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9. September: 3. Etappe: San Vicente del Raspeig-Murcia, 140 kmIn der 3. Etappe der Spanien-Rundfahrt kam es erstmals zu einem Massenspurt. Dabei zeigte sich in Murcia, dass gegen Mario Cipollini vorläufig kein Kraut gewachsen ist. Der Italiener siegte klar vor Alessandro Petacchi und Erik Zabel. [Si] - Am 7. Juli hatte Mario Cipollini auf seiner Internet-Seite völlig überraschend den Rücktritt als Berufsfahrer angekündigt. Der Supersprinter nannte verschiedene Umstände, die ihn in seinem Beruf frustriert hatten. Beobachter stellten jedoch fest, dass der Sieger des diesjährigen Mailand - San Remo und von sechs Giro-Etappen weiterhin intensiv trainierte. Cipollini nahestehende Leute überredeten den Italiener schliesslich, seine Absicht zu überdenken. Cipollini liess sich nicht lange bitten. Die Ambiance der Rennen habe ihm gefehlt, sagte er, kurz bevor er sich wieder eine Startnummer an sein Renndress heftete. Dass er in der Tat nicht wie in früheren Jahren den Monat August am Strand verbracht hatte, bewies Cipollini auf den letzten Kilometern des dritten Vuelta-Teilstückes. Der Italiener setzte seine Teamkollegen so geschickt ein, dass die anderen Gegner seiner grossen Endschnelligkeit nichts entgegenzusetzen hatten. Weshalb Cipollini gegen Ende der Saison noch so gut im Schuss ist, liegt auf der Hand: Bei der Strassen-WM im belgischen Zolder Anfang Oktober will er seinen Lebenstraum verwirklichen und das Regenbogentrikot erobern. Der unbelohnte Animator des Tages war der Belgier Jürgen van Goolen, der schon nach 4 km zusammen mit vier anderen Fahrern ausriss. Ab dem 17. Kilometer befand sich Van Goolen alleine an der Spitze. Rund 80 km lang fuhr der Belgier alleine voraus und liess sich dabei einen Maximalvorsprung von über sieben Minuten notieren. Als die Helfer der Sportgruppen Acqua & Sapone, Team Deutsche Telekom, Mapei und Once das Tempo erhöhten, musste Van Goolen aber klein beigeben. Der Once-Einsatz war nicht auf einen spurtstarken Fahrer ausgerichtet, sondern auf den Gesamtersten Joseba Beloki, der mit einem möglichst geringen Sturzrisiko ins Ziel pilotiert werden sollte. Dies gelang bestens. Oscar Camenzind - 40. der Etappe - belegt als bester Schweizer im Gesamtklassement mit einem Rückstand von 47 Sekunden den 54. Platz. 1.
Mario Cipollini (Ita/Acqua e Sapone)) 3 h.07:37. (42,92 km/h) Gesamtwertung nach der 3. Etappe:
1. Joseba Beloki (Esp/Once) 7 h 33:39. |