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Tour de Suisse 2004
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Die Etappen
Berichte und Resultate
12. Juni 2004 - Sursee-Beromünster
| Camenzind zum Auftakt der Tour de Suisse nur knapp geschlagen |
| Jan Ullrich ist der erste Leader der Tour de Suisse 2004. Der Deutsche siegte nach 176 km in Beromünster vor Oscar Camenzind. Nicht ganz unerwartet brachte die erste Etappe bereits Zäsuren, da das Feld über zehn Minute auf Ullrich einbüsste. |
[Si] - Im Sprint einer fünf Fahrer umfassenden Spitzengruppe erwies sich Ullrich als cleverster Professionel. Der 30-jährige im thurgauischen Scherzingen wohnende Rostocker trat rund 200 m vor dem Ziel und vor allem vor der letzten Linkskurve an und liess sich auf den letzten Metern nicht mehr von der Spitze verdrängen. "Wir hatten die Stelle wegen der zwei Zusatzrunden schon mehrmals gefahren, sodass ich wusste, was ich zu tun hatte", sollte Ullrich nach seinem ersten Saisonsieg sagen.
Mit dem Erfolg verwies Ullrich die drei in der Spitzengruppe vertretenen Schweizer auf die nächsten Ränge. Camenzind, der an sich stärkere Sprinter, vergab den Sieg in der letzten Linkskurve, Fabian Jeker hatte wohl bei seiner Aufholgjagd zu viel Kraft gelassen, und Bergspezialist Steve Zampieri war im flachen Endkampf ohne Chance. Jekers Teamkollege David Cañada, der Auslöser dieser Gruppe war, hatte auf den letztem Kilometer die Führung übernehmen müssen und spurtete gar nicht mehr mit.
Das hochkarätige Quartett um Ullrich und Camenzind formierte sich rund 24 km vor dem Ziel, als der Deutsche und der Schwyzer zu Zampieri und Cañada aufschlossen. Innert kürzester Zeit vergösserten die vier Fahrer den Vorsprung auf ihre ehemaligen Fluchtkollegen. Jeker schloss mit einem beherzten Angriff rund 10 km vor dem Ziel in der letzten Passage des Bergpreises "Waldhus" zu den vier Spitzenfahrern.
Wie erwartet führte bereits die erste Etappe der Tour de Suisse zu einer deutlichen Zäsur im Gesamtklassement. Weil in diesem Jahr kein Prolog für erste Konturen sorgte, übernahm im Feld keine Mannschaft die Verantwortung. Wohl verkürzte sich der Abstand zwischen dem Hauptfeld mit den Favoriten Stefano Garzelli sowie Francesco Casagrande und den 39 Fahrern an der Spitze kurz vor der zweitletzten Zielpassage auf rund zwei Minuten, weil aber vor allem die Teams insistierten, die mit ihren Favoriten vorne vertreten waren, wuchs der Abstand wieder. Schliesslich resignierte das Feld, der Rückstand betrug schliesslich deutlich über zehn Minuten.
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Trotz des ausgezeichenten 2. Rangs nach der ersten Etappe doch etwas enttäuscht.
Links Oscar Camenzind, rechts Alexandre Moos.
Fotos: Jonny Reichlin

Ösi wieder im Rampenlicht. Kurz nach der Zieldurchfahrt zum 2. Etappenrang war Ösi sofort wieder ein gefragter Mann.
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Gesagt: Der Sieger der 176,3 km langen Tour de Suisse-Startetappe heisst Jan
Ullrich. Schade heisst er nicht Oscar Camenzind heissen, der vor
Fabian Jeker und Steve Zampieri den ausgezeichenten zweiten Platz belegte. „Es war eine
Taktiererei. Jeker und Canada präsentierten sich von Saunier-Duval zu
Zweit. Ich hatte beim Sprint vor allem Ullrich im Auge. Wenn es hinunter
geht, ist er sehr schnell". Im Finale wurde es dann für Oesi knapp.
„Wenn ich vor der Kurve nicht hätte bremsen müssen, wäre es
wahrscheinlich eine klare Angelegenheit gewesen. Es hat mich voll links
hineingezogen. Mir blieb deshalb nichts anderes übrig. Der Schwung, den
ich dort verlor, fehlte mir am Schluss". Für das Gesamtklassement sprach
der Ex-Weltmeister nicht von einem Supertag. Santiago Perez fehlte beim
grossen Postabgang. Mit Camenzind, Moos und Schnider war aber ein
Phonak-Trio bei der grossen Flucht dabei. Das wird sicher spannend, wie sich die Leaderfrage klärt!"
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Resultate:
68. Tour de Suisse. 1. Etappe, Sursee - Beromünster (176,3 km): 1. Jan Ullrich (De) 4:07:56 (42,665 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Oscar Camenzind (Sz), 6 Sek. Bon. 3. Fabian Jeker (Sz), 4 Sek. Bon. 4. Steve Zampieri (Sz). 5. David Canada (Sp), alle gleiche Zeit. 6. Alexandre Moos (Sz) 0:15. 7. Alexander Winokurow (Kas). 8. Alexander Kolobnew (Kas). 9. Grischa Niermann (De). 10. Christophe Détilloux (Be), alle gleiche Zeit.
Gesamtklassement: 1. Ullrich 4:07:56. 2. Camenzind 0:02. 3. Jeker 0:06. 4. Zampieri 0:07. 5. Canada 0:08. 6. Bodrogi 0:22. 7. Winokurow 0:24. 8. Julich, gleiche Zeit. 9. Moos 0:25. 10. Kolobnew. |
13. Juni 2004 - Dürrenroth-Rheinfelden
| McEwen Spurtsieger in Rheinfelden - Oscar Camenzind weiterhin Gesamtzweiter |
| Der beste Sprinter unter den Teilnehmern der diesjährigen Tour de Suisse hat ein erstes Mal zugeschlagen. Der Australier Robbie McEwen gewann das Teilstück von Dürrenroth nach Rheinfelden (170) km im Spurt des Feldes. |
[Si] - McEwen setzte sich auf den letzten Metern vor Olaf Pollack (De) und Robert Hunter (SA) durch. Bester Schweizer war Oscar Camenzind als 11. An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Änderungen - Jan Ullrich bleibt Leader.
McEwen, der Sprinter aus dem belgischen Lotto-Team, war vor zwei Jahren Sieger im Punkteklassement der Tour de France. In Rheinfelden feierte er den zweiten Tagessieg in der Schweizer Landesrundfahrt. Im letzten Jahr hatte der 31-Jährige in Nyon triumphiert.
Als Animatoren des Tages präsentierten sich sieben Ausreisser. Der prominenten Gruppe gehörten unter anderen die Schweizer Martin Elmiger (Phonak) und Markus Zberg (Gerolsteiner) sowie die Italiener Stefano Garzelli und Paolo Bettini an. Obwohl alle Flüchtlinge am ersten Tag über 18 Minuten verloren hatten, wurden sie vom Feld an der kurzen Leine geführt. Vor allem die Equipe MrBookmaker.com sorgte für Tempo. Elmiger und Zberg griffen 12 Kilometer vor dem Ziel an, wurden aber auf dem zweitletzten Kilometer vom Feld eingeholt.
Für Vorjahressieger Alexander Winokurow ist die Tour de Suisse bereits zu Ende. Der Kasache zog sich bei einem Sturz Verletzungen an Kopf und Oberkörper zu. Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor. Der Co-Leader im T-Mobile-Team wurde für weitere Untersuchungen ins Spital gebracht.
68. Tour de Suisse. 2. Etappe, Dürrenroth-Rheinfelden (169,9 km)
1 Robbie McEwen (Aus) Lotto-Domo 3.44.57 (45.32 km/h)
2 Olaf Pollack (Ger) Gerolsteiner
3 Robert Hunter (RSA) Rabobank
4 Kim Kirchen (Lux) Fassa Bortolo
5 Roger Hammond (GBr) MrBookmaker.com-Palmans
6 Alberto Loddo (Ita) Saunier Duval-Prodir
7 Julian Dean (NZl) Credit Agricole
8 Fabrizio Guidi (Ita) Team CSC
9 Salvatore Commesso (Ita) Saeco
10 Alexandr Kolobnev (Rus) Domina Vacanze
11 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems
21 Grégory Rast (Swi) Phonak Hearing Systems
Gesamtklassement nach 2 Etappen
1 Jan Ullrich (Ger) T-Mobile Team 7.52.43
2 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 0.02
3 Fabian Jeker (Swi) Saunier Duval-Prodir 0.06
4 Steve Zampieri (Swi) Vini Caldirola-Nobili Rubinetterie 0.07
5 David Canada Gracia (Spa) Saunier Duval-Prodir 0.08
6 Laszlo Bodrogi (Hun) Quick.Step-Davitamon 0.22
7 Bobby Julich (USA) Team CSC 0.24
8 Alexandr Kolobnev (Rus) Domina Vacanze 0.25
9 Dario David Cioni (Ita) Fassa Bortolo
10 Francisco Vila (Spa) Lampre
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14. Juni 2004 - Rheinfelden-Vallorbe
| Rast musste sich nur knapp Hunter geschlagen geben |
Der Innerschweizer Gregory Rast verpasste in der 3. Etappe der Tour de Suisse seinen ersten Sieg in einem wichtigen Rennen nur knapp. Der 24-jährige Fahrer aus dem Schweizer Rennstall Phonak musste sich nur dem Südafrikaner Robert Hunter geschlagen geben.
[Si] - Rast und Hunter gehörten während 120 Kilometern einer fünfköpfigen Spitzengruppe an, von der sie sich drei Kilometer vor dem Ziel in einer 8 bis 9 prozentigen Steigung vor Vallorbe verabschiedeten. In der Entscheidung blieb der etwas entkräftete Rast nach der 185 km langen Fahrt aber chancenlos und erhielt noch zwei Sekunden aufgebrummt.
Das Feld mit allen Gesamtersten erreichte das Ziel knapp vier Minuten nach Sieger Hunter. Leader blieb der deutsche Olympiasieger Jan Ullrich. Sein Team hatte das Rennen stets unter Kontrolle. Auch in der Schlusssteigung hinterliess Ullrich einen guten Eindruck. Unmittelbar hinter dem Deutschen liegen im Gesamtklassement die drei Schweizer Oscar Camenzind, Fabian Jeker und Steve Zampieri. Der zweitklassierte Camenzind hat einen Rückstand von zwei Sekunden auf Ullrich. |

Gregory Rast
Foto: Jonny Reichlin |
68. Tour de Suisse. 3. Etappe, Rheinfelden - Vallorbe/Juraparc (185 km): 1. Robert Hunter (SA) 4:05:07 (45,285 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Gregory Rast (Sz), 0:02, 6 Sek. Bon. 3. Jurgen Van Goolen (Be) 0:19, 4 Sek. Bon. 4. Alberto Ongarato (It) 0:29. 5. Peter Wuyts (Be) 0:31. 6. Bobby Julich (USA) 3:59. 7. Alexander Kolobnew (Russ). 8. Patrik Sinkewitz (De). 9. Fabian Jeker (Sz). 10. Steve Zampieri (Sz). 11. Jan Ullrich (De), 14. Oscar Camenzind (Sz), alle gleiche Zeit.
Gesamtklassement: 1. Ullrich 12:01:49. 2. Camenzind 0:02. 3. Jeker 0:06. 4. Zampieri 0:07. 5. Canada 0:08. 6. Julich 0:24. 7. Kolobnew 0:25. 8. Cioni. 9. Kirchen. 10. Totschnig, alle gleiche Zeit. |
15. Juni 2004 - Le Santier-Bätterkinden
| Robbie McEwen feiert zweiten Etappensieg |
| Die längste Etappe der diesjährigen Tour de Suisse von Le Sentier nach Bätterkinden (211 km) endete wie erwartet mit einem Massenspurt. Als Schnellster auf den letzten Metern erwies sich wie schon am Sonntag der Australier Robbie McEwen. |
[Si] - Gejubelt hatte im Ziel zuerst ein anderer. Der junge Italiener Francesco Chicchi aus dem Fassa-Bortolo-Team riss die Arme in die Höhe und glaubte den grössten Sieg seiner bisherigen Karriere errungen zu haben. Er hatte die Rechnung aber ohne den alten Haudegen McEwen gemacht. Der mittlerweile sechsfache Saisonsieger schob sich mit dem letzten Atem noch an Chicchi vorbei. Dritter wurde der Südafrikaner Robert Hunter, der am Montag in Vallorbe triumphiert hatte. Im Gesamtklassement gab es keine relevanten Verschiebungen, Jan Ullrich ist weiterhin Leader.
Die Etappe am Dienstag war von Stürzen und diffizielen Windverhältnissen geprägt. So folgten sich die Angriffe Schlag auf Schlag. Doch die Teams der Sprinter liessen unter der Regie von McEwens Rennstall Lotto nichts anbrennen und drückten immer dann auf das Gaspedal, wenn der Vorsprung zu gross zu werden drohte.
Zu den Sturzopfern gehörte unter anderen Markus Zberg, der das Rennen wie die Italiener Stefano Garzelli und Wladimir Belli aufgab.
Resultate der 4. Etappe, Le Sentier/Vallée de Joux - Bätterkinden (211,6 km):
1. Robbie McEwen (Au) 4:51:50 (43,504 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Francesco Chicchi (It), 6 Sek. Bon. 3. Olaf Pollack (De), 4 Sek. Bon. 4. Fabio Baldato (It). 5. Paolo Bettini (It). 6. Robert Hunter (SA). 7. Fabrizio Guidi (It). 8. Davy Commeyne (Be). 9. Gerrit Glomser (Ö). 10. Martin Elmiger (Sz).
11. Aurélien Clerc (Sz). 12. Angel Castresana (Sp). 13. Sébastien Hinault (Fr). 14. Gerben Löwik (Ho). 15. Alberto Ongarato (It). 16. Marco Zanotti (It). 17. Gian Matteo Fagnini (It). 18. Alexander Basenow (Russ). 19. Damien Nazon (Fr). 20. Bart Voskamp (Ho).
21. Daniel Schnider (Sz). 22. Kim Kirchen (Lux). 23. Christophe Stevens (Be). 24. Bobby Julich (USA). 25. Mathew Hayman (Au). 26. Andoni Aranaga (Sp). 27. Dario Cioni (It). 28. Andrej Sintschenko (Russ). 29. Alexandre Moos (Sz). 30. Rui Sousa (Por).
Ferner: 33. Fabian Jeker (Sz). 34. Jan Ullrich (De). 35. Oscar Camenzind (Sz). 49. Steve Zampieri (Sz). 73. Roger Beuchat (Sz). 79. Gregory Rast (Sz). 87. Alex Zülle (Sz). 97. Fabian Cancellara (Sz). 98. Niki Aebersold Sz). 99. Marcel Strauss (Sz). 101. Patrick Calcagni (Sz). 104. Francesco Casagrande (It), alle gleiche Zeit. 114. Oliver Zaugg (Sz) 1:14. 123. Rubens Bertogliati (Sz) 4:43. 128. David Loosli (Sz), gleiche Zeit. - 137 gestartet, 130 klassiert. Aufgegeben: Markus Zberg (Sz), Tobias Steinhauser (De), Robert Förster (De), Andris Nauduzs (Lett), Wladimir Belli (It), Stefano Garzelli (It), Gonçalo Amorim (Por).
Gesamtklassement: 1. Ullrich 16:53:39. 2. Camenzind 0:02. 3. Jeker 0:06. 4. Zampieri 0:07. 5. David Canada (Sp) 0:08. 6. Julich 0:24. 7. Kim Kirchen (Lux) 0:25. 8. Cioni. 9. Alexander Kolobnew (Russ). 10. Moos.
11. Georg Totschnig (Ö). 12. Axel Merckx (Be). 13. Patrik Sinkewitz (De). 14. Pawel Tonkow (Russ). 15. José Maria Del Olmo (Sp), alle gleiche Zeit. 16. Laszlo Bodrogi (Un) 0:28. 17. Grischa Niermann (De) 0:31. 18. Sintschenko. 19. Schnider. 20. Sergio Barbero (It).
Ferner: 34. Cancellara 9:07. 38. Rast 14:37. 51. Zülle 19:25. 53. Bettini 19:36. 58. Casagrande 20:03. 61. Beuchat 20:16. 63. Elmiger 20:40. 71. Aebersold 21:54. 73. Clerc 22:10. 78. Calcagni. 79. Strauss, beide gleiche Zeit. 87. Zaugg 23:08. 92. McEwen 23:34. 104. Loosli 24:08. 114. Bertogliati 26:53. |
16. Juni 2004 - Bätterkinden-Adelboden
| Zweiter Etappen-Sieg für Südafrikaner Hunter |
| Der Südafrikaner Robert Hunter hat die fünfte Etappe der 68. Tour de Suisse mit 35 Sekunden Vorsprung vor Murilo Fischer (Br) und Michael Blaudzun (Dk) gewonnen. Für Hunter ist dies bereits der zweite Tagessieg. Gesamtleader bleibt Jan Ullrich. |
[Si] - Die erste Etappe mit einer Schlusssteigung ging mit dem Sieg eines früheren Sprinters zu Ende: Hunter entwich 6 Kilometer vor dem Ziel in Adelboden aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe und landete einen Solosieg. Hunter hatte schon die Etappe vom Montag gewonnen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten mit einer guten halben Minute Rückstand Hunters ehemalige Begleiter Murilo Fischer (Brasilien), der seinen 25. Geburtstag feierte, und Michael Blaudzun (Dänemark). Das Trio war schon 38 Kilometer nach dem Start in Bätterkinden ausgerissen.
Der Hauptharst mit den Favoriten traf viereinhalb Minuten nach Hunter im Ziel ein. In der relativ sanften Steigung von Frutigen nach Adelboden vermochten die Herausforderer Leader Jan Ullrich nicht zu gefährden. Bester Schweizer wurde Fabian Jeker auf Platz 5, Ullrich wurde Elfter. Der deutsche Olympiasieger führt das Gesamtklassement unverändert zwei Sekunden vor Oscar Camenzind an. Auf den Gesamträngen 3 und 4 folgen mit Jeker und Steve Zampieri zwei weitere Schweizer. |
68. Tour de Suisse. 5. Etappe, Bätterkinden - Adelboden (161,7 km): 1. Robert Hunter (SA) 3:45:16 (43,069 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Murilo Fischer (Br) 0:35, 6 Sek. Bon. 3. Michael Blaudzun (Dä) 0:37, 4 Sek. Bon. 4. Kim Kirchen (Lux) 4:30. 5. Fabian Jeker (Sz). 6. Georg Totschnig (Ö). 7. José Maria Del Olmo (Sp). 8. Bobby Julich (USA). 9. Massimiliano Gentili (It). 10 Axel Merckx (Be).
11. Jan Ullrich (De). 12. Patrik Sinkewitz (De). 13. Alexandre Moos (Sz). 14. Alexander Kolobnew (Russ). 15. Frank Schleck (Lux). 16. Dario Cioni (It). 17. Oscar Camenzind (Sz). 18. David Canada (Sp). 19. Santiago Perez (Sp). 20. Jewgeni Petrow (Russ).
21. Steve Zampieri (Sz), alle gleiche Zeit. 22. Francisco Vila (Sp) 4:36. 23. Wolodimir Gustow (Ukr). 25. Pawel Tonkow (Russ). 26. Gerrit Glomser (Ö), alle gleiche Zeit. 27. Rui Lavarinhas (Por) 4:43. 28. Andrej Sintschenko (Russ), gleiche Zeit. 29. Grischa Niermann (De) 4:48. 30. Pedro Cardoso (Por), gleiche Zeit.
Ferner: 37. Daniel Schnider (Sz) 4:52. 57. Roger Beuchat (Sz) 5:49. 59. Martin Elmiger (Sz) 6:03. 60. Alex Zülle (Sz), gleiche Zeit. 61. Paolo Bettini (It) 6:07. 65. Gregory Rast (Sz) 6:43. 66. Niki Aebersold (Sz), gleiche Zeit. 72. Francesco Casagrande (It) 7:09. 74. David Loosli (Sz) 7:35. 77. Patrick Calcagni (Sz) 9:05. 78. Oliver Zaugg (Sz) 9:25. 90. Marcel Strauss (Sz) 11:13. 98. Fabian Cancellara (Sz) 13:34. 104. Aurélien Clerc (Sz) 17:08. 116. Rubens Bertogliati (Sz), gleiche Zeit. -- 129 gestartet, 128 klassiert. Nicht gestartet: Claus Möller (Dä). Aufgegeben: Gianni Faresin (It).
Gesamtklassement: 1. Ullrich 20:43:25. 2. Camenzind 0:02. 3. Jeker 0:06. 4. Zampieri 0:07. 5. David Canada (Sp) 0:08. 6. Julich 0:24. 7. Kirchen 0:25. 8. Kolobnew. 9. Cioni. 10. Totschnig.
11. Moos. 12. Merckx. 13. Sinkewitz. 14. Tonkow. 15. Del Olmo (Sp), alle gleiche Zeit. 16. Petrow 0:31. 17. Tonkow, gleiche Zeit. 18. Sintschenko 0:44. 19. Niermann 0:49. 20. Laszlo Bodrogi (Un) 0:50.
21. Schnider 0:53. 22. Andrej Kascheschkin (Kas), gleiche Zeit. 23. Giuseppe Guerini (It) 1:00. 24. Marius Sabaliauskas (Lit), gleiche Zeit. 25. Sergio Barbero (It) 1:10. 26. Lavarinhas 1:22. 27. Vila 1:32. 28. Scott Sunderland (Au) 1:44. 29. Alessandro Cortinovis (It) 2:40. 30. Sébastien Joly (Fr) 3:16.
Ferner: 33. Hunter 9:36. 38. Rast 16:50. 52. Zülle 20:58. 53. Bettini 21:13. 56. Beuchat 21:35. 60. Elmiger 22:13. 62. Casagrande 22:42. 68. Aebersold 24:07. 77. Calcagni 26:45. 80. Loosli 27:13. 83. Zaugg 28:03. 86. Strauss 28:53. 101. Clerc 34:48. 119. Bertogliati 39:31.
17. Juni 2004 - Frutigen-Linthal
| Niki Aebersold gewinnt Köngisetappe - Oscar Camenzind Gesamtsiebter |
| Der Schweizer Niki Aebersold gewann die 186 Kilometer lange Königsetappe der Tour de Suisse von Frutigen nach Linthal. Der Phonak-Fahrer erreichte das Ziel solo mit 2:50 Minuten Vorsprung auf den Holländer Thorwald Veneberg. |
[Si] - Den Sprint um den 3. PLatz gewann der Schweizer Roger Beuchat. Oscar Camenzind verlor am Klausenpass den Kontakt mit dem Gesamtleader Jan Ullrich und traf 73 Sekunden nach dem Deutschen im Ziel ein. Ullrich wurde Fünfter und führt im Gesamtklassement nun mit 6 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Fabian Jeker. Dritter mit einem Rückstand von 25 Sekunden ist der Österreicher Georg Totschnig.
68. Tour de Suisse. 6. Etappe, Frutigen - Linthal (179 km). 1. Niki Aebersold (Sz) 5:04:07 (35,315 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Thorwald Veneberg (Ho) 2:51, 6 Sek. Bon. 3. Roger Beuchat (Sz) 3:00, 4 Sek. Bon. 4. Jan Ullrich (De). 5. Georg Totschnig (Ö). 6. Fabian Jeker (Sz). 7. José Maria Del Olmo (Sp). 8. Dario Cioni (It). 9. Giuseppe Guerini (It), alle gleiche Zeit. 10. Alexandre Moos (Sz) 4:13.
11. Francisco Vila (Sp). 12. Oscar Camenzind (Sz). 13. David Canada (Sp). 14. Patrik Sinkewitz (De). 15. Santiago Perez (Sp). 16. Jewgeni Petrow (Russ), alle gleiche Zeit. 17. Axel Merckx (Be) 5:13. 18. Bobby Julich (USA) 5:24. 19. Frank Schleck (Lux). 20. Rui Lavarinhas (Por).
21. Gerrit Glomser (Ö). 22. Rui Sousa (Por). 23. Pietro Caucchioli (It). 24. Steve Zampieri (Sz), alle gleiche Zeit. 25. Alexander Kolobnew (Russ) 6:39. 26. Massimiliano Gentili (It), gleiche Zeit. 27. Grischa Niermann (De) 7:19. 28. Martin Elmiger (Sz) 7:47. 29. Andrej Sintschenko (Russ) 8:01. 30. Michael Blaudzun (Dä), gleiche Zeit.
Ferner: 36. Alex Zülle (Sz), gleiche Zeit. 45. David Loosli (Sz) 9:20. 46. Daniel Schnider (Sz), gleiche Zeit. 63. Gregory Rast (Sz) 14:49. 66. Paolo Bettini (It) 18:03. 70. Rubens Bertogliati (Sz), gleiche Zeit. 72. Aurélien Clerc (Sz) 23:30. 81. Marcel Strauss (Sz). 85. Fabian Cancellara (Sz). 86. Francesco Casagrande (It), alle gleiche Zeit. 100. Patrick Calcagni (Sz) 27:52. 105. Oliver Zaugg (Sz), gleiche Zeit. -- 124 gestartet, 120 klassiert. Nicht gestartet: Christophe Détilloux (Be), Steffen Wesemann (De), Fabrizio Guidi (It), Marco Zanotti (It). Aufgegeben: Peter Luttenberger (Ö), Olaf Pollack (De), Kevin Van Impe (Be), Antonio Bucciero (It).
Gesamtklassement: 1. Ullrich 25:50:32. 2. Jeker 0:06. 3. Totschnig 0:25. 4. Cioni. 5. Del Olmo, beide gleiche Zeit. 6. Guerini 1:00. 7. Camenzind 1:15. 8. Canada 1:21. 9. Moos 1:38. 10. Sinkewitz, gleiche Zeit. |
18. Juni 2004 - Linthal-Malbun
| Jeker neuer Leader der Tour de Suisse - Oscar Camenzind auf Rang 10 |
| Fabian Jeker ist der neue Leader der Tour de Suisse. Der Baselbieter beendete die 7. Etappe über 134 Kilometer von Linthal nach Malbun (Lie) als Zweiter. Sieger wurde der Österreicher Georg Totschnig; der bisherige Leader Jan Ullrich (De) wurde Sechster. |
[Si] - Im Alter von 35 Jahren durfte sich Fabian Jeker erstmals das Leadertrikot der Tour de Suisse überziehen. In den letzten steilen Passagen im 14 Kilometer langen Schlussaufstieg kam der Baselbieter dem Tagessieger Georg Totschnig noch sehr nahe. Der Österreicher hatte vier Kilometer vor dem Ziel angegriffen und rettete schliesslich 6 Sekunden Vorsprung vor Jeker ins Ziel. Im Gesamtklassement liegt Totschnig vor den beiden letzten Etappen 8 Sekunden hinter Jeker.
Trotz einer Schwäche im Finale hat Jan Ullrich immer noch gute Chancen, die Tour de Suisse zu gewinnen. Der Deutsche geriet 3 Kilometer vor dem Ziel in Schwierigkeiten und büsste schliesslich 38 Sekunden auf Totschnig ein. Der Olympiasieger musste das Leadertrikot, das er vom ersten Tag an trug, abtreten. Im Gesamtklassement weist Ullrich aber nur einen Rückstand von 32 Sekunden auf. Die gute halbe Minute kann er im abschliessenden Zeitfahren in Lugano am Sonntag locker wettmachen.
1 Georg Totschnig (Aut) Gerolsteiner 3.22.45 (39.566 km/h) 2 Fabian Jeker (Swi) Saunier Duval-Prodir 0.07 3 Frank Schleck (Lux) Team CSC 0.14 4 Jose Maria Del Olmo (Spa) Milaneza Maia 0.17 5 Dario David Cioni (Ita) Fassa Bortolo 0.28 6 Jan Ullrich (Ger) T-Mobile Team 0.39 7 Santiago Perez Fernandez (Spa) Phonak Hearing Systems 0.41 8 Patrik Sinkewitz (Ger) Quick.Step-Davitamon 0.43 9 Evgeni Petrov (Rus) Saeco 0.44 10 Steve Zampieri (Swi) Vini Caldirola-Nobili Rubinetterie 1.02 18 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 2.00
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Leiden am Berg - Ösi kämpft wie immer grossartig und erreicht den guten 18. Rang in Malbun
Foto: www.cyclingnews.com |
Gesamt: 1 Fabian Jeker (Swi) Saunier Duval-Prodir 29.13.24
2 Georg Totschnig (Aut) Gerolsteiner 0.08
3 Jan Ullrich (Ger) T-Mobile Team 0.32
4 Jose Maria Del Olmo (Spa) Milaneza Maia 0.35
5 Dario David Cioni (Ita) Fassa Bortolo 0.46
6 Patrik Sinkewitz (Ger) Quick.Step-Davitamon 2.14
7 Giuseppe Guerini (Ita) T-Mobile Team 2.15
8 Evgeni Petrov (Rus) Saeco 2.21
9 David Canada Gracia (Spa) Saunier Duval-Prodir 2.36
10 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 3.08
11 Steve Zampieri (Swi) Vini Caldirola-Nobili Rubinetterie 3.26 |
19. Juni 2004 - Buchs-Bellinzona
| Sieg an Bettini, Jeker baut seinen Vorsprung auf Ullrich aus - Ösi auf Rang neun |
| In der 8. und vorletzten Etappe der Tour de Suisse über den Lukmanier nach Lugano hat Leader Fabian Jeker seinen Vorsprung auf Jan Ullrich um weitere zwölf Sekunden auf 41 Sekunden ausgebaut. Tagessieger wurde Paolo Bettini vor dem Tessiner Patrick Calcagni. |
Während der Fahrt über den fast 2000 Meter hohen Lukmanier-Pass liessen sich die Gesamtersten in Ruhe. Erst am letzten Anstieg knapp 10 km vor dem Ziel kam es zu Zeitdifferenzen: Leader Fabian Jeker attackierte zusammen mit Oscar Camenzind mit Erfolg und traf als Erster der Favoriten im Ziel ein. Er erhöhte den Vorsprung im Gesamtklassement auf Jan Ullrich um neun auf 41 Sekunden. Georg Totschnig büsste im strömenden Regen gar 41 Sekunden auf Jeker ein und hat nun schon fast eine Minute Rückstand.
Der Baselbieter Jeker hat im Hinblick auf das Zeitfahren am Sonntag in Lugano möglicherweise die entscheidende Zeitdifferenz auf den Spezialisten Ullrich herausgeholt. Jeker ist ein ordentlicher Roller und es ist dem Schweizer durchaus möglich, Ullrich auf dem 25 Kilometer langen Parcours im Kampf um den Gesamtsieg in Schach zu halten.
Die vorletzte Etappe brachte einen höchst prominenten Sieger: Paolo Bettini, der beste Klassik-Jäger der Gegenwart, spielte im strömenden Regen im Tessin einmal mehr seine Klasse aus. Am letzten Anstieg der Italiener auch seinen letzten Begleiter, den Tessiner Patrick Calcagni, ab. Der 27-jährige Calcagni erreichte das Ziel als Zweiter und verbuchte seinen grössten Erfolg als Berufsfahrer.
8. Etappe, Buchs SG - Bellinzona (191,3 km): 1. Paolo Bettini (It) 4:30:25 (42,446 km/h), 10 Sekunden Bonifikation. 2. Patrick Calcagni (Sz) 1:04, 6 Sek. Bon. 3. Kim Kirchen (Lux) 1:53, 4 Sek. Bon. 4. Santiago Perez (Sp), gleiche Zeit. 5. Juan Fuentes (Sp) 2:27. 6. Marco Serpellini (It) 2:37. 7. Sébastien Joly (Fr) 2:41. 8. Grischa Niermann 2:55. 9. Santiago Botero (Kol), gleiche Zeit. 10. David Bernaubeu (Por) 2:57.
11. Alessandro Cortinovis (It) 3:03. 12. Fabian Jeker (Sz) 3:19. 13. Dario Cioni (It) 3:24. 14. Patrik Sinkewitz (De) 3:28. 15. Jan Ullrich (De), gleiche Zeit. 16. Oscar Camenzind 3:30
Gesamtklassement: 1. Jeker 33:47:08. 2. Ullrich 0:41. 3. Totschnig 0:50. 4. Cioni 0:51. 5. Del Olmo 0:53. 6. Sinkewitz 2:23. 7. Petrow 2:32. 8. Guerini 2:33. 9. Camenzind 3:19. 10. Canada 3:28.
11. Zampieri 3:58. 12. Vila 4:32. 13. Moos 4:53. 14. Kolobnew 5:43. 15. Lavarinhas 5:44. 16. Julich 6:31. 17. Niermann 7:48. 18. Axel Merckx (Be) 8:11. 19. Pawel Tonkow (Russ) 8:48. 20. Wolodimir Gustow (Ukr) 9:49 |
20. Juni 2004 - Zeitfahren in Lugano
| Jan Ullrich Tour-de-Suisse-Sieger |
| Im Zeitfahren in Lugano verlor Fabian Jeker die Tour de Suisse um eine Sekunde. Jan Ullrich holte im Schlussteil des der 25 km langen Prüfung gegen die Uhr Sekunde um Sekunde auf und behielt schliesslich das bessere Ende für sich. |
[Si] - Mit 41 Sekunden Vorsprung war Jeker zum Zeitfahren gestartet, nach der ersten Steigung hatte er die Zeitreserve sogar auf 49 Sekunden ausgedehnt. Bei der Zwischenzeit nach 15,5 Kilometer lag Jeker noch insgesamt 24 Sekunden vor Ullrich, dann aber drehte der deutsche Champion gewaltig auf.
Ullrich gewann das Zeitfahren schliesslich 8 Sekunden vor dem Ungar Laszlo Bodrogi und 10 Sekunden vor dem besten Schweizer Fabian Cancellara. Jeker beendete die Prüfung gegen die Uhr als Sechster.
Eine gleich knappe Entscheidung wie in Lugano gab es im Jahr 1987, als der Amerikaner Andrew Hampsten ebenfalls mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Holländer Peter Winnen triumphiert hatte. Ullrich gewann die Tour de Suisse als erster Deutscher seit 1962, als Hennes Junkermann die Schweizer Landesrundfahrt für sich entschieden hatte.
Tour de Suisse. 9. und letzte Etappe. Einzelzeitfahren in Lugano (25,6 km): 1. Jan Ullrich (De) 2. Laszlo Bodrogi (Un) 0:08 zurück 3. Fabian Cancellara (Sz) 0:10 4. Jewgeni Petrow (Russ) 0:22 5. Bobby Julich (USA) 0:40 6. Fabian Jeker (Sz) 0:42. 33. Oscar Camenzind 2:00.20
Schlussklassement:
1 Jan Ullrich (Ger) T-Mobile Team 34.19.25
2 Fabian Jeker (Swi) Saunier Duval-Prodir 0.01
3 Dario David Cioni (Ita) Fassa Bortolo 1.20
4 Georg Totschnig (Aut) Gerolsteiner 1.26
5 Evgeni Petrov (Rus) Saeco 2.14
6 Jose Maria Del Olmo (Spa) Milaneza Maia 2.17
7 Patrik Sinkewitz (Ger) Quick.Step-Davitamon 3.18
8 Giuseppe Guerini (Ita) T-Mobile Team 3.20
9 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 4.38
10 David Canada Gracia (Spa) Saunier Duval-Prodir 4.46 |
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