16. September: 10. Etappe: Cordoba, EZF 50 km

Rückschlag für Oscar Camenzind im Zeitfahren

In der Spanien-Rundfahrt hat Oscar Sevilla im Zeitfahren die Führung im Gesamtklassement überraschend verteidigt. Der Kletterer verlor bloss 40 Sekunden auf Sieger Aitor Gonzalez und bleibt mit einer Sekunden Vorsprung Leader vor Gonzalez.
[Si] - Bester Schweizer war Fabian Jeker, der auf Platz 15 landete. Der Baselbieter büsste 2:13 Minuten ein. Oscar Camenzind kam im Regen mit den nassen Strassen nicht zurecht und verlor über vier Minuten.

Mit einem starken Finish hielt sich der Spanier Sevilla im 36,5 km langen Zeitfahren die Konkurrenz vom Leib. Nach 25 km hatte Sevilla die 41 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Aitor Gonzalez bereits eingebüsst. Am Ziel lag Sevilla aber nur 40 Sekunden zurück. Dies reichte knapp, um weiterhin im Leadertrikot zu fahren.

Im Vorfeld der Prüfung gegen die Uhr wurde allgemein mit einem Leaderwechsel gerechnet, hatte Aitor Gonzalez doch schon das abschliessende Zeitfahren im Giro d'Italia gewonnen. Bis zur Hälte des Pensums schienen die Prognosen einzutreffen. Bei widrigen Verhältnissen brachte Leichtgewicht Sevilla aber einen erstaunlichen Willen auf. Er fuhr im letzten Streckendrittel sogar schneller als der überlegene Sieger Aitor Gonzalez und erreichte unerwartet den zweiten Platz. Vor einem Jahr hatte Sevilla die Gesamtführung im Zeitfahren am letzten Tag noch preis geben müssen. Dritter des Zeitfahrens mit einer Minute Rückstand wurde der Schotte David Millar.

Einen katastrophalen Tag erwischte der vorherige Gesamtzweite Alexander Winokurow. Der Kasache verlor an seinem 29. Geburtstag fast drei Minuten und fiel weit zurück. Winokurow wurde 1,5 km vor dem Ziel sogar noch von Sevilla überholt. Auf den dritten Gesamtplatz rückte Roberto Heras vor, der 1:42 Minuten zurück liegt. Zu den Verlierern gehörten auch der Italiener Gilberto Simoni und die Fahrers des Team ONCE, die im Mannschaftszeitfahren noch überlegen gewesen waren.

Nach dem Ruhetag vom Dienstag folgt am Mittwoch eine weitere Bergetappe. Insgesamt sind vier Pässe zu bewältigen, der letzte Aufstieg der 1. Kategorie befindet sich 15 Kilometer vor dem Ziel.

1 Aitor Gonzalez (Spa) Kelme-Costa Blanca 45.32 (48.09 km/h)
2 Oscar Sevilla (Spa) Kelme-Costa Blanca 0.40
3 David Millar (GBr) Cofidis 1.00
4 Joseba Beloki (Spa) ONCE-Eroski 1.01
5 Antonio Tauler (Spa) Kelme-Costa Blanca 1.24
6 Iban Mayo (Spa) Euskaltel-Euskadi 1.30
7 Roberto Heras (Spa) US Postal Service 1.34
8 Klaus Möller (Den) Milaneza-MSS 1.42
9 Christian Vandevelde (USA) US Postal Service 1.43
10 Oscar Pereiro (Spa) Phonak Hearing Systems 1.50
11 Juan Carlos Dominguez (Spa) Phonak Hearing Systems 1.56
12 Guido Trentin (Ita) Cofidis 2.01
13 Manuel Beltran (Spa) Team Coast 2.07
14 Igor Gonzalez de Galdeano (Spa) ONCE-Eroski 2.11
15 Fabian Jeker (Swi) Milaneza-MSS 2.13
46 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 4.01


Gesamtklassement nach der 10. Etappe

1 Oscar Sevilla (Spa) Kelme-Costa Blanca 33.19.05
2 Aitor Gonzalez (Spa) Kelme-Costa Blanca 0.01
3 Roberto Heras (Spa) US Postal Service 1.42
4 Iban Mayo (Spa) Euskaltel-Euskadi 2.04
5 Joseba Beloki (Spa) ONCE-Eroski
6 Alexandre Vinokourov (Kaz) Team Telekom 2.19
7 Haimar Zubeldia (Spa) Euskaltel-Euskadi 2.56
8 Félix Garcia Casas (Spa) Bigmat.Auber 93 3.05
9 Jörg Jaksche (Ger) ONCE-Eroski 3.20
10 Mikel Zarrabeitia (Spa) ONCE-Eroski 3.33
11 Guido Trentin (Ita) Cofidis 3.34
12 David Millar (GBr) Cofidis 3.36
13 Francesco Casagrande (Ita) Fassa Bortolo 3.57
14 Klaus Möller (Den) Milaneza-MSS 3.59
15 Manuel Beltran (Spa) Team Coast 4.12
16 Gilberto Simoni (Ita) Saeco-Longoni Sport 4.21
17 Pablo Lastras (Spa) iBanesto.com 4.39
18 Angel Casero (Spa) Team Coast 4.51
19 Oscar Camenzind (Swi) Phonak Hearing Systems 5.43
20 Fabian Jeker (Swi) Milaneza-MSS 5.51