
Vorschau
Hitzewelle
in Südaustralien - Erik Zabel wollte schon nach Europa zurück
Eine
fast unerträgliche Hitzewelle sucht derzeit Südaustralien heim,
wo am 19. Januar in Adelaide die Tour Down Under mit zahlreichen
namhaften Fahrern startet. Unter der Hitze, die bis zu 43 Grad
Celsius beträgt, leidet auch das Telekom-Team unter Leitung von
Erik Zabel, das an der Tour Down Under teilnehmen will und sich
derzeit auf die Saison 1999 vorbereitet. Leon Bignell, ein australischer
Fernsehreporter, der die Profis begleitetet und auch von der Tour
Down Under berichten will, schickte jetzt einige Hintergrund-Infos
an www.radsport.net.
Hier
sein Bericht:
"Adelaide leidet unter der schlimmsten Hitzewelle seit 90
Jahren. Nach drei Tagen mit Spitzentemperaturen von 40, 41 und
42 Grad teilte Erik Zabel den Organisatoren der Tour Down Under
und seinem sportlichen Leiter mit, daß es ihm dort zu heiß sei
- er wolle lieber nach Europa zurückfliegen und den zweiten Teil
des Telekom-Teams auf Mallorca treffen. Die Organisatoren beknieten
Zabel, doch zu bleiben, und nachdem etwas kühlender Regen fiel,
beruhigte sich auch Zabel wieder. Aber selbst wir Adelaider leiden
stark unter der Hitze, rund 50 Menschen mußten ins Krankenhaus,
und die trainieren nicht noch 200 Kilometer am Tag wie die Jungs
von Telekom. Nach dem Regen kletterte die Temperatur wieder für
drei Tage auf bis zu 43 Grad, und das Team Telekom startete bereits
morgens um 6 Uhr, um der größten Hitze zu entgehen - aber schon
um 8 Uhr war es wieder wärmer als 30 Grad. Erst die letzten beiden
Tage waren erträglicher. Heute morgen begleiteten wir das Team
Telekom mit einem Filmteam in die Berge rund um Adelaide. Die
Fahrer machten einen guten Eindruck, sind aber genervt von der
Tatsache, daß es in Australien gesetzlich vorgeschrieben ist,
stets einen Helm beim Radfahren zu tragen und auf der linken Seite
zu fahren. Die Berge sind nicht so steil, und Erik sagte, daß
das Team die Landschaft sehr genießt. Er selbst wolle bis zum
Monatsende 4000 km in den Beinen haben, um eine gute Grundlage
für die Frühjahrsklassiker zu schaffen. Er hat wieder den festen
Willen, Mailand - San Remo noch einmal zu gewinnen.
Die südaustralische Regierung möchte es schaffen, daß die Radprofis
jedes Jahr wiederkommen, um an der Tour Down Under teilzunehmen.
Erik Zabel machte es davon abhängig, wie die Saison 99 für ihn
läuft: Wenn er ein gutes Jahr habe, sei Adelaide immer eine Option,
wenn er ein schlechtes habe, werde man ihn dort vielleicht nie
wiedersehen. Die sechs Etappen der Tour Down Under sähen jedenfalls
gut aus, man habe schon einige Streckenteile im Training abgefahren.
Er ist außerdem froh über die Professionalität der Veranstalter.
Heute
kam Weltmeister Oscar Camenzind mit dem Lampre-Team in Adelaide
an. Ich habe auch schon Saeco- und Jack&Jones-Fahrer auf den
Straßen gesehen. BigMat, Once und Credit Agricole kommen am Donnerstag
an. Adelaide ist die Heimatstadt von Stuart O'Grady, der im vergangenen
Jahr das gelbe Trikot der Tour für drei Tage trug und eine Etappe
gewann. Grundsätzlich wissen die Australier eher wenig über Profiradsport,
und so können Zabel und Kollegen unerkannt in dieser 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt
herumlaufen."
Quelle: www.radsport.net
1.
Etappe: 19.01.99 Adelaide - Adelaide, 42,5km
Nicolay
Bo Larsen gewinnt erste Etappe
19.01.99
- Nicolay Bo Larsen, seit Anfang des Jahres beim dänischen Rennstall
"Jack&Jones" unter Vertrag, gewann in Adelaide am
Dienstag abend (Ortszeit) die erste Etappe der "Tour Down
Under". Bei dem Nacht-Kriterium über 42,5 km setzte sich
der Däne im Sprint durch gegen den Australier Henk Vogels (Credit
Agricole) und Rolf Aldag (Telekom).
Der 27-jährige Bo Larsen setzte sich zusammen mit fünf anderen
Radprofis 1,7km vor dem Ziel der in der Innenstadt der südaustralischen
Metropole ausgetragenen ersten Etappe vom Peloton ab.
"Das Team möchte sehr gern nächstes Jahr wieder hierherkommen.
"Einer von uns mußte ja dafür sorgen, daß wir auch wieder
eingeladen werden", flachste Bo Larsen nach seinem ersten
Sieg.
Die zweite Etappe der noch bis Sonntag gehenden Rundfahrt findet
am Mittwoch statt über 138,5km mit Start und Ziel in Adelaide.
Das Profil des zweiten Tagesabschnitts ist weitgehend flach, so
daß mit einem Sprintfinale zu rechnen ist.
1.
Nicolai Bo Larsen (Dan) Jack and Jones 1.07:35 (37,731km/h)
2. Henk Vogels (Aus) Credit Agricole
3. Rolf Aldag (Tel) Telekom
4. Jamie Drew (Aus)
(Quelle:
www.radsport-news.com)
2.
Etappe: 20.01.99 Norwood - Strathalbyn, 138,5km
20.01.99
- Telekom-Profi Erik Zabel gewann am Mittwoch die 2. Etappe der
australischen "Tour Down Under" die über 138,5km zwischen
den südaustralischen Städten Norwood und Strathalbyn ausgetragen
wurde. Zabel setzte sich im Massensprint durch und übernahm auch
die Führung im Gesamtklassement. Für seinen Tagessieg erhielt
der Deutsche eine recht ungewöhnliche "Trophäe".
Bei der zweiten Etappe der Tour Down Under durch die landschaftlich
schönen (aber flachen) Adelaide Hills und die touristisch interessantesten
Gegenden Südaustraliens schienen sich die europäischen Radprofis
bei heißem Sommerwetter Zeit zum Sightseeing zum nehmen, viel
passierte nicht auf dieser ruhigen Etappe. Erst der Fluchtversuch
des jungen Australiers Warren Jennings brachte etwas Schwung in
die Sache, doch nach 80km Solofahrt war schließlich der 20-jährige
wieder gestellt und die Tagesentscheidung fiel wie erwartet im
Massensprint.
Auf der Zielgerade zeigte Zabel, der schon praktisch seit Ende
Oktober wieder voll trainiert, daß er bis jetzt alles richtig
gemacht hat auf dem Weg zu seinem großen Traum, als erster Radsportler
der Geschichte Milan-San Remo drei Mal hintereinander zu gewinnen.
Mario Traversoni (Saeco) und den Lokalmatador Stuart O'Grady (Credit
Agricole) verwies "Ette" auf die Plätze. Auch in der
Gesamtwertung übernahm Zabel die Führung und schaute mit einem
Auge vielleicht schon auf den Gesamtsieg der am Sonntag zu Ende
gehenden Rundfahrt, bei der es keine allzu anspruchsvollen Berge
zu bewältigen gibt.
"Ich denke, nach dem heutigen Tag ist die Tour Down Under
ein völlig offenes Rennen", so Zabel. "Es sind nur Sekunden
zwischen dem ersten und dem letzten Rennfahrer und das heißt,
daß viele Fahrer die Chance auf den Sieg haben. Ich denke, das
ist eine gute Situation für uns alle."
Bei der Siegerehrung erwartete Zabel eine Überraschung: die lokalen
Honoratioren
"überreichten" ihm als Preis eine Zucht-Kuh... Wegen
der strengen Quarantäne- bzw. Zollbestimmungen darf Zabel seine
lebendige Trophäe zwar nicht mit nach Deutschland mitnehmen, doch
Zabel wurde versichert, er dürfe sein Tier "so oft besuchen
wie er
will".
1.
Erik Zabel (Ger) Telekom 3.41:01 (37,599km/h)
2. Mario Traversoni (Ita) Saeco
3. Stuart O'Grady (Aus) Credit Agricole
4. Martin Perdigero (Esp) ONCE
5. Stéphane Barthe (Fra) Casino
6. Jann Kirsipuu (Est) Casino
7. Brett Aitken (Aus) Palmans
8. Gert Vanderaerden (Bel) Palmans
9. Jamie Drew (Aus)
10. Roger Hammond (Gbr) Palmans alle gleiche Zeit
...
15. Harald Morscher (Aus) Saeco
19. Rolf Aldag (Ger) Telekom
20. Giovanni Lombardi (Ger) Telekom
52. Oscar Camenzind (Sui) Lampre alle gl.Z.
Gesamtwertung nach der 2. Etappe:
1. Erik Zabel (Ger) Telekom 4.48:30
2. Mario Traversoni (Ita) Saeco +0:02
3. Brett Aitken (Aus) Palmans
4. Stuart O'Grady (Aus) Credit Agricole +0:03
5. Martin Perdigero (Esp) ONCE +0:06
52.
Oscar Camenzind (Sui) Lampre gl. Zeit
(Quelle:
www.radsport-news.com)
3.
Etappe: 21.01.99 Glenelg - Victor Harbor, 149,5 km
Lokalmatador
Stuart O'Grady greift an
21.01.99 - Der südaustralische Lokalmatador und Publikumsliebling
Stuart O'Grady (Credit Agricole) gewann am Donnerstag nachmittag
(Ortszeit) vor den Augen seiner gesamten Familie die dritte Etappe
der "Tour Down Under" über 149,5km zwischen den Adelaide-Vorstädten
Glenelg und Victor Harbor. Rennfavorit O'Grady, der nach seinem
Tagessieg auch das Leader-Trikot übernahm, dominierte die Etappe
und hatte praktisch vom allerersten Kilometer des Tagesabschnitts
attackiert.
"Es war ein ganz besonderer Moment, allein nach Victor Harbor
hineinzukommen", so Stuart O'Grady nach seinem Sieg. "Mit
so vielen Zuschauern hier, war es genauso wie in Europa, man hätte
denken können, bei der Tour de France zu sein."
"Beim Überqueren der Ziellinie war es so wie in Grenoble",
fügte O'Grady hinzu in Andeutung an seinen Tagessieg bei der 14.
Etappe der letzten Tour de France, bei der er auch drei Tage lang
in Gelb gefahren war.
Die dritte "Down-Under"-Etappe hatte bereits früh munter
begonnen, als sich eine zehnköpfige Fluchtgruppe u.a. mit Erik
Zabel (Telekom) und Stuart O'Grady bereits unmittelbar nach dem
Start vom Feld absetzen konnte. Die Gruppe hatte zeitweise einen
Sieben-Minuten-Vorpsrung, doch nach der zweiten Bergwertung zur
Hälfte des Rennens war das Feld wieder herangekommen.
Kurz nach dem Zusammenschluß attackierte "Stu" O'Grady
gleich nochmal und entkam auch prompt wieder dem Peloton. Die
Alleinfahrt des Australiers wurde beendet, als von hinten Jesper
Skibby (Jack&Jones) und der Australier Duncan Smith aufschlossen.
Das Trio führte mit komfortablen Minuten-Vorsprung vor dem Feld.
Dann startete O'Gradys Credit-Agricole-Mannschadt ein gewagtes
taktisches Manöver: O'Gradys treuer Helfer Magnus Backstedt, wie
sein Kapitän ebenfalls Tour-Etappensieger des letzten Jahres,
attackierte aus dem Feld heraus, um zu dem Spitzen-Trio aufzuschließen
und O'Grady dort zu helfen, wobei er natürlich riskierte, die
Konkurrenz im Feld mit seiner Aktion gleich mit heranzuführen.
Doch der Mut sollte belohnt werden.
"Den langen Schweden zu sehen, war eine große Erleichterung
für mich", so Tagessieger O'Grady. "Ich begann mich
25km vor dem Ziel ziemlich schlecht zu fühlen." Nach Backsteds
Aufschließen hatten die beiden Credit Agricoles im Finish alle
taktischen Optionen offen. Zwei Kilometer vor dem Ziel gelang
es O'Grady, Skibby und Smith abzuschütteln und der Australier
fuhr einen am Ende ungefährdeten Tagessieg heraus, der ihm auch
das Leader-Trikot bescherte.
Dieses Trikot möchte der Australier nun nach Möglichkeit nicht
mehr abgeben bis Sonntag, wenn die "Tour Down Under"
zu Ende geht. "Die Jungs [meiner Mannschaft] haben in den
letzten Tagen nicht viel arbeiten müssen", so O'Grady. "Die
werden ziemlich scharf drauf sein, vor mir zu fahren und das Trikot
zu beschützen."
1.
Stuart O'Grady (Aus) Credit Agricole 3.42:12
2. Duncan Smith (Aus) +0:05
3. Jesper Skibby (Den) Jack&Jones
4. Magnus Backstedt (Swe) Credit Agricole +0:09
5. Franky Van Haesebroucke (Bel) +1:51
6. Jann Kirsipuu (Est) Casino
7. Olivier Perraudeau (Fra) Credit Agricole
8. Jason Phillips (Aus)
9. Graeme Miller (Nzl)
10. Luke Roberts (Aus)
...
21. Rolf Aldag (Ger) Telekom
24. Oskar Camenzind (CH) Lampre
26. Erik Zabel (Ger) Telekom
78. Laurent Jalabert (Fra) ONCE
Gesamtwertung nach der 3. Etappe:
1. Stuart O'Grady (Aus) Credit Agricole 8.30:37
2. Duncan Smith (Aus) +0:11
3. Jesper Skibby (Den) Jack&Jones
4. Magnus Backstedt (Swe) Credit Agricole +0:20
5. Erik Zabel (Ger) Telekom +1:56
4.
Etappe: 22.01.99 Port Adelaide - Gawler, 149,5km
Der
deutsche Sprintstar Erik Zabel (Telekom) gewann am Freitag die
vierte Etappe der australischen "Tour Down Under". Zabel,
der auch bereits bei der Etappe am Mittwoch triumphierte, ließ
sich im von einem Massensturz überschatteten Finish nicht einmal
von einem versehentlichen Schaltfehler irritieren. Im Gesamtklassement
führt weiter der Lokalmatador Stuart O'Grady (Credit Agricole).
Die vierte Etappe über 149,5km zwischen Port Adelaide und Gawler
verlief bis 20km vor dem Ziel äußerst ruhig und ohne nennenswertes
Renngeschehen. Einen Angriff, den das Telekom-Team auf das Leader-Trikot
von Stuart O'Grady zu Beginn der Etappe fuhr, stellten die Männer
um Erik Zabel bald wieder ein, nachdem sich der Australier nicht
abschütteln ließ.
Der Däne Christian Andersen (Jack&Jones) eröffnete zusammen
mit dem Neuseeländer Graeme Miller 20km vor dem Ziel den Kampf
um den Tagessieg. Nach gut 10km waren die beiden jedoch wieder
gestellt vom Feld, wo die Sprinter-Teams, allen voran wiederum
Telekom, für Tempo sorgten.
Auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel in Gawler ereignete sich
dann auf den winkligen Straßen im hinteren Drittel des mit 65km/h
dahinrasenden Feldes ein Massensturz, der jedoch für alle glimpflich
ausging.
Tagessieger Erik Zabel, der selbst nicht in den Sturz verwickelt
war, wollte den Organisatoren der Tour Down Under, die von allen
Rennfahrern mit höchstem
Lob bedacht werden, keine Schuld geben an dem Unfall im Finale:
"Die Ecken waren schon OK, vielleicht war das Feld einfach
zu schnell."
Am Samstag führt die fünfte und vorletzte Etappe der Rundfahrt
über 162km auf einem Kurs durch das Barossa Valley, die bekannte
Wein-Region von Adelaide. Rennfavorit Stuart O'Grady, der am Donnerstag
mit einem Teufelsritt die Gesamtführung geholt hatte, beendete
die Etappe am Freitag als Neunter und verteidigte sein Trikot
locker. Am Samstag erwartet O'Grady die Stunde der Wahrheit: "Gestern
war es einer der härtesten Tage, die ich seit langem erlebt habe,
heute habe ich mich gut gefühlt. Morgen gehts es noch einmal um
alles."
Klassement
1.
Erik Zabel 3.53.08
2. Graeme Miller 0.00.00
3. Jan Svorada
4. Brett Aitken
60. Oskar Camenzind
Gesamt
1. Stuart O'Grady
2. Jesper Skibby 0.00.10
3. Duncan Smith 0.00.13
4. Magnus Backstedt 0.00.21
5. Erik Zabel 0.01.52
6. Brett Aitken 0.01.57
7. Mario Traversoni 0.02.00
8. Christian Andersen 0.02.02
9. Nicolaj Bo Larsen
10. Dario Andriotto
11.Laurie Aus 0.02.04
48. Oskar Camenzind
5.
Etappe: 23.01.99 Nuriotoopa - Tanunda, 162km
23.01.99
- Der Australier Stuart O'Grady (Credit Agricole) gewann am Samstag
die fünfte und vorletzte Etappe der südaustralischen "Tour
Down Under" und geht mit dem Leader-Trikot, das seine Mannschaft
am Vor-Schlußtag gegen die heftigen Attacken der Teams ONCE und
Jack&Jones verteidigen mußte, in den letzten Tagesabschnitt.
Schlechte Nachrichten kamen unterdessen vom Team Telekom: Bei
Kai Hundertmarck, der in den Massensturz am Vortag verwickelt
war, wurde in der Nacht ein Handbruch diagnostiziert und der Kelsterbacher
flog noch am Samstag mit eingegipster Hand nach Deutschland zurück.
Das Renngeschehen der fünften Etappe über 162km zwischen Nuriotoopa
und Tanunda begann mit einer langen Solo-Flucht des Spaniers Luis
Perez (ONCE), die O'Gradys Credit Agricole-Mannschaft unter Zugzwang
setzte. Doch O'Gradys Team passte auf und insbesondere aufgrund
der Arbeit von Chris Jenner, Marcel Gono und Magnus Backstedt
(alle Credit Agricole) war Perez, der zwischenzeitlich mit vier
Minuten Vorpsrung führte, wieder gestellt von einer ca. 30-köpfigen
Verfolgergruppe mit dem Gesamtführenden O'Grady.
Kurz nachdem Perez eingeholt war, machte sich der junge ONCE-Spitzenfahrer
David Etxebarria auf und setzte wiederum Credit Agricole unter
Druck. "Es war an einem Punkt ganz schön gefährlich",
so später O'Grady, dessen Team auch diese Attacke erfolgreich
konterte.
Im Finish ließ der im Gesamtklassement zu diesem Zeitpunkt ungefährdete
O'Grady dann in "Kannibalen-Manier" Christian Andersen
(Jack&Jones) und dem Australier Jean-Marc Riviere keine Chance
und ersprintete sich einen weiteren Etappensieg nachdem er bereits
die dritte Etappe gewann.
"Die Arbeit ist wohl getan", so Stuart O'Grady vor der
Schlußetappe, die am Sonntag weitgehend über die Formel-1-Strecke
von Adelaide führt. "Meine Jungs haben einen fantastischen
Job gemacht heute, ich denke, morgen wird es keine Probleme mehr
geben."
Resultate:
1. Stuart O'Grady 3.59.53
2. Christian Andersen
3. Jean-Marc Riviere
4. Nicolaj Bo Larsen
5. Massimiliano Mori
6. Alexandre Vinokourov
7. David Etxeberria
8. Rolf Aldag
9. Alberto Elli
10. Cadel Evans
31. Oskar Camenzind
Gesamt
1.Stuart O'Grady 16.23.28
2. Jesper Skibby 0.00.15
3. Magnus Backstedt 0.00.29
4. Duncan Smith 0.00.57
5. Christian Andersen 0.02.05
6. Nicolaj Bo Larsen 0.02.09
7. Jean-Marc Riviere 0.02.10
8. Massimiliano Mori 0.02.12
9. Alexandre Vinokourov
10. David Etxeberria
26. Oskar Camenzind 0.04.47
6.
Etappe: 24.01.99 Adelaide - Adelaide, 120km
Der
südaustralische Lokalmatador Stuart O'Grady (Credit Agricole)
gewann am Sonntag die "Tour Down Under". Die 120km lange
6. und letzte Etappe, die weitgehend über den (flachen) Formel-1-Kurs
von Adelaide führte, gewann der Neuseeländer Graeme Miller (Sunsmart-Team).
O'Grady, dessen Führung bei der Schlußetappe nicht mehr in ernsthafte
Gefahr geriet, wurde Zweiter vor Erik Zabel (Telekom). Oscar Camenzind
verlor auf dieser Schlussetappe über eine Viertelstunde und belegte
am Ende den 31. Gesamtrang.
Resultate
1.
Graeme Miller, SunSmart, New Zealand, 2:40:25
2. Stuart O'Grady, CreditAgricole, Australian
3. Erik Zabel, Telekom, German
4. Magnus Backstedt, CreditAgricole, Swedish
5. Roger Hammond, Palmans, British
10. Gabriele Missaglia, Lampre, Italian
79. Oskar Camenzind, Lampre, Swiss, 0:14:56
Schlussklassement
1. Stuart O'Grady, CreditAgricole, Australian, 19:03:47
2. Jesper Skibby, JackJones, Danish, 0:00:21
3. Magnus Backstedt, CreditAgricole, Swedish, 0:00:35
31. Oskar Camenzind, Lampre, Swiss, 0:19:49