gestern drückte der Vorjahressieger trotz Schmerzen im Brustkasten dem
letzten
Saisonrennen erneut den Stempel auf.
Doch im Spurt reichte es nur zum 4. Rang. «Das passt zum ganzen Jahr»,
brummte Oscar
sauer. «Weil Celestino in der letzten Kurve von hinten mit viel
Schwung kam, konnte ich
nicht mehr auflaufen. Dafür war die Zielgerade zu kurz.
Aber was solls? Ein Jahr zum
Abhaken.»
Letztes Jahr feierte er in diesem Rennen die Bestätigung seines WM-Titels.
Das gelang
vor dem Schweizer als letztem Rennfahrer Giuseppe Saronni (1982).
Gestern dagegen
gab Überraschungs-Weltmeister Oscar Freire (Sp) nach 230 km
auf. Auch das kann man
als Bestätigung auslegen...
Das gesuchteste Hinterrad hatte einmal mehr Camenzind. Obwohl die Schmerzen
nach dem ersten Aufstieg immer stärker wurden, griff er 28 Kilometer vor dem
Ziel im Aufstieg zum Berbenno an. Sein Leiden sollte wenigstens mit dem Sieg
belohnt werden.
«Darum versuchte ich die Spitze alleine zu sprengen. Setzte auf alles oder
nichts», sagte
Oscar, «und wurde von Celestino überrascht.»

12.10.99 - Wieder "Giftpfeile" von SF DRS
Auf der Homepage der Fotoagentur KEROPRESS steht zu lesen, dass SF DRS in
seiner
Sendung "time out" vom Montag wieder "Giftpfeile"
gegen Oscar Camenzind abgeschossen
habe. Sie beweist mit Bildern, dass der
Fernseh-Kommentar falsch war. Lesen Sie selber
unter: www.keropress.ch

06.10.99 - Toi, toi, toi für die WM
Oscar ist für die Weltmeisterschaft in Verona gerüstet. Bei Paris -
Tours fuhr er äusserst
aktiv und angriffig. Er untermalte damit seine gute Form,
und auch seine mentale
Verfassung lässt erhoffen und erahnen, dass Oesi alles
daran setzen wird, seinen Titel vom Vorjahr in Valkenburg zu verteidigen.
Zuletzt gelang dies Gianni Bugno in Benidorm. Wir drücken Oscar die Daumen.
Quelle: RO

03.10.99 - Formtest bei Paris - Tours
Im Alter von 30 Jahren hat Marc Wauters sein erstes Weltcuprennen
gewonnn.
Der Belgier siegte in Paris - Tours nach 254,5 km mit zehn Sekunden Vorsprung
auf Gianni Faresin (It) und einer Handvoll Sekunden mehr vor Jann Kirsipuu
(Est),
der den Spurt des rund 40 Fahrer umfassenden ersten Feldes gewann. Dieser Gruppe
gehörten auch Oscar Camenzind und Markus Zberg an. Oscar belegte den
guten 16. Platz, nachdem er in der Schlussphase ziemlich gefeuerwerkt hatte.

26.09.99 - Schweizer Fernsehen stellt mit ihren Bildschnitten Oscar
Camenzind immer wieder als Dopingsünder hin!
rj - Heute Abend berichtete das Schweizer Fernsehen in zwei Sendungen über die
berüchtigete "Güselsack-Geschichte". Der am 23. Juni während der
Tour de Suisse
von einem Pfleger des Lampre-Teams entsorgte Abfallsack enthielt
in mehreren Ampullen
und in zwei gebrauchten Spritzen die Dopingsubstanzen ACTH
und das mit diesem
Wachstumshormon verwandte Synacthen. Gemäss Professor
Patrice Mangin, dem
Direktor des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität
Lausanne, könne davon
ausgegangen werden, dass die verbotenen Substanzen auch
verwendet worden seien.
Die erwähnten Spritzen weisen aber keine Blutreste auf, so dass die
Dopingsubstanzen nicht einer bestimmten Person zugeordnet werden können.
Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Lausanne hatte den Inhalt
des am 23. Juni
in der zweitletzten Etappe der Tour de Suisse gefundenen
Abfallsackes während zwei Monaten einer toxikologischen Analyse unterzogen. Der
Abfallsack war von einem
Journalisten gefunden und einen Tag später
dem Fernsehen übergeben worden, das zunächst einen anerkannten
Dopingkontrolleur des Schweiz. Olympischen Verbandes SOV mit der
Bestandesaufnahme des Fundes beauftragte. Am 1. Juli wurde der Sack dem
Rechtsmedizinischen Insitut der Universität Lausanne übergeben. Am 8. Juli
beauftragte
der Schweiz. Rad- und Motorfahrer-Bund SRB das Lausanner Institut
mit der
toxikologischen Untersuchung, die schliesslich am 20. Juli begann.
In der Berichterstattung des Schweizer Fernsehens wird immer wieder vom
Lampre-Team
gesprochen, gezeigt wird aber immer nur Oscar Camenzind. Als ob
erwiesen wäre, dass
er ein Dopingsünder ist. Im Lampre-Team fuhr
beispielsweise an der Tour de Suisse ein
Ludo Dierckxens mit, der inzwischen vom
belgischen Verband gesperrt wurde, weil er
zugegeben hatte, zur Heilung eines
entzündeten Knies verbotene Mittel eingesetzt zu
haben. Davon wird aber nie ein
Wort gesagt.
Für Einschaltquoten nimmt man bei SF DRS wohl auch in Kauf, Sportarten und
Personen
fertig zu machen und tut so, als ob die ganze restliche Sportwelt
sauber wäre!

13.09.99 - Camenzind nach starker Leistung nur knapp geschlagen
Weltmeister Oscar Camenzind hat an der Spanien-Rundfahrt
seinen dritten Saisonsieg nur
knapp verpasst. Der Schwyzer, der während 176 km
an der Spitze fuhr, musste sich auf
der 9. Etappe zwischen Gijon und Los
Corrales de Buelna nur von seinem Vorgänger
Laurent Brochard (Fr) schlagen
lassen. Vor dem Ruhetag verteidigte Abraham Olano
die Führung im
Gesamtklassement erfolgreich.

12.09.99 - Camenzinds Zuversicht an seinem Geburtstag
Nach der heutigen schweren Bergetappe bei misslichen Wetterbedingungen gab
sich Oscar Camenzind zuversichtlicher als auch schon. "Ich konnte heute so
lange mit den Besten mithalten wie schon lange nicht mehr. Es geht von Tag zu
Tag besser mit dem Atmen! Die heutige Etappe bin ich trotzdem sehr vorsichtig
angegangen und wollte in den Abfahrten auf keinen Fall einen Sturz provozieren.
Es war brutal, wie viele Fahrer heute wieder zu Boden mussten. Zum Teil war es
ziemlich chaotisch. Immer wieder waren Autos im Weg. Aber mir kam es ja nicht
drauf an, ob ich jetzt 10 Minuten mehr oder weniger verlor. Ich will jetzt
während den nächsten beiden Wochen versuchen, eine gute Form aufzubauen. Das
Vuelta-Klassement ist ja für mich gelaufen." - In Bezug auf einen Vertrag
für das nächste Jahr wird sich morgen entscheiden, ob der Weltmeister weiterhin bei LAMPRE fährt oder ob er den bei TELEKOM bereitliegenden Vertrag
unterschreibt.

08.09.99 - Oscars Manager zu den Transfergerüchten
"In den Medien zirkulieren zur Zeit die wildesten Gerüchte um das Team,
bei welchem Oscar in der nächsten Saison fahren wird, nachdem sein Vertrag bei
LAMPRE-DAIKIN auf Ende Saison ausläuft. Persönlich bedauert der
Unterzeichnende als Manager von Oscar Camenzind die entstandenen Gerüchte, die
nicht in seinem Sinne sind. Einen grossen Teil der Schuld muss jedoch vermutlich
das LAMPRE-Management selbst übernehmen. Am Mittwoch, 1. September verhandelte
ich über vier Stunden in Usmate (MI) am Sitz von Lampre mit Sponsoren und
Teamleitung. Wir erreichten zwar eine
Einigung für einen neuen Vertrag ab 1.
Januar 2000, doch machte ich klar, dass ich anderntags nach Spanien fliegen
werde, um Verhandlungen mit weiteren möglichen Teams zu führen. In Murcia
angekommen fragte mich der Pressesprecher von MAPEI, ob der Artikel in der
Gazetta dello Sport, nachdem wir für zwei weitere Jahre unterschrieben hätten,
richtig sei. Da auch weitere, von mir kontaktierte Mannschaften von dieser
Zeitungsente ausgingen, musste ich die Meldung dementieren und bestätigen, dass
für die Zukunft von Oscar noch alles offen sei.
Team Telekom ?
Obwohl Verhandlungen mit dem Team Telekom nicht in Spanien, sondern schon
vorgängig in Zürich und unter grösster Geheimhaltung stattfanden, tauchte während
der VUELTA auch das Transfergerücht um das Team Telekom auf. BILD und EUROSPORT
haben das vor allem übernommen und der sportliche Leiter Rudy Pevenage hat während
der Etappenübertragung die Kontakte zwischen Walter Godefroot und mir bestätigt. Damit kann ich auch bestätigen, dass von Seiten von Telekom ein konkretes
Vertragsangebot vorliegt."
Robert Ochsner, Manager von Oscar Camenzind

07.09.99 - Spekulationen um Camenzinds Zukunft
Weltmeister Oscar Camenzind sorgt momentan wegen seiner Zukunft für
Gesprächsstoff. Der Schwyzer hat seinen Vertrag bei Lampre noch nicht verlängert.
Deshalb wird heftig darüber spekuliert, in welchem Team er die nächste Saison
bestreiten wird. Derzeit liegen drei valable Offerten von Mannschaften vor,
wobei es sich um Lampre, das Team Telekom sowie Vitalicio Seguros aus Spanien
handeln dürfte. Ein Entscheid über Camenzinds Zukunft wird nach Auskunft
seines Managers Robert Ochsner nicht vor nächster Woche fallen.

31.08.99 - Vuelta-Start gesichert
Wie geplant fliegt Oscar am 2. September nach Spanien, um an der mit einem Prologzeitfahren über 6 Kilometer in Murcia beginnenden VUELTA A ESPANA
teilzunehmen. Als Vorbereitung auf die Strassenweltmeisterschaft vom 10. Oktober
ist die Spanienrundfahrt unentbehrlich. Aus ärztlicher Sicht bestehen keinerlei
Bedenken an der Teilnahme. Trotzdem wird Oscar handicapiert in Spanien antreten
müssen. Beim tiefen Atmen muss er nach wie vor mit grossen Schmerzen rechnen
und auch in den Steigungen wird er vor allem gegen die Schmerzen und Luftmangel
kämpfen müssen. Glücklicherweise
geht erst die 5. Etappe am 9. September in
die Berge. Dann stehen ein Pass der 2., ein Pass der 3. und zwei Pässe der 1.
Kategorie auf dem Programm. Die nächsten Bergetappen folgen in der 8.,11. bis
14. sowie der 18. und 19. Etappen. Insgesamt wird die diesjährige Vuelta als
sehr schwer bezeichnet.
Ohne Ambitionen
bestreitet daher Oscar die diesjährige Tour. Sein ursprüngliches Ziel, eine
Etappe zu gewinnen dürfte wohl sehr schwer zu erreichen sein. Wenn er die
Schmerzen durchsteht und damit die VUELTA beenden kann, wird er trotzdem in
Topform zur Weltmeisterschaft in Verona antreten können. Gute Besserung und
alles Gute Osci.
Quelle: RO

30.08.99 - Start zur Vuelta trotz Schmerzen
Am letzten Freitag trainierte Oscar Camenzind erstmals wieder seit seinem
Sturz an der Meisterschaft von Zürich. Allerdings waren die Schmerzen beim
Atmen so stark, dass er sich nur auf flaches Terrain begeben konnte. Trotzdem
wird er am nächsten Samstag zur Vuelta starten. "Die Aerzte schauten zwar
komisch, als ich ihnen mein Vorhaben mitteilte. Aber ich gehe nun einmal an den
Start. Vor allem in den Bergen kann man aber von mir nicht allzuviel erwarten,
denn ich komme sehr bald in eine Sauerstoffschuld, weil nicht richtig durchatmen
kann," sagte mit heute Ösi am Telefon.

24.08.99 - Oscar aus dem Spital entlassen
Nach einem von Francesco Casagrande ausgelösten Massensturz musste Oscar von
der Ambulanz in Spital Uster überführt werden. Der erste Verdacht auf innere
Verletzungen bestätigte sich nach Ultraschalluntersuchungen glücklicherweise
nicht. Eine Rissquetschwunde am Kopf wurde mit ein paar Stichen genäht und Schürfungen
und Prellungen am ganzen Körper ist sich ein Radrennfahrer ja schon beinahe
gewohnt. Mehr zu schaffen machen die Rippenverletzungen im rechten Rückenbereich.
Nach eingehenden Untersuchungen und Röntgenaufnahmen konnte zwar ein zuerst
vermuteter Rippenbruch nicht diagnostiziert werden, aber sehr starke
Quetschungen sind vorhanden und behindern Oscar stark in seinen Bewegungen und
beim tiefen Atmen. Beeinträchtigungen der Lunge sind nach langen Untersuchungen
nicht festgestellt worden. Am Montag Abend um 19.00 Uhr konnte Oscar das Spital
in Uster verlassen.
Und nun zur Vuelta?
Die in Italien vorgesehenen Rennen, die zur Trofeo Scalatore gehören, fallen
für Oscar aus. Auch das LAMPRE-Team musste dafür Forfait geben, nachdem gerade einige Fahrer verletzt ausfallen. Als WM-Vorbereitung ist nach wie vor die
VUELTA A ESPANA vorgesehen. Die Aerzte gaben dazu grünes Licht, machten Oscar
aber darauf aufmerksam, dass er mit Schmerzen rechnen muss. Die wenigen Tage bis zum Abflug am 2. September werden nun zeigen, ob die Spanienrundfahrt und damit
die optimale WM-Vorbereitung möglich werden. Wünschen wir Oscar gute Besserung
und hoffen, dass die Vuelta möglich wird.
Quelle: RO

23.08.99 - Schwere Rippenquetschungen!
Alsob der Kopfschwartenriss, die schweren Prellungen und Schürfungen am
ganzen Körper nicht schon genug gewesen wären. Eine weitere Untersuchung
ergab: Starke Rippenquetschungen. Oscar Camenzind konnte heute
Abend das Spital in Uster verlassen.
Mindestens eine Woche kann Oscar nicht trainieren, denn vor allem die
Prellungen
und die Rippenquetschungen sind sehr schmerzhaft und behindern vor allem
beim
Schlafen.
Ein Start an der Vuelta (Start 4. September) sollte aber
trotzdem möglich sein.

22.08.99 - Ösi an der Meisterschaft von Zürich gestürzt
Pech hatte Weltmeister Oscar Camenzind an der Züri
Metzgete. Er stürzte
zusammen mit Tour-de-Suisse-Sieger Francesco Casagrande (It) und schied mit
verschiedenen Verletzungen aus. Camenzind erlitt einen Kopfschwartenriss sowie
sehr starke Prellungen im Nieren-/Milzbereich. Da der Rennarzt sogar innere
Verletzungen vermutete, wurde der Schwyzer nach Uster ins Spital transportiert.
Für weitere Untersuchungen musste Camenzind die Nacht auf Montag im Spital
verbringen.

17.08.99 - Tre Valle Varesine
Der Italiener Sergio Barbero aus dem Mercatone Uno-Team hat das Rennen um die
Tre Valle Varesine (Drei Varesiner Täler) gewonnen. Barbero setzte sich in
Varese nach 200 Kilometern vor Vorjahressieger Davide Rebellin und Francesco
Casagrande durch. Oscar Camenzind erreichte das Ziel auf dem 25. Rang.

17.08.99 - Ludo Dierckxsens für sechs Monate gesperrt
Der belgische Meister Ludo Diercxksens ist vom belgischen Radsportverband wegen
der Einnahme einer unerlaubten Substanz für sechs Monate gesperrt worden und
mit 2000 Schweizer Franken gebüsst worden. Der 35-jährige Teamkollege von
Weltmeister Oscar Camenzind hatte nach seinem Sieg in der 11. Etappe der
vergangenen Tour de France angegeben, das kortikoidhaltige Medikament Synacthen
eingenommen zu haben.
Synacthen, ein entzündungshemmendes Mittel auf der Basis von
Kortikoiden,
schiebt die Schmerzgrenze hinaus und ist erst seit kurzem nachweisbar. Das
Medikament befand sich übrigens auch im ominösen Abfallsack, der anlässlich
der Tour de Suisse von einem Lampre-Betreuer entsorgt worden war.
Die italienische Radsportgruppe Lampre hatte Dierckxens umgehend aus der Tour
de France zurückgezogen, obwohl die an der Tour de France vorgenommene
Dopingprobe negativ ausgefallen war. Aus diesem Grund wird dem Belgier der
Etappensieg nicht aberkannt. (Quelle: Newswindow)

15.08.99 - 7. Josef Voegeli Memorial in Liestal
Zum zweiten Mal nach 1996 hat Chris Boardman das Elite- Zeitfahren in Liestal
für sich entschieden. Der Engländer wies nach 44,4 km vier Sekunden Vorsprung
auf Giuseppe Guerini und 17 Sekunden Reserve auf dessen Landsmann Alberto Elli
auf. Als bester Schweizer wurde Sven Montgomery Fünfter, Strassenweltmeister
Oscar Camenzind erreichte den 9. Platz.
Camenzind verzeichnete offensichtlich nicht den besten Tag. Er habe mehr
gelitten, als wenn er stärker gefahren wäre, bekannte der Innerschweizer, der
sich damit tröstete, erst während der Vuelta im September noch einmal richtig
in Form kommen zu müssen.
Nach der ersten Runde war Sven Montgomery nur vier Sekunden schneller gewesen als
Camenzind. Am Schluss machte der Vorteil zugunsten des Berners 51 Sekunden aus. Montgomery scheint sich einer ansprechenden Form zu erfreuen und will sie
in
der Tour de l'Avenir zu einer guten Vorstellung nutzen.

08.08. - Camenzind Elfter in Spanien
Subida a Urkiola (Esp) 1.4
Durango - Santuario de Urkiola (1.Kat), 160,6km

02.08.99 - Guter Start in die zweite Saisonhälfte
Oscar hat nach der langen Rennpause ab Schweizer Meisterschaft vom 27. Juni bewiesen, dass er sich seriös und gewissenhaft auf die zweite Saisonhälfte
vorbereitet hat. Am ersten Renneinsatz nach der Pause, dem erstmals
ausgetragenen Hammer-Omnium in Zurzach fuhr er sehr aktiv und wurde Vierter.
Beim Paarzeitfahren in Karlsruhe bewies er die bereits gute Verfassung. Während
Ulrich und Pantani sich nach langer Rennpause trotz anfänglicher Startzusage
nicht wagten, dieses Zeitfahren (auch Prüfung der Wahrheit genannt) zu
bestreiten, zeigte Oscar eine starke Leistung. Diese gibt auch Moral für die
weiteren Rennen.
Quelle: RO

31.07.99 - Omnium in Zurzach
Beim erstmals in
Zurzach durchgeführten Omnium Rennen gab Weltmeister Oscar Camenzind nach einer mehrwöchigen Pause seit der Tour de Suisse sein
Comeback. Der Champion zeigt sich schon gut in Form und war sich nicht zu schade, unter dem 35 gestarteten Fahrern das Renngeschehen zu prägen. Sieger
des Rennens wurde Rolf Hauser, der seine gute Form aus der Tour de France
ausspielen konnte.
Bild: Keropress
27.07.99 - Radsport: Schweizer
Elite startet im Zurzibiet
Weltmeister Camenzind
in Zurzach am Start
ZURZACH – Am Freitag, 30. Juli 1999, findet das
1. „Hammer“ Omnium für Radprofis in Zurzach statt.
Start des Einzelzeitfahrens ist um 17 Uhr.
Die Firma Hammerposten in Zurzach lädt ein, wenn
Weltmeister Oscar Camenzind nach dem GP Gippingen, zum zweiten Mal im Zurzibiet zu bewundern ist. Neben dem Weltmeister werden
zwanzig
U23-Nachwuchsfahrer sowie 10 bis 15 Radprofis an den Start gehen.
Attraktives Datum
Eine Woche nach der Tour de France misst sich ein Teil der besten Schweizer Radprofis in Zurzach beim
1. „Hammer“ Omnium. In dieser Woche gilt es für die Schweizer Radprofis sich vor allem auf die
bevorstehenden Weltcuprennen im August vorzubereiten.
Ein weiterer Grund für die Teilnahme von Weltmeister Oscar Camenzind, ist die Tatsache, dass der
Schwyzer am Tag darauf, noch an einem Paarzeitfahren in Deutschland teilnehmen wird. Der Abstecher
nach Zurzach liegt für den Weltmeister also auf dem Weg. Für Camenzind heisst nach den beiden
Rundfahrten, Giro d’Italia und der Tour de Suisse, sich jetzt vor allem auf die Eintagesrennen im Herbst sowie die Titelverteidigung an den Weltmeisterschaften vom Oktober in Verona vorzubereiten.
Selektiver Rundkurs
Start und Ziel ist bei der Firma Hammerposten in Zurzach. Von da aus führt der Rundkurs von 1 Kilometer
via Weissensteinweg in einer Abfahrt bis zur Wasentrasse. Nach einem Flachstück kommt es dann beim
Bohrturmweg zu einem anforderungsvollen Anstieg Richtung Start-/Zielgelände.
Im ersten Teil des Omniums findet ein Einzelzeitfahren statt. Dort haben die Zuschauer die Möglichkeit
jeden Fahrer im Einzeln zu bestaunen. Danach kommt es zu einem Ausscheidungsrennen wo bis zum
grossen Finale der letzten zwei Fahrer, in jeder Runde das Fahrerfeld schrumpft und die hintersten Fahrer
ausscheiden. Zum Abschluss findet dann ein Punktefahren statt, bei welchem Sprintpunkte für das
Gesamtklassement gesammelt werden können.
Der Eintritt für Zuschauer ist frei, grosse Festwirtschaft im Start-/Zielgelände. Bitte öffentliche Parkplätze in
Zurzach benützen.

28.06.99 Ferien
Einen Tag nach der Schweizer Meisterschaft in Märstetten ist Oscar zusammen
mit seiner Angela nach Sardinien in die Ferien gefahren. Er wird sich dort von
den physischen und psychischen Strapazen der ersten Saisonhälfte erholen und für
einige Tage sein (mitgenommenes) Rennrad mal in eine Ecke stellen. Die Reise
wurde übrigens bereits während dem Giro d'Italia gebucht und steht in keinem
Zusammenhang mit den Geschehnissen anlässlich der Tour de Suisse.
Quelle: RO

25.06.99 - Lampre-Güselsack!?
Durch einen Tourfotografen, welcher einen Abfallsack mit zum Teil verbotenen Medikamenten und einem Hinweis auf das LAMPRE-Team "gefunden" hat, geriet die
Mannschaft in Dopingverdacht. Die ganze Geschichte erscheint ziemlich suspekt und die
Tatsache, dass der "Finder" des Abfallsackes und einziger Zeuge, welcher gesehen haben will, dass ein LAMPRE-Angestellter diesen Sack zwischen Chur und Arosa entsorgt habe,
auf seine ihm gesetzliche Anonymität freiwillig verzichtet, macht die Sache schon ein
bisschen fragwürdig. Man darf heute ganz klar sagen, dass Oscar keinerlei verbotenen Mittel zu sich genommen hat und während der ganzen Tour von seinem persönlichen
Masseur und Pfleger betreut wurde. Dieser würde eidesstattlich erklären, keine
verbotenen Substanzen verabreicht zu haben. Das LAMPRE-Team hatte an der Tour übrigens auch ihren Mannschaftsarzt nicht dabei. Die Mannschaft wird zu den Vorfällen und Anschuldigungen
Stellung nehmen. Weiteres aus unserer Sicht auch hier.
Quelle: RO
Im Fall der Enthüllungen um die Medikamenten-Entsorgung des Lampre-Teams im Verlaufe der zweitletzten Etappe der Tour de Suisse hat am Abend der Schweiz. Rad- und Motorfahrer-Bund
SRB/FCS Stellung bezogen. Als Inhaber und Organisator der Schweizer Landesrundfahrt hat er eine Untersuchung eingeleitet. Bis zu deren Abschluss hält er Preisgelder und Prämien der italienischen Sportgruppe zurück. Von Lampre kam ein nichtssagendes Communiqué.
Ein Zürcher Journalist und Fotograf war am Mittwoch kurz vor Arosa ein
Mannschaftswagen
von Lampre aufgefallen, bei dem eine Person bei einem Container Abfall
entsorgte. Der Medienschaffende kehrte später zurück und fand einen einzelnen
Abfallsack, der neben anderem Ampullen, Spritzen sowie die Behältnisse von 13
verschiedenen Medikamenten enthielt. Vier von ihnen stehen auf der Dopingliste. Urbason
enthält Methylprednisolon und gehört zur Klasse der Kortikosteroide, Rubrocortin
enthält neben dem Vitamin B 12 ein Nebennierenextrakt, Synacthen Depot und ACTH injeel
besteht u.a. aus Tetracosactid. Alle Wirkstoffe können mit den herkömmlichen Methoden
nicht nachgewiesen werden.
Das Schweizer Fernsehen DRS, das im Besitz des Fundes ist, liess unter Aufsicht eines Anwalts und in Absprache des Weltverbands UCI eine Bestandesaufnahme machen und sämtliche
Gegenstände versiegeln. Nächste Woche sollen die Dopingmittel dem Dopinglabor des
Gerichtsmedizinischen Instituts in Lausanne übergeben werden.
Der SRB weist in seiner Verlautbarung darauf hin, auf sportstrafrechtlicher Ebene
bestehe der dringende Verdacht auf die Verwendung verbotener Substanzen durch eine
italienische Radsportgruppe. Auf staatlicher strafrechtlicher Ebene liegt kein Delikt vor,
da das neue Heilmittelgesetz, das die Dopingbekämpfung zur staatlichen Aufgabe machen
soll, noch nicht in Kraft ist.
Wer ist zuständig?
Der SRB betont, dass die einschlägigen internationalen und nationalen
Verbandsreglemente
nur unzureichend auf eine quasipolizeiliche Untersuchung eingerichtet
sind. Zudem sei die
Zuständigkeit zur Durchführung einer Untersuchung nicht restlos
geklärt. In Frage kämen
der Weltverband UCI, das Schweizerische Olympische Komitee SOV
und der SRB.
Deshalb ist auf den kommenden Montag eine Besprechung mit Staatsanwalt Jean-Marc
Schwenter, Delegierter für Dopingfälle des Schweizerischen Olympischen Verbandes SOV,
angesetzt. Ein Sprecher des SOV stellte sich auf den Standpunkt, die Angelegenheit
falle
in den Zuständigkeitsbereich des Fachverbandes, in diesem Falle des SRB.
Der SRB/FCS ist sich seiner besonderen Verantwortung bewusst. Er werde alles daran
setzen, damit unverzüglich eine Untersuchung eingeleitet werde. Der SRB beruft sich
auf
den "Dopingartikel" im Vertrag, der mit allen in der Tour de Suisse engagierten
Sportgruppe abgeschlossen wurde. Die entsprechende Bestimmung erlaubt es dem
Organisator,
bei einer Beeinträchtigung des Ansehens der Tour die betroffene
Sportgruppe von der
Rundfahrt auszuschliessen. Weil die Direktion erst nach
Abschluss der Tour vom Vorfall in
Kenntnis gesetzt wurde, wird auch abgeklärt,
ob statt des Ausschlusses eine
nachträgliche Disqualifikation der Sportgruppe in
Frage kommt.
Von der Sportgruppe Lampre war erst am Freitag abend eine dürre Verlautbarung
erhältlich. Manager Giuseppe Saronni gab darin seiner Verwunderung über den Rummel
um die
Affäre Ausdruck. Sich alle rechtlichen Schritte vorbehaltend, verwies die Leitung
des
Teams darauf, sämtliche Anschuldigungen und Argumente basierten lediglich auf
Vermutungen. Die internen Nachforschungen nahmen bei Lampre erheblich Zeit in
Anspruch.
Sie könnten ins Ergebnis münden, dass einer der Tour-de-Suisse-Teilnehmer
des Teams dank
einem medizinischen Attest die beanstandeten Medikamente verwenden
darf.
"100 Prozent sauber"
Strassenweltmeister Oscar Camenzind, der bei Tour-Schluss in Winterthur
unwirsch sämtliche Fragen eines TV-Reporters abgewehrt hatte, ist nach
Ansicht seines
persönlichen Managers Robert Ochsner zu 100 Prozent "sauber".
Der
Innerschweizer war während des Giro d'Italia vom Pfleger Gianfranco Barbieri
betreut
worden, der bereit sei, einen Eid zu schwören, bei Camenzind nie
verbotene Medikamente
eingesetzt zu haben.
Quelle: Newswindow

13.06.99 - Interview der Sonntagszeitung
nach dem Giro
Auch Weltmeister sind nur Menschen
Oscar Camenzind hat Mühe, seinen verpatzten Giro zu verarbeiten und sich auf die
Tour
de Suisse einzustellen
VON JÜRG CASANOVA
STEINEN - Weltmeister Oscar Camenzind beendete den Giro in Mailand mit nahezu
18
Minuten Rückstand auf Sieger Ivan Gotti nur als Elfter. Noch sitzt die
Enttäuschung
tief.
Ein halbes Jahr lang hat er dafür trainiert und gelebt, im Giro einen Podestplatz
herauszufahren. Einen bescheidenen elften Rang erreichte er letztlich, und Oscar
Camenzind
war schwer enttäuscht. Er fühlt sich so müde und hohl, dass er noch
gar nicht daran
denken mag, dass schon am Dienstag die Tour de Suisse beginnt,
deren moralischer Sieger er
(als Zweiter hinter Agnolutto) 1997 war und die er im
vergangenen Jahr wegen einer
kurzfristig nötig gewordenen Gesässoperation verpasste.
Oscar Camenzind, so enttäuscht und verunsichert wie in diesem Giro hat man Sie
noch
nie erlebt. Seither sind einige Tage vergangen, Sie haben etwas Abstand gewinnen
können - und Erklärungen gefunden?
Oscar Camenzind: Ich kann mir immer noch keinen Reim darauf machen,
was im Giro
mit mir los gewesen ist. Darum bin ich auch jetzt noch entsprechend
verunsichert. In
erster Linie fühle ich mich nach den drei Wochen Anstrengung und Stress
aber sehr,
sehr müde.
Ob vielleicht mit Ihrer Gesundheit etwas nicht gestimmt hat?
Camenzind: Wir haben keinen Bluttest gemacht. Richtig abgefallen bin
ich ja nicht.
Ich glaube, dass es nach dem zweiten Zeitfahren vor allem auch an der Moral
gefehlt
hat. Wenn man im Kopf nicht top ist, ist man es auch in den Beinen nicht. Ich
hatte
die ganze erste Saisonhälfte auf diesen Giro ausgerichtet. Ich war masslos
enttäuscht
und niedergeschlagen, zumal ich erstmals in meiner Karriere eine solche
Erfahrung
machen musste.
Aber es ist immer alles relativ. Wenn wir zum Beispiel an den Sturz in der Abfahrt
vom Mortirolo am zweitletzten Tag denken, wo nicht nur Ihr Giro, die Saison oder
gar Ihre
Karriere hätte zu Ende gehen können.
Camenzind: Ja, dieser Sturz hat mir schwer zu denken gegeben. Mein
Teamkollege
Massimo Codol und ich haben da wirklich unglaubliches Glück gehabt, dass wir
uns
nicht schwerer verletzten. In Mailand nur Elfter zu sein, erscheint nach einem solchen
Erlebnis nurmehr zweitrangig. Aber es hat irgendwie gepasst zu diesem Giro, an dem
alles
schief gelaufen ist.
Wie kam es denn überhaupt zu diesem Sturz?
Camenzind: Codol hatte die Passhöhe etwa eine Minute vor mir
erreicht, erlitt aber
in der Abfahrt Defekt. Ich fuhr am Hinterrad von Savoldelli, und wie
der zu Tal saust,
hat man ja an diesem Giro gesehen. Wir hatten eben zu Codol, der auch
kein zimperlicher
Abfahrer ist, aufgeschlossen, als er in einer Kurve ausrutschte.
Savoldelli kam um
Haaresbreite noch vorbei, aber ich, der leicht versetzt hinter ihm fuhr,
hatte keine
Chance, auszuweichen. Zuerst wollte ich gar nicht mehr weiterfahren. Ich stand
unter
Schock. Die Schreie, das Blut. Schliesslich fuhr ich weiter - aber so langsam und
zittrig
wie ein Anfänger.
Am gleichen Tag wurde Pantani wegen eines zu hohen Hämatokrits aus dem Giro
ausgeschlossen?
Camenzind: Es war für uns auch nicht lustig an jenem Tag. Die
Zuschauer am
Strassenrand riefen uns wüste Dinge nach. Wir seien Verräter, wir sollten
streiken,
wir sollten doch nach Hause gehen, wir seien doch sowieso alles Gedopte usw.
Und wie stellen Sie sich grundsätzlich zu seinem Fall?
Camenzind: Es hat mich geärgert, dass von einem Komplott gegen ihn
gesprochen
wurde und andere Spekulationen in Umlauf gebracht wurden. Für mich sind das
alles
Ausreden. Wir haben Regeln, und die müssen eingehalten werden, und zwar ohne
Rücksicht
auf Namen und Personen. Von mir aus gesehen ist es nicht normal, dass einer
nach drei
Wochen und so vielen Anstrengungen einen höheren Wert hat als zu Beginn der
Rundfahrt.
Es tut mir Leid für Pantani, aber ich habe kein Verständnis dafür, wenn man
ihn jetzt als
Unschuldslamm darzustellen versucht. Ein anderer Fahrer in der gleichen
Situation, aber
mit einem weniger klingenden Namen würde an den Pranger gestellt.
Man hat ohnehin den Eindruck gehabt, im Feld hätte Pantanis Ausschluss weniger
Emotionen bewirkt als in den Medien.
Camenzind: Dass Pantani auf jeden Fall der beste Bergfahrer der
Gegenwart ist,
daran zweifelt niemand. Dass er jedoch alle derart zu deklassieren
vermochte, hat
mir schon zu denken gegeben, und stutzig gemacht hat mich vor allem, wie
seine
Teamgefährten gefahren sind. Ich kenne die nun immerhin schon ein paar Jahre und
war überrascht, wie die plötzlich alle so kräftig in die Pedalen treten konnten.
Ist es Ihnen gelungen, sich in den vergangenen Tagen im Hinblick auf die Tour de
Suisse innerlich oder wie es im Rennfahrerjargon heisst moralisch neu aufzubauen?
Camenzind: Ich habe immer gesagt: Man muss vorwärts schauen im Leben,
was vorbei
ist, ist vorbei, grübeln bringt nichts. Aber dies in der jetzigen Situation
umzusetzen, fällt
mir doch sehr schwer. Vielleicht, weil ich soviel investiert habe,
vielleicht, weil ich in meiner
Karriere noch nie eine derartige Enttäuschung verkraften
musste. Und dazu kommt die
Müdigkeit, ich würde am liebsten den ganzen Tag schlafen. Da
fällt es natürlich schwer,
sich neu zu motivieren. Ich hege im Bezug auf die Tour de
Suisse keine grossen
Erwartungen.
Haben Sie jemand, der Ihnen hilft, diese Krise zu überwinden?
Camenzind: Natürlich gibt es Menschen in meiner Umgebung, die mich
aufzustellen
versuchen, aber letztlich bin ich es doch selber, der diese Krise überwinden
muss.
Ich habe sehr wenig trainiert, das hätte auch keinen Sinn gehabt. Ich versuchte
in
erster Linie, abzuschalten, den Kopf frei zu bekommen.
Dann wollen Sie gar keine Ziele für die Tour de Suisse formulieren?
Camenzind: Ich warte ab, wie es läuft, setze mich nicht im Geringsten
unter Druck.

19.04.99 - Kein Glück bei der ersten Giro-Bergankunft
Bei der ersten Bergankunft des Giro d'Italia hat Oscar
Camenzind auf dem Monte Sirino
zehn Sekunden auf die anderen Favoriten der Rundfahrt
eingebüsst. Das 147 km lange,
fünfte Tagespensum wurde von Chepe Gonzalez (Kol)
gewonnen. Laurent Jalabert (Fr)
übernahm von Jeroen Blijlevens (Ho) das Leadertrikot.

14.05.99 - Anspruchsvoller Giro
Am Samstag fällt auf Sizilien der Startschuss zum 82. Giro
d'Italia. Der Giro ist das
erklärte Saisonziel von Oscar Camenzind. erstartet
erstmals als Captain und mit
grossen Ambitionen auf das Gesamtklassement in eine grosse
Rundfahrt. Dass
der Vorbereitungsfahrplan stimmt, zeigte er mit seinem 5. Gesamtrang an
der
Tour de Romandie.

28.04.99 - Erster Saisonsieg
In der dritten Etappe der Trentino-Rundfahrt holte sich Oscar seinen ersten Saisonsieg.
Als Vorbereitung auf die Tour de Romandie und das Hauptziel Giro d'Italia bestreitet Oscar
die Rundfahrt im Trentino ohne Ambitionen. Seine Aktionen in der ersten Etappe und der
Sieg in der dritten Etappe zeigten aber klar, dass Oscar nach wie vor von einem
unbändigen Siegeswillen beseelt ist.

24.04.99 - Camenzind bei den Favoriten bei der Berner
Rundfahrt
Beat Blättler schreibt heute in der NEUEN SCHWYZER
ZEITUNG: "Möglich, dass der
Steiner Oscar Camenzind vor dem Beginn der
Rundfahrtensaison in Bern auf Sieg
fahren will. Anders kann man es fast nicht deuten, dass
der Weltmeister das Berner
Rennen dem Weltcuprennen von Holland den Vorrang gab. Gewinnt
Camenzind wirklich,
wären die Berner Organisatoren vielleicht gut beraten, den Anlass in
«Innerschweizer
Rundfahrt» umzubenennen. Ösi wäre nämlich nach Beat Zberg (1996) und
Markus
Zberg (1998) im Profirennen der dritte Triumphator innert drei Jahren aus unserer
Region."

20.04.99 - Nächste Rennen
Endlich können auch die Fans von Radweltmeister Oscar Camenzind ihren Liebling in
heimischer Umgebung bewundern. Es steht gleich eine ganze Serie von Rennen im
eigenen Land
an (sh. nächste Rennen). Der Anfang macht die Berner Rundfahrt, dann
folgt Gippingen und
als letzte Vorbereitung auf das grosse Saisonziel Giro d'Italia die
Tour de Romandie.

19.04.98 - Camenzinds Kommentar zu Lüttich -
Bastogne - Lüttich
"Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Gegenüber Leuten, die dieses Rennen zu
einem
Hauptsaisonziel machen, ist mein achter Platz ein gutes Resultat. Ich bin noch nicht
in
Topform, das hat man heute an La Redoute und Saint-Nicolas gesehen. Ich habe schon
die
Ausdauer, aber noch nicht den punch, um so brutale Attacken mitzugehen. In jedem
Falle, es war heute nichts auszurichten gegen Vandenbroucke."

14.04.98 - Unglaubliches Comeback in Belgien
Seit dem 20. März nach Milano - San Remo pausiert und nun am Hors Catégorie-Rennen
Flèche Wallonne ein fast unglaubliches Comeback gefeiert, das ist eben Weltmeister
Oscar
Camenzind!!! Ueber viele Kilometer mit Bartoli und Maarten Den Bakker bei
misslichstem
Wetter, Kälte und Dauerregen in einer Spitzengruppe, abgehängt und
ins Feld
zurückgefallen und an der Mur de Huy (19 %) einem wahnsinnig steilen
Schlussanstieg
nochmals attackiert und den vierten Platz belegt - da findet man
fast keine Worte mehr.
Eine fabelhafte Leistung nach einer so langen Rennpause.
Man darf auf die Fortsetzung
gespannt sein.
Quelle: RO

12.04.99 - Neue UCI-Rangliste
Der Italiener Andrea Tafi, Sieger der Classique vom Sonntag, liegt neu an achter Stelle
der UCI-Rangliste, unmittelbar vor Oscar Camenzind. Spitzenreiter bleibt mit deutlichem
Vorsprung Tafis Landsmann Michele Bartoli.
UCI-Weltrangliste per 11. April 1999:
1. (Vorwoche 1.) Michele Bartoli (It); 2827
2. (2.) Laurent Jalabert (Fr); 2156
3. (3.) Marco Pantani (It); 2156
4. (6.) Davide Rebellin (It); 2146
5. (4.) Abraham Olano (Sp); 2062
6. (5.) Michael Boogerd (Ho); 1911
7. (7.) Frank Vandenbroucke (Be); 1559
8. (9.) Andrea Tafi (It); 1524
9. (8.) Oscar Camenzind (Sz); 1451
10.(10.) Peter Van Petegem (Be); 1377
11.(12.) Jan Ullrich (De); 1206
12. Wladimir Belli (It/18.) Markus Zberg (Sz/13.); 1196
13.(14.) Andrej Tchmil (Be); 1166
14.(11.) Alex Zülle (Sz); 1157

07.04.99 - Nächste Rennen
Oscar Camenzind hat über die Ostertage einige rennfreie Tage dazu benützt, um
die Schlüsseletappen des kommenden Giro d'Italia (15. Mai bis 6. Juni) zu besichtigen.
Der Schweizer Strassen-Weltmeister hatte zuletzt auf die Teilnahme an der
Flandern-Rundfahrt, dem zweiten Weltcuprennen der Saison, verzichtet.
Zusammen mit einem Sportlichen Leiter und vier Teamgefährten befuhr Camenzind die
Strecke der zweitletzten Etappe, die nach der Passage des bis zu 20 Prozent steilen
Mortirolo in Aprica endet. Camenzind hat diesen Pass, der im Kampf um den Gesamtsieg
entscheidend sein wird, zuvor noch nie bezwungen. Ebenfalls besichtigt wurde der Aufstieg
zum Selvino-Pass.
Camenzind nimmt sein Rennprogramm mit der Flèche Wallonne (14. April) wieder auf. Die
nächsten Rennen bis zur Italien-Rundfahrt sind Lüttich-Bastogne-Lüttich (18. April),
Amstel Gold Race (24. April), Trentino-Rundfahrt (26. bis 29. April), Gippingen (2. Mai)
und Tour de Romandie (4. bis 9. Mai).
Quelle: Blue window

06.04.99 - Prämienstreit
Weltmeister Oscar Camenzind nervt ein rechtliches Problem seit der der WM. Er
erhielt vom letzjährigen Sponsor Mapei nur einen Drittel der abgemachten WM-Prämie. In
den 80'000 Franken war auch die Prämie für den Sieg an der Lombardei-Rundfahrt
enthalten. Um seine elf Kollegen vom Schweizer WM-Team entlöhnen zu können, musste Ösi
20'000 Fr. aus dem eigenen Sack berappen, damit die Checks an die andern Fahrer ausbezahlt
werden konnten. Es ist zu hoffen, dass sich die Mapei-Leitung noch anders besinnt und dem
Weltmeister den ihm zustehenden Betrag ausbezahlt, vielleicht möchte sie ja Camenzind
wieder einmal in den Mapei-Farben fahren sehen!

24.03.99 - Rennpause
Nach dem ersten Weltcuprennen Milano - San Remo legt nun Oscar eine
Rennpause bis zur Flèche Wallonne, ebenfalls ein Rennen der Weltcupserie ein. Zusammen
mit einem Teil seiner Mannschaft inspiziert Oscar Teile des diesjährigen Giro
d'Italia,
seinem ersten grossen Ziel der laufenden Saison.
Quelle: RO

23.03.99 - In Weltrangliste auf Platz 7
Mit dem 7. Rang in der UCI-Rangliste hat Oscar Camenzind seine bisher beste Plazierung
erreicht. Bisher lag er auf Rang 10. Seine recht guten Resultate schon während der
Aufbauphase haben ihm weitere 90 Punkte gebracht. Oscar ist damit erstmals auch bester
Schweizer in der Weltrangliste.
Weltrangliste siehe unter: www.uci.ch

21.03.99 - Oesi-Fans vor den Bildschirm
Am 22. März tritt "Oesi National" in der erfolgreichen Sendung von
SF DRS 1 von Gabriela Amgarten, RISIKO als prominenter Gast
auf. RISIKO ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten Sendungen
von SF DRS und schreibt regelmässig Topratings. Oesi-Fans helft
mit, dank unserem Weltmeister die Grenze von 1 Million Zuschauer
zu knacken. RISIKO mit Oesi am MONTAG, 22. MÄRZ 1999 -
20.00 Uhr.

18.03.99 - Oscar als Fussballexperte
Für die Fernsehzeitschrift TR 7 gab Oscar einige Fussballtototipps
für die 4. Finalrunde der NLA wie folgt ab: St. Gallen - Luzern 2 : 0
Lausanne - Xamax 3 : 1 Basel - Zürich 1 : 1 GC - Servette 4 : 2
Lassen wir uns überraschen, welch guter Fussballexperte Oscar ist.
Quelle: RO

10.03.99 - Für MITSUBISHI am Autosalon
Für seinen Autosponsor MITSUBISHI besuchte Oscar kurz vor seinem Abflug nach Napoli
(Tirreno-Adriatico) am Pressetag den Autosalon in Genf. Zusammen mit Ex-Miss-Schweiz
Melanie
Winiger war Oscar in seinem Weltmeistertricot am Stand von MITSUBISHI ein begehrtes
Fotoobjekt. Uebrigens: Im April stellt ihm MITSUBISHI ein neues Auto zur Verfügung.
Modell wird noch nicht verraten - nur soviel - es ist eine Rakete.
10.03.99 - Erste Bewährungsprobe
Mit dem heutigen Start zum hervorragend besetzten Etappenrennen Tirreno - Adriatico
steht für Oscar eine erste Bewährungsprobe an. Erstmals in dieser Saison wird er seine
Formfortschritte testen und auch mal etwas "mehr Gas" geben als in den
vergangenen Rennen.
Allerdings sind die Wettquoten der Gazetto dello Sport für ein Saisonvorbereitungsrennen
schon ein wenig hoch angesetzt. Mit einer Quote von 5 : 1 sehen die Wettbüros Davide
Rebellin als
Kronfavoriten vor Michele Bartoli 7.5 : 1, Laurent Jalabert 10 : 1 und Oscar Camenzind und
Andrea Tafi mit je 12 : 1. Das Rennen über acht Etappen ist auch eine gute Vorbereitung
auf die
"Classicissima" Milano - San Remo welches nicht nur in Italien Kultstatus
erreicht hat und in den vergangenen zwei Jahren vom Telekom-Sprinter Erik Zabel gewonnen
wurde.
Quelle: RO

06.03.99 - Oscar Camenzind Vierter in Chiasso
Weltmeister Oscar Camenzind enttäuschte bei seinem ersten Einsatz auf Schweizer Boden
im Regenbogentrikot nicht. Beim Elite-Strassenrennen in Chiasso zeigte er trotz äusserst
schlechter Witterung ein engagiertes Rennen und erreichte den vierten Rang.
Resultat GP von Chiasso (136,5 km):
1. Romans Vainsteins (Lit) 3:25:34 (39,841 km/h). 2. Gabriele Balducci
(It) 0:54
zurück. 3. David Millar (Gb). 4. Oscar Camenzind (Sz). 5.
Paolo Valotti (It). 6. Aldo Zanetti (It). 7. Simone Capagnari (It) 1:08. 8. Mauro Gianetti
(Sz). 9. Alex Shefer (Kas) 1:19. 10. Elis Rastelli (It) 1:22. - Ferner: 13. Martin Elmiger
(Sz, bester Espoirs). - 166 gestartet, 15 klassiert.

02.03.99 - Am Samstag erstes Schweizer Rennen im WM-Tricot
Am Samstag, 6. März fährt Oscar sein erster Rennen im Tricot des Weltmeisters auf
Schweizer Boden. Er bestreitet mit Start um 12.05 den GP Città di Chiasso welcher auf
einer 16,5 Kilometer langen Rundstrecke über sechs Runden führt. Start (neutralisiert)
ist beim Palapenz in Chiasso, der effektive Start sowie die Zielankunft sind auf der Via
San Gottardo.
Quelle: RO

28.02.98 - Classica Almeria
Der Tscheche Jan Svorada hat das Clasica Almeria in Spanien über 188 km im Spurt
gewonnen. Als bester Schweizer fuhr Markus Zberg (Rabobank) auf den sechsten Platz.
Weltmeister Oscar Camenzind gab das im Dauerregen ausgetragene Rennen nach 50 km auf.

25.02.99 - Werbung mit Stil
Oscar Camenzinds persönlicher Schuh-Sponsor SCOTT hat eine neue, stilvolle
Werbekampagne gestartet. Ösi in englischer Sprache: "Ich weiss nicht, ob du mit
diesem Schuh Weltmeister wirst. Ich wurde!"
(Zum Begutachten, hier klicken!)

23.02.99 - Oscar Camenzind an der Valencia-Rundfahrt
Ab heute Dienstag bis zum kommenden Samstag ist Weltmeister Oscar Camenzind mit sechs
anderen Schweizern an der Valencia-Rundfahrt unterwegs.

16.02.99 - Einrollen für den Weltmeister in Italien
(si/ff) Der Italiener Paolo Savoldelli hat in Laigueglia das traditionelle italienische
Saisoneröffnungsrennen "Trofeo Laigueglia" gewonnen. Bei heftigem Gegenwind
griff der 26jährige Italiener aus der Saeco-Equipe einen Kilometer vor dem Ziel an und
setzte sich von seinen drei Fluchtgefährten Andrea Ferrigato, Davide Rebellin und
Wladimir Belli ab. Der Schweizer Weltmeister Oscar Camenzind benützte sein erstes
Saisonrennen auf europäischem Boden zum Einrollen und erreichte das Ziel als 31. im
zweiten Hauptfeld.
Im Anschluss an das Rennen wurden sechs Fahrer, unter ihnen Sieger Savoldelli, Iwan
Gotti,
Pawel Tonkow, Axel Merckx und Gianluca Bortolami, von der italienischen
Anti-Doping-Komission Nas einvernommen. Sämtliche sechs Fahrer wurden oder werden immer
noch vom italienischen Sportarzt Michele Ferrari betreut. Ferrari, der früher für die
Trainingsplanung von Tony Rominger verantwortlich war, wurde letztes Jahr in Italien in
die breitgestreuten Dopingermittlungen miteinbezogen und geniesst mittlerweilen in
Radsportkreisen einen höchst zweifelhaften Ruf.
Diese unter der Leitung von Untersuchungsrichter Giovanni Spinosa durchgeführte Befragung
ist auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht der Nas zurückzuführen, der eine
vermehrte, individuelle Befragung von möglichen Zeugen gefordert hat. Damit will Spinosa
verhindern, dass sich die Rennfahrer untereinander absprechen und mögliche delinquente
Vorfälle vertuschen.
Laigueglia (It). Trofeo Laigueglia. Elite-Strassenrennen (172,6 km):
1. Paolo Savoldelli (It) 4:23:27 (38,915)
2. Andrea Ferrigato (It) 0:12 zurück
3. Davide Rebellin (It)
4. Wladimir Belli (It) alle gl. Zeit
5. Giuliano Figueras (It) 0:41
6. Giuseppe Palumbo (It) gl. Zeit
Ferner die Schweizer:
22. Mauro Gianetti 3:03
31. Oscar Camenzind 3:20
66. Sven Montgomery 5:47
67. René Stadelmann
77. Roger Beuchat alle gl. Zeit
185 gestartet, 82 klassiert
(Quelle: www.bluewin.ch)

15.02.99 - Camenzind an der 36.Trofeo Laigueglia
Weltmeister Oscar Camenzind, Kapitän des neuen italienischen Top-Rennstalls
"Lampre-Daikin", wird bei der am Dienstag stattfindenden 36. Trofeo Laigueglia
(Kat.1.4) sein Saisondebüt auf europäischem Boden geben.
Bei der Trofeo Laigueglia, traditionell das erste grosse Rennen des italienischen
Rennkalenders, werden in diesem Jahr insgesamt 200 Rennfahrer aus 20 Mannschaften starten
auf dem hügligen und selektiven Kurs entlang der italienischen Riviera. Für Camenzind
wird die Trofeo eine erste Standortbestimmung hinsichtlich seiner Form werden, die er
gezielt auf den Giro d'Italia aufbaut.

10.02.99 - Rennvorbereitung im Süden
Oscar hat dem garstigen Winterwetter in der Schweiz "adios" gesagt und ist
nach einem medizinischen Test in Italien direkt nach Laigueglia gefahren, wo er sich in
angenehmen klimatischen Verhältnissen auf sein erstes Rennen in Europa in der laufenden
Saison vorbereitet.
Das wird am 16.02. die Trofeo Laigueglia sein.

03.02.98 - Camenzinds 100%-Chance am Giro 99
Oscar Camenzind ist zurück von der Mannschaftsvorstellung in
italien. Dort wurde er
natürlich von einer Menge Journalisten befragt. Der Weltmeister hat sich für 1999 hohe
Ziele gesteckt. Zum Giro d Italia (16. Mai bis 7. Juni) meinte er
bespielsweise:
"Wie ich meine Siegeschancen sehe? Natürlich 100 Prozent!" Damit hatte er die
Lacher auf seiner Seite. "Das ist natürlich nur scherzhaft gemeint. Am 16. Mai
starten wir natürlich alle bei Null, und die anschliessenden 22 Tage werden zeigen, wer
der Stärkste von uns ist. In meinen Augen heisst der Hauptfavorit aber dennoch Marco
Pantani, aber man sollte nicht vergessen, daß ich im Vorjahr Vierter geworden bin! Ich
habe durchaus Ambitionen auf den Sieg in diesem Jahr."
Sein Teamkamerad Franco Ballerini will vor allem bei der Flandern-Rundfahrt und dem
bereits zweimal von ihm gewonnenen Paris- Roubaix glänzen. "Ich hoffe, bei der
Flandern-Rundfahrt mit maximaler Form antreten zu können. Wenn ich in diesem Rennen gut
abschneide, ist auch ein dritter Sieg bei Paris - Roubaix möglich." Die
Lampre-Mannschaft, die von Guiseppe Saronni geführt wird, will 1999 an allen Fronten
präsent sein: Beim Giro, der Tour, der Vuelta und den Weltcup-Rennen.
Oscar ist momentan wieder einmal zu Hause. Am Sonntag geht es dann zur nächsten
Team-Präsentation in Belgien. Heute trainierte er erstmals wieder im Freien, nachdem er
sich an den Temperaturunterschied zwischen Australien und Steinen (über 40 Grad
Differenz) gewöhnen musste.

02.02.98 Team-Vorstellung in Italien
Am 2. Februar findet in der Umgebung von Mailand die Vorstellung des
LAMPRE-DAIKIN-Teams auf italienischem Boden statt.
Die Zeitschrift SPORT beurteilt in der heutigen Ausgabe das Team
folgendermassen:
+ Die Loslösung des Colnago-Saronni-blocks vom Mapei-Team bringt Weltmeister oscar
Camenzind nur Vorteile. Er wird in den Ardennen, im Giro und in der tour de Suisse der von
allen unterstützte Leader sein. Er hat auch die mentalen Voraussetzungen, dem "Fluch
des Regenbogentrikots" zu entkommen. Franco Ballerini ist in der Form der letzten
Jahre auch ohne Mapei-Unterstützung bei Paris-roubaix nur durch Pech zu stoppen. Mit
Svoroda steht ein starker Sprinter im Team.
- Die Mannschaft ist zu klein, um während der ganzen Saison zu "rattern". Und
wenn Camenzind etwas zustossen sollte, fehlt der Ersatzleader!"

28.01.99 - Klimaschock für Oscar
Nach einer langen und anstrengenden Reise ist Oscar vom heissen Australien über Kuala
Lumpur und Wien in seine Heimat zurückgekehrt. Zurückgekehrt ist gleichzeitig bei uns
der Winter mit
Schneefall und Kälte - ein echter Klimaschock für Oscar. Er wird nun einige Tage zuhause
verbringen und ab 2. Februar (Mannschaftsvorstellung) wieder in wärmere Gegenden
umziehen.
Mit seinen Teamkameraden bestreitet er in Donoratico/Toscana ein Trainingslager vor dem
ersten Renneinsatz in Europa dem Rennen in Donoratico
Quelle: RO

25.01.98 Camenzind-Homepage im "Tour"
Der Sportjournalist Pascal Meisser hat in der neusten Ausgabe des Radsportmagazins
"TOUR" mit einem Report über den Radsport im Internet begonnen. Die Homepage
von Oscar Camenzind wird darin auf einer ganzen Seite vorgestellt. Nachzulesen ist der
Bericht auch unter www.velomedia.ch/tour.

24.01.99 Camenzind in beendet "Down Under" auf Platz 31.
Stuart O´Grady, selber Australier, hat die Tour
Down Under in Australien mit 21 Sekunden Vorsprung vor dem Dänen Jesper Skibby
gewonnen. Der Oscar Camenzind verlor in der Schlussetappe, einem Rundstreckenrennen auf
der Autorennstrecke von Adelaide, fast eine
Viertelstunde und belegt im Schlussklassement den 31. Rang.

24.01.98 Camenzind an der Tour Down Under auf Rang 26.
In der 5. und vorletzten Etappe der Down-Under-Rundfahrt in Australien verbesserte sich
Radweltmeister Oscar Camenzind vom 48. auf den 26. Gesamtrang. Camenzind beendete das
Teilstück in einer kleinen Gruppe als 31. mit 2:35 Rückstand auf Etappensieger Stuart
O'Grady (Au), der Leader bleibt.
Tour Down Under (Au). 5. Etappe, Nuriootpa - Tanunda (162 km): 1. Stuart O'Grady (Au)
3:59:53. 2. Christian Andersen (Dä). 3.
Jean- Marc Rivière (Neukaledonien). 4. Nicolay Bo Larsen (Dä). 5. Massimiliano Mori
(It). 6. Alexander Winokurow (Kas). Ferner: 31.
Oscar Camenzind (Sz) 2:35.
Gesamtklassement: 1. O'Grady 16:23:28. 2. Jesper Skibby (Dä) 0:15. 3. Magnus Backstedt
(Sd) 0:29. 4. Duncan Smith (Au) 0:57. 5. Andersen 1:25. 6. Bo Larsen 2:09. Ferner: 26.
Camenzind 4:47.

22.01.99 - Zentralschweizer Sportler des Jahres
Im Rahmen einer sehr schönen und hervorragend organisierten Gala im Casino Luzern
wurde Oscar erneut als Zentralschweizer Sportler des Jahres erkoren. Zweiter wurde wie
schon bei der Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres der Leichtathlet André Bucher.
Gewählt haben die zentralschweizer Sportjournalisten sowie die Leser der
mitorganisierenden Neue Luzerner Zeitung und ihrer regionalen Kopfblätter. Durch den von
der Zentralschweizer Sport-Fondation und der Neuen Luzerner Zeitung veranstalteten Anlass
führte gekonnt, locker und mit viel Charme und Witz "Beni national" Beni
Thurnheer. Stellvertretend für den in Australien weilenden Oscar nahmen dessen Eltern
sowie Freundin Angela Oeschger den Preis entgegen.

18.01.98 Oscar Camenzind ab Dienstag im Hitzetest
(si/oba) Ungewöhnlich früh nehmen einige Profiradsportler die neue Saison in Angriff.
Tour Downunder heisst die Rundfahrt, die sie ab Dienstag in Südaustralien in sechs
Etappen über 762 km führt. Mit von der Partie bei diesem Hitzetest ist auch Strassen-
Weltmeister Oscar Camenzind.
Anlocken lassen hatte sich der Schwyzer und mit ihm Berufskollegen der Teams Crédit
Agricole (Frédéric Moncassin), Once (Laurent Jalabert), Saeco (Mario
Traversoni), Casino (Stéphane Barthe, Jann Kirsipuu), BigMat-Auber (Thierry
Bourguignon), Palmans (Scott Sunderland), Jack & Jones (Michael Blaudzun), Team Deutsche Telekom (Erik Zabel) von
den Aussichten auf Wärme sowie bezahlte Reise und Unterkunft.
Was die Fahrer im Südwesten des fünften Kontinentes aber antrafen, schockierte sie. Ende
der letzten Woche kletterte die Temperatur bis auf 43 Grad. Ein Training war deshalb nur
unmittelbar nach Sonnenaufgang möglich. Die Hitze setzte den Radprofis dermassen zu, dass
beispielsweise der deutsche Sprinter Erik Zabel sofort wieder die Rückreise nach Europa
antreten wollte. Erst auf inständiges Bitten der Veranstalter liess sich der Deutsche
dazu bewegen, doch in Australien zu bleiben.
Tour Downunder. Der Etappenplan.
Dienstag, 19. Januar: 1. Etappe, Adelaide - Adelaide (42,5 km)
Mittwoch, 20. Januar: 2. Etappe, Norwood - Strathalbyn (138,5 km)
Donnerstag, 21. Januar: 3. Etappe, Glenelg - Victor Harbor (149,5 km)
Freitag, 22. Januar: 4. Etappe, Port Adelaide - Gawler (149,5 km)
Samstag, 23. Januar: 5. Etappe, Nuriotoopa - Tanunda (162 km)
Sonntag, 24. Januar: 6. Etappe, Adelaide - Adelaide (120 km)
Totaldistanz: 762 km.
Quelle: blue window

12.01.99 Grosse Hitze in Australien
Heute kam Weltmeister Oscar Camenzind mit dem Lampre-Team in Adelaide an, wo zur Zeit
die grösste Hitze seit 90 Jahren herrscht. Dort startet er am 19. Januar zusammen mit
anderen namhaften Fahrern zur Tour Down Under.

11.01.99 Oscar Camenzind erstmals Down Under
Am Sonntag, 10. Januar ist Oscar mit zehn Teammitgliedern nach Australien geflogen.
Nach einem Trainingsaufenthalt steht die Tour Down Under
in der Region um Adelaide.
Am 28. Januar kehrt Oscar wieder nach Zürich zurück. Bereits am 31. Januar trifft er
sich wieder mit dem Team zum Abflug nach Belgien wo am 1. Februar das Team der Presse vor-
gestellt wird. Am 2. Februar findet dann in der Umgebung von Mailand die Vorstellung auf
italienischem Boden
statt bevor einige Tage vor dem nächsten Rennen zuhause Zeit und Möglichkeit besteht
sich von der australischen Hitze und vor allem den grossen Reisestrapazen
trainierenderweise zu erholen und sich an das hiesige Klima zu gewöhnen. Dann geht es
weiter nach Donoratico in der
Toscana für die weitere Saisonvorbereitung und die ersten Rennen.
Am 9. Januar fand in Arona (I) die Auslieferung der Teambekleidung und gleichzeitig ein
erster Fototermin für Mannschaft und Presse statt. Wir hoffen schon bald die neusten
Bilder von Oscar auf der Homepage präsentieren zu können.
Fest steht jetzt die endgültige Zusammensetzung der Mannschaft in diesem Jahr mit den
Teamkameraden:
Matteo Algeri / Franco Ballerini / Raivis Belohvosciks / Simone Bertoletti / Massimo Codol
/ Marco Delle Vedova / Ludo Dierckxens / Matteo Frutti / Robert Hunter / Gabriele
Missaglia / Pavel Padrnos / Gianluca Pianegonda / Mariano Piccoli / Marco Pinotti / Marco
Serpellini / Zbigniew Spruch / Jan Svoroda und Johan Verstrepen

04.01.99 Stressiges Programm für Oscar
Ein stressiges Programm steht Oscar in den nächsten Wochen bevor. Am 8. Januar
1999 trifft er abends erneut auf seine neue Mannschaft in Arona, wo am 9. Januar die Mann-
schafts- und Portraitaufnahmen gemacht werden. Abends ist die Rückkehr in die Schweiz
geplant, um am 10. Januar ab Zürich via Kuala Lumpur nach Australien zu fliegen.
Nach einem Trainingsaufenthalt steht die Tour Down Under (siehe Rennprogramm) an und am 28. Januar kehrt Oscar
wieder nach Zürich zurück. Bereits am 31. Januar trifft er sich wieder mit dem Team zum
Abflug nach Belgien wo am 1. Februar das Team der Presse vor- gestellt wird.
Am 2. Februar findet dann in der Umgebung von Mailand die Vorstellung auf
italienischem Boden statt, bevor einige Tage vor dem nächsten Rennen zuhause Zeit
und Möglichkeit besteht sich von der australischen Hitze und vor allem den grossen
Reisestrapazen trainierenderweise zu erholen und sich an das hiesige Klima zu gewöhnen.
Dann geht es weiter nach Donoratico in der Toscana für die weitere
Saisonvorbereitung und die ersten Rennen.
