Riesenfest und grandioser
Empfang für den Gersauer Weltmeister

Oscar
Camenzind, der neue Strassen-Weltmeister aus Gersau, wurde
heute auf dem Flughafen in Zürich-Kloten triumphal empfangen.
Rund 150 Personen, die meisten davon Mitglieder seines Fanclubs,
veranstalten mit ihren Treicheln einen Höllenlärm, als "Ösi"
kurz vor 12.00 Uhr aus der Ankunftshalle trat.

Als
Erster beglückwünschte ihn die mittlerweile 79jährige Rad-Legende
Ferdi Kübler, der 1951 in Varese als letzter Schweizer vor
Camenzind den WM-Titel errungen hatte. "Ferdi National"
liess es sich nicht nehmen, den neuen Champion um ein Autogramm
zu bitten. "Das war das erste Mal, dass ich einen anderen
Sportler um eine Unterschrift gebeten habe", bemerkte
Kübler zu der für ihn besonderen Rollenverteilung.
Weltmeister-Rad
noch nicht eingetroffen
Danach
ging es für Oscar Camenzind sofort weiter nach Gersau in
Richtung Heimat. Dort allerdings muss die ganz grosse Feier
noch etwas auf sich warten lassen. Morgen Dienstag reist
der 27jährige Innerschweizer bereits wieder nach Italien,
denn am Mittwoch steht er beim Erstkategorie-Rennen Mailand
- Turin am Start. Und hoffentlich verfügt er dort auch wieder
über sein Weltmeister-Rad. Das Velo traf im Gegensatz zu
Camenzind nicht in Zürich-Kloten ein.
Riesenfest in Gersau

Kurz
nach vier Uhr am Sonntagnachmittag begannen in Gersau alle
Kirchenglocken zu läuten, Böllerschüsse hallten zwischen
Gersauerstock und Rigi Hochfluh, Autos fuhren hupend durch
die Strassen und in den Stuben wurde gejauchzt und geweint
vor Freude. Oscar Camenzind, das Gersauer Rad-Idol und bald
Ösi-National, war Weltmeister geworden. Spontan traf sich
ein OK bestehend aus Mitgliedern des Bezirksrates und des
einheimischen Velo-Clubs um ein Fest steigen zu lassen.
Ein Umzug mit Treicheln und der Guggenmusik, die gerade
ien Pobenweekend hinter sich hatte, zog durchs Dorf und
in allen Restaurants spendierte die Bezirksbehörde Freibier.
Es wurde gefachsimplet, gesungen, gefestet. Es war ein Riesending. |