1998 - Weltmeisterschaft


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Riesenfest und grandioser Empfang für den Gersauer Weltmeister

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Oscar Camenzind, der neue Strassen-Weltmeister aus Gersau, wurde heute auf dem Flughafen in Zürich-Kloten triumphal empfangen. Rund 150 Personen, die meisten davon Mitglieder seines Fanclubs, veranstalten mit ihren Treicheln einen Höllenlärm, als "Ösi" kurz vor 12.00 Uhr aus der Ankunftshalle trat.

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Als Erster beglückwünschte ihn die mittlerweile 79jährige Rad-Legende Ferdi Kübler, der 1951 in Varese als letzter Schweizer vor Camenzind den WM-Titel errungen hatte. "Ferdi National" liess es sich nicht nehmen, den neuen Champion um ein Autogramm zu bitten. "Das war das erste Mal, dass ich einen anderen Sportler um eine Unterschrift gebeten habe", bemerkte Kübler zu der für ihn besonderen Rollenverteilung.

 

Weltmeister-Rad noch nicht eingetroffen

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Danach ging es für Oscar Camenzind sofort weiter nach Gersau in Richtung Heimat. Dort allerdings muss die ganz grosse Feier noch etwas auf sich warten lassen. Morgen Dienstag reist der 27jährige Innerschweizer bereits wieder nach Italien, denn am Mittwoch steht er beim Erstkategorie-Rennen Mailand - Turin am Start. Und hoffentlich verfügt er dort auch wieder über sein Weltmeister-Rad. Das Velo traf im Gegensatz zu Camenzind nicht in Zürich-Kloten ein.

 

Riesenfest in Gersau

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Kurz nach vier Uhr am Sonntagnachmittag begannen in Gersau alle Kirchenglocken zu läuten, Böllerschüsse hallten zwischen Gersauerstock und Rigi Hochfluh, Autos fuhren hupend durch die Strassen und in den Stuben wurde gejauchzt und geweint vor Freude. Oscar Camenzind, das Gersauer Rad-Idol und bald Ösi-National, war Weltmeister geworden. Spontan traf sich ein OK bestehend aus Mitgliedern des Bezirksrates und des einheimischen Velo-Clubs um ein Fest steigen zu lassen. Ein Umzug mit Treicheln und der Guggenmusik, die gerade ien Pobenweekend hinter sich hatte, zog durchs Dorf und in allen Restaurants spendierte die Bezirksbehörde Freibier. Es wurde gefachsimplet, gesungen, gefestet. Es war ein Riesending.